Die Zinserhöhungserwartungen der Federal Reserve steigen und der Dollar erstarkt, Silber fällt auf ein über sechsmonatiges Tief.
Darüber hinaus verdient auch die Perspektive der industriellen Nachfrage Aufmerksamkeit. Silber hat sowohl die Eigenschaften eines Edel- als auch eines Industriemetalls, sodass Veränderungen in der globalen Fertigungsaktivität sich direkt auf die langfristige Nachfrage auswirken. Während die US-Wirtschaft weiter wächst, bleibt das Wachstum einiger großer Volkswirtschaften schwach, was einer Verbesserung der Silbernachfrage Grenzen setzt.
Im 4-Stunden-Zeitrahmen läuft Silber zuletzt beständig innerhalb eines Abwärtskanals, wobei Rückläufe kaum an Dynamik gewinnen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell bei etwa 31, was bereits auf einen überverkauften Bereich hindeutet und ein kurzfristig stark negatives Momentum anzeigt. Ein Überverkauft-Signal bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine sofortige Trendwende, sondern spricht eher für kurzfristige technische Erholungsphasen. Auf der Oberseite ist zunächst auf die Widerstandszonen bei 63,00 US-Dollar sowie 68,09 US-Dollar zu achten. Erst über dem 20-Tage-EMA kann sich die Marktsituation für die Verkäufer entspannen; bis dahin dürften Aufwärtsbewegungen weiterhin auf erhöhten Verkaufsdruck treffen.
Redaktionelles Fazit
Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan
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