Der Goldpreis scheitert erneut bei 4200 US-Dollar – Geduldiges Abwarten auf Einstiegschancen empfohlen
Quelle: Xinhua Finanznachrichten
Xinhua Finanznachrichten, Peking, 23. Juni – Am Montag (22. Juni) eröffnete der internationale Goldpreis bei 4144,68 US-Dollar, erreichte ein Tageshoch von 4221,13 US-Dollar und ein Tagestief von 4136,07 US-Dollar, Schlusskurs bei 4180,87 US-Dollar. Die tägliche Schwankungsbreite lag bei 85,06 US-Dollar, ein Anstieg um 23,62 US-Dollar bzw. 0,55 %, wobei die Tages-Kerze eine kleine bullische Form zeigte. Insgesamt befindet sich der Goldpreis weiterhin seit Mitte April in einem schwachen Abwärtstrend. Nach der Erholung am runden Widerstand von 4000 US-Dollar bleibt abzuwarten, ob der sekundäre Test des Bodens abgeschlossen ist.
Fundamental betrachtet schreitet der Friedensprozess zwischen den USA und dem Iran weiterhin stetig voran: Die USA erklärten, dass sie einen Koordinationsmechanismus eingerichtet haben, um eine weitere Eskalation des Nahost-Konflikts zu verhindern; die Schweiz teilte mit, dass bei den intensiven diplomatischen Gesprächen auf dem Bürgenstock „konstruktive Fortschritte“ erzielt wurden. Auf Basis eines Memorandums of Understanding einigten sich alle Parteien auf eine Roadmap für den Abschluss eines endgültigen Abkommens innerhalb von 60 Tagen und setzten ein hochrangiges Komitee ein, um den nächsten politischen und technischen Prozess zu planen. Mehrere Signale deuten gemeinsam darauf hin, dass die geopolitischen Risiken im Nahen Osten abnehmen, der Ölpreis ist unter 80 US-Dollar gefallen, was zu einer Reduzierung der Inflationserwartungen am Markt führt.
Eine aktuelle Studie von Morgan Stanley weist darauf hin, dass Zinserhöhungen traditionell zwar den Goldpreis belasten, historische Daten jedoch ein komplexeres Bild zeigen – einen Monat nach einer Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte steigt der Goldpreis im Durchschnitt um 0,84 %, während er nach einer Zinssenkung um 25 Basispunkte im Schnitt um 3,93 % steigt. Die Zinserhöhung der Fed hat zwar einen dämpfenden Effekt auf den Goldpreis, aber der Markt handelt oft nach dem Prinzip „buy the rumor, sell the news“: Nach Abschluss der erwarteten Zinserhöhung könnte der Goldpreis sogar eine neutrale bis positive Tendenz zeigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verhandlungen im Nahen Osten Fortschritte machen und künftige Vereinbarungen weiterhin Aufmerksamkeit verdienen. Der Rückgang der Ölpreise könnte die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen senken, während der Fortbestand des restriktiven Tons der Fed von weiteren Marktdaten abhängt. In dieser unsicheren Situation verbleibt der Goldpreis vorerst auf niedrigem Niveau, ohne Anzeichen einer Trendumkehr.
Aus technischer Sicht zeigt der Wochen-Chart, dass der Goldpreis seit Mitte April stets unterhalb der 5-Wochen-Linie notiert und damit ein schwaches Bild abgibt. Zuletzt fand der Goldpreis bei 4022 US-Dollar sowie im Bereich der unteren Bollinger-Band-Linie nahe dem runden Wert von 4000 US-Dollar vorläufig Unterstützung. Insgesamt steht der Goldpreis unter Druck nach oben und hat Unterstützung nach unten, jedoch ist der Abwärtstrend noch nicht beendet und eine weitere schwache Seitwärtsbewegung im Bereich von 4100–4290 US-Dollar ist möglich.
Der Tages-Chart zeigt, dass sich der Goldpreis aktuell in einem breiten abwärts gerichteten Kanal zwischen Mittellinie und unterer Begrenzung des Bollinger-Bandes befindet, im Bereich von etwa 4322–4049 US-Dollar. Der Goldpreis bleibt damit insgesamt in einer schwachen Verfassung. Kurzfristig treffen die 5- und 10-Tage-Durchschnittslinien im Bereich von 4200–4220 US-Dollar aufeinander und stellen einen Widerstand dar, während auf der Unterseite die Unterstützung vom Wochentief bei 4120 US-Dollar wirkt, sodass es zu Schwankungen zwischen 4220 und 4120 US-Dollar kommt.
Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass der Goldpreis nach dem Test an der Mittellinie des Bollinger-Bandes zurückgegangen ist und sich nun in einer zweiten Bodenbildungsphase befindet, um zu prüfen, ob die 4022 US-Dollar einen vorläufigen Tiefpunkt markieren. Besonders beachtet werden sollten die runde Marke von 4100 US-Dollar sowie die Unterstützung am unteren Bollinger-Band bei etwa 4060 US-Dollar.
(Der Autor ist Mitglied des Forschungsteams des Beijing Gold Economic Development Research Center)
Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan
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