Die hawkishen Erwartungen der Federal Reserve werden durch den Ölpreisanstieg verstärkt, wodurch der US-Dollar seine Stärke beibehält.
- Am Dienstag blieb der US-Dollar am Devisenmarkt stabil, der US-Dollar-Index notiert derzeit nahe 101,00 und ist damit nicht weit vom am vergangenen Freitag erreichten, über ein Jahr alten Höchststand von 101,12 entfernt. Händler erwarten allgemein, dass die Federal Reserve eine restriktivere Geldpolitik einnehmen wird. Gleichzeitig sorgte ein Anstieg der Ölpreise nach einem starken Rückgang gemeinsam für eine Unterstützung des Dollars.
- Die Renditen von US-Staatsanleihen blieben nach einem deutlichen Anstieg am Montag auf hohem Niveau. Die zweijährige Anleiherendite, die besonders auf Zinserwartungen reagiert, bewegte sich nahe dem 16-Monats-Hoch und spiegelt die wachsende Erwartung wider, dass die Federal Reserve später in diesem Jahr eine Zinserhöhung vornehmen könnte.
- Die Fed Fund Futures zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September mittlerweile auf 75 % gestiegen ist. Sowohl die Global Research-Abteilung der Bank of America als auch die Deutsche Bank haben ihre früheren Prognosen für eine unveränderte Politik aufgegeben und gehen nun davon aus, dass die Federal Reserve in diesem Jahr die Zinsen anheben wird, vor allem weil die US-Wirtschaft eine starke Widerstandskraft zeigt.
- Laut Sim Moh Siong, Devisenstratege der OCBC Bank, bleibt der US-Dollar dank steigender Renditen und den Wetten auf eine restriktive Position der Federal Reserve stabil. Die begrenzte politische Orientierung durch die Federal Reserve hat die Volatilität am Markt weiter verstärkt. Das Institut erwartet nun eine leichte Aufwertung des Dollars und hat seine frühere Prognose, dass sich der Dollar seitwärts bewegt, entsprechend korrigiert.
- Der Stratege ergänzte, sollte der US-Dollar-Index das Hoch der letzten 14 Monate bei 101,97 deutlich überschreiten, könnte er um weitere 2 bis 3 % steigen.
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