Nissan hat Berichten zufolge die Entwicklung des elektrischen Modells des Qashqai eingestellt.
Quelle: Globale Marktberichterstattung
Laut mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat Nissan die Entwicklung der Elektroversion seines in Europa meistverkauften Modells Qashqai eingestellt. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen des japanischen Automobilherstellers, die Produktpalette zu verschlanken und Kosten zu senken.
Während traditionelle Konkurrenten und neue chinesische Marken preisgünstige Alternativmodelle auf den Markt bringen, hat Nissan die Entwicklung des rein elektrischen Qashqai stillschweigend gestoppt.
Auch wenn die Einstellung des Projekts Kosten spart, könnte Nissan, sollte eine Neubewertung stattfinden, das Fahrzeug frühestens zu Beginn des nächsten Jahrzehnts auf den Markt bringen, was wahrscheinlich dazu führen wird, dass es in diesem wichtigen Marktsegment hinter die Konkurrenz zurückfällt.
Nissan hatte 2023 zugesagt, die elektrische Version seines Qashqai-SUVs im größten britischen Automobilwerk in Sunderland zu produzieren. Damals lobte die britische Regierung den Plan als Stärkung der Position Großbritanniens als globales Zentrum der Elektrofahrzeugfertigung. Allerdings machte das Unternehmen seinerzeit keine konkreten Angaben zum Lieferzeitpunkt des Elektro-Modells.
Letzte Woche wurde jedoch berichtet, dass der Automobilhersteller anschließend eine bedeutende globale Restrukturierung eingeleitet hat und derzeit mit London über eine finanzielle Unterstützung für den in den kommenden Monaten erwarteten Fahrplan zur Werkserneuerung verhandelt.
Quellen zufolge wird erwartet, dass die bevorstehende Ankündigung die neuesten Pläne bezüglich des Elektro-Qashqai erläutert. Die Entwicklungsarbeiten für dieses Modell wurden bereits Anfang letzten Jahres gestoppt. Die genannten Quellen wollten anonym bleiben, da es sich um sensible Informationen handelt.
Derzeit produziert Nissan im Werk Sunderland das elektrische Kompaktmodell Leaf und hat im April dieses Jahres das elektrische Crossover-SUV-Modell Juke vorgestellt, das ebenfalls in diesem Werk produziert werden soll.
Zwei Insider gaben an, dass auch im Falle einer Wiederaufnahme des Elektro-Qashqai-Projekts ein Marktstart frühestens Anfang der 2030er Jahre zu erwarten wäre.
In einer Stellungnahme erwähnte Nissan die Pläne für einen rein elektrischen Qashqai nicht, bekräftigte jedoch das Engagement für den Ausbau seines „elektrifizierten“ Produktportfolios, das auch Hybridmodelle umfasst.
Das Unternehmen fügte hinzu, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auf dem europäischen Markt „erheblichen Schwankungen“ unterliege und man daher eine „ausgewogene“ Elektrifizierungsstrategie verfolge.
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