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441 Riesentanker versammeln sich vor der Straße von Hormus! Der Öltransportmarkt wartet auf das Signal zur vollständigen Durchfahrt

441 Riesentanker versammeln sich vor der Straße von Hormus! Der Öltransportmarkt wartet auf das Signal zur vollständigen Durchfahrt

华尔街见闻华尔街见闻2026/06/22 13:22
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Von:华尔街见闻

Mehr als 400 große Schiffe warten derzeit östlich der Straße von Hormus auf ihren Einsatz, während der Öltanker-Markt gespannt auf die vollständige Wiedereröffnung dieser weltweit wichtigsten Energiehandelsroute wartet. Der Fortschritt der Verhandlungen und die unbeständigen Stellungnahmen des Iran sorgen dafür, dass Reeder und Betreiber sich nicht zum Handeln entschließen.

Laut einer Analyse der Financial Times anhand von Satellitendaten der Europäischen Weltraumorganisation hatten sich bis Sonntag, 14:15 Uhr GMT, 441 große Schiffe der Öltransportklasse in der Nähe der Häfen Sohar und Fudschaira — den beiden wichtigsten Häfen an der Ostseite der Meerenge — versammelt. Im Vergleich zum April, als die USA begannen, die Meerenge zu blockieren, ist diese Zahl deutlich gestiegen. Mehrere Schifffahrtsunternehmen geben an, ihre Schiffe in der Nähe der Golfregion zu konzentrieren, um bei einer Wiedereröffnung der Meerenge sofort einen Vorteil zu haben.

Die Lage bleibt jedoch unsicher.

Nach einem israelischen Angriff auf den Libanon kündigte Iran am vergangenen Samstag erneut die Schließung der Meerenge an. Die USA und der Iran führten von Sonntag bis zum frühen Montagmorgen in der Schweiz intensive Gespräche; ein US-Beamter erklärte, die Verhandlungen hätten die „Klarstellung der verwirrenden Erklärungen Irans zur Straße von Hormus“ sowie die „Einrichtung von Mechanismen zur Vermeidung von Konflikten“ zum Inhalt, um die Durchfahrt sicherzustellen.

Nach einem aktuellen Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua vom Montag erklärte das iranische Verhandlungsteam, dass bei den Gesprächen mit den USA fünf wesentliche Punkte erzielt wurden. Im Hinblick auf das Management der Straße von Hormus haben sich beide Seiten zur schrittweisen Wiederöffnung der Meerenge darauf verständigt, eine Hotline zur Kontaktaufnahme einzurichten.

Schiffsansammlungen erreichen ein neues Hoch, jedoch Rückgang im Vergleich zu vor fünf Tagen

Dem Bericht zufolge zeigen Sentinel-1-Radarsatellitenbilder, dass sich derzeit 441 große Schiffe dicht an der Ostseite der Meerenge tummeln. Dieser Wert ist historisch betrachtet außergewöhnlich hoch, liegt jedoch 42 Schiffe niedriger als bei der letzten Satellitenüberwachung vor fünf Tagen – was darauf hindeutet, dass einige Betreiber nach der Vorabvereinbarung zwischen den USA und dem Iran in der vergangenen Woche die verbesserte Sicherheitslage genutzt haben, um die Durchfahrt zu versuchen.

Die Radarbildgebung bietet im Vergleich zur optischen Satellitenbeobachtung klare Vorteile: Sie kann nachts eingesetzt werden, ist nicht von Wolken beeinträchtigt und erfasst auch Schiffe ohne aktiven Transponder. Allerdings können mit diesen Daten nur Schiffsgrößen abgeschätzt werden; eine präzise Identifikation einzelner Schiffe ist schwierig.

Erste Schiffe wagen die Durchfahrt, Zuversicht kehrt langsam zurück

Trotz der weiterhin unklaren Lage beginnen erste Schiffe bereits mit der Durchfahrt.

Am Montagmorgen befanden sich vier von Katar betriebene Flüssiggas-Tanker in der Meerenge — die höchste Tagesanzahl seit Ausbruch der Krise am 28. Februar.

Am Samstag verließ das Containerschiff MSC Qingdao auf einer Route nahe der omanischen Küste den Golf und sendete dabei fortlaufend seine Positionsdaten per Transponder. Dieses Vorgehen deutet darauf hin, dass trotz anhaltender Zweifel an der Tragfähigkeit des US-Iran-Abkommens die Sorge der Reederei vor möglichen Angriffen Irans abgenommen hat. MSC hatte zuvor mehrere Schiffe durch iranische Angriffe verloren, zwei weitere wurden von den Revolutionsgarden beschlagnahmt.

Gleichzeitig hat seit der US-Zustimmung am Mittwoch zur Aufhebung der Blockaden von iranischen Häfen und Schiffen auch der Schiffsverkehr iranischer Tanker im und aus dem Golf deutlich zugenommen.

Irans „60-Tage-Klausel“ und künftige Gebührenforderungen erregen Marktsorgen

Einer der Hauptknackpunkte in den Verhandlungen ist eine frühere Forderung Irans: Nach Ablauf einer 60-tägigen Übergangsfrist könnte Iran eine Art Durchfahrtsgebühr, etwa den Zwang zu einer iranischen Versicherung, von den Schiffen verlangen.

Diese Ankündigung sorgt bei Reedern und Betreibern für Unsicherheit bezüglich langfristiger Durchfahrtsregelungen.

US-Vertreter erklärten, dass ein Schwerpunkt der Gespräche in der Schweiz gerade auf der Klärung dieser „verwirrenden Äußerungen“ liege, um Mechanismen zur Konfliktvermeidung und für einen dauerhaft offenen Seeverkehr zu schaffen.

Markt wartet auf klare Signale – Vollständige Öffnung weiterhin abhängig von finaler Vereinbarung

Die Schiffsbewegungen der vergangenen Woche zeigen, dass das Vertrauen der Betreiber allmählich zurückkehrt, und zuvor als zu riskant geltende Routen werden wieder in Betracht gezogen – auch wenn das endgültige Abkommen noch auf sich warten lässt. Die erneute Schließungsankündigung des Iran am vergangenen Samstag erinnert den Markt jedoch daran, dass es bis zur Unterzeichnung eines bindenden Abkommens weiterhin zu Rückschlägen kommen kann.

Satellitenbilder von Sentinel-1 vom Sonntag zeigen, dass auf dem Hauptfahrwasser der Meerenge keine deutlichen Schiffspassagen erkennbar sind. Eine vollständige Erholung des Öltankermarktes bleibt abhängig davon, ob die USA und Iran bald ein endgültig bindendes Abkommen erreichen und klare, durchsetzbare Regelungen für eine langfristige Offenhaltung der Meerenge schaffen können.

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