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Bitget Wallet Forschungsinstitut: Rückblick auf die erste Lektion des On-Chain-IPO-Draws

Bitget Wallet Forschungsinstitut: Rückblick auf die erste Lektion des On-Chain-IPO-Draws

Bitget WalletBitget Wallet2026/06/18 09:38
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Von:Bitget Wallet
Die globale Distributionsfähigkeit der Blockchain steht im entscheidenden Moment vor einem Regelwerk, das ihr völlig fremd ist.


Verfasserin: Lacie Zhang, Bitget Wallet Researcherin


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Im November 2021 legte eine Gruppe miteinander unbekannter Menschen innerhalb weniger Tage über 40 Millionen US-Dollar zusammen, nur um das Erstdruck-Exemplar (1787) der US-Verfassung zu erwerben. Diese Gruppe namens ConstitutionDAO unterlag am Ende jedoch einem Milliardär aus der Hedgefonds-Branche beim Sotheby's-Auktionshaus. Sie kamen mit Geld - aber gingen ohne das Objekt. Für viele war es das erste Mal, dass sie sahen: Die Blockchain kann in kürzester Zeit Kleinanlegergelder aus aller Welt bei einem knappen Vermögenswert vereinen.


Viereinhalb Jahre später wiederholt sich eine ähnliche Szene an einem anderen Ort – aber es ist eine andere Geschichte.


Am 12. Juni 2026 notiert SpaceX (Aktienkürzel: SPCX) an der Nasdaq, der Eröffnungskurs liegt bei 150 US-Dollar, etwa 11% über dem indikativen Emissionspreis von 135 US-Dollar – das stärkste IPO der Geschichte.


Für die überwiegende Mehrheit der Nutzer ist ein US-IPO fast wie eine unsichtbare Schranke: Kein Status als qualifizierter Investor, kein traditionelles Brokerkonto, keine langfristigen Beziehungen zu Underwritern. Blockchain baut Hürden ab: Mehrere Kryptoplattformen versuchen, mit Tokenisierung einen bisher verschlossenen Vermögenswert an Kleinanleger auf die Chain zu bringen. Bitget Wallet arbeitete etwa eine Zeit lang mit der tokenisierten Aktienplattform xStocks zusammen, öffnete ein tokenisiertes Abo des SPCX-IPO mit Einzel-Limits von 10–5000 US-Dollar und senkte die Einstiegshürde auf nahezu null.


Das Ergebnis war enttäuschend. xStocks gelang es nicht, ausreichend Anteile über die Upstream-Underwriting-Kanäle zu sichern. Die tokenisierten Zeichnungen konnten nicht fristgerecht zugeteilt werden – das Experiment endete mit Rückzahlungen.


Gerade dieses Resultat ist der beste Ansatzpunkt, um die reale Lage von Pre-IPO-Projekten on-chain zu verstehen.


1. Das ultimative Tokenization-Problem: Die zentrale Offline-Zuteilung der Assets


Tokenisierte IPO-Zeichnungen bedeuten im Kern, die Zuteilung traditioneller Brokerquoten zu tokenisieren. Das Haupthindernis für die aktuellen Branchenprobleme ist ein strukturelles Missverhältnis zwischen klassischen IPO-Zuteilungsmechanismen und on-chain Distributionsfähigkeit.


Die Tokenisierung verlagert den Eingang der Zeichnung auf die Blockchain: Jeder, überall, kann ohne Konto mit Stablecoins teilnehmen. Was sich aber nicht ändert: Das Vergaberecht bleibt weiter in der Hand traditioneller Finanzsyndikate.


Am Beispiel SpaceX: Die verantwortlichen Bookrunner wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, BofA Securities, Citi, JPMorgan organisieren die Orderbücher, bündeln die Nachfrage und entscheiden letztlich über die Zuteilung.


Diese Logik bevorzugt Institutionen, Beziehungen, langfristige Kunden – Underwriter tendieren dazu, große, stabile Orders institutioneller Anleger zu bevorzugen. Je knapper das Angebot bei Hype-IPOs, desto ausgeprägter die Tendenz. SpaceX wurde etwa vierfach überzeichnet, allein BlackRock orderte für etwa 5 Mrd. Dollar – für Krypto-native Kanäle blieb fast kein Anteil übrig.


Das Resultat: Die Blockchain besitzt enorme globale Distributionskraft, steht aber beim entscheidenden Schritt vor einem Regelwerk, das ihr gar nicht gehört.


Ein Ausweg ist absehbar, aber beides braucht Zeit: Erstens müssen kryptofreundliche Institutionen sukzessive ins traditionelle Underwriting-Netzwerk eintreten, durch Lizenzierung, Kapitalstärke und langfristige Beziehungen Strukturplätze im Erstmarkt gewinnen; zweitens sollte die Emission ab Quelle nativ auf der Chain geschehen, um das bestehende IPO-Quotensystem grundsätzlich zu umgehen. Solange diese beiden Wege nicht offen sind, stößt die tokenisierte IPO-Zeichnung auf Angebotsgrenzen.


2. Ein unvollkommener, aber essentieller On-Chain-Stresstest


Auch wenn das Settlement scheiterte, war der kollektive Branchenversuch keineswegs umsonst. Er zeigte auf zwei Ebenen deutliche Signale: Erstens, die genehmigungsfreie Vergabe on-chain kann echte Retail-Nachfrage nach knappen Assets auffangen; zweitens, die Infrastruktur für On-Chain-Distribution ist ausgereift und zeigt echtes Potenzial, traditionelle IPO-Prozesse umzugestalten.


Bedarfsseite: Über 800 Millionen US-Dollar Abogeld sammelten sich binnen kurzer Zeit von Nutzern weltweit für ein Asset, das im traditionellen Kanal praktisch nicht zugänglich ist. Vermögenswerte wie SpaceX, mit geografischen Beschränkungen, Hürden für qualifizierte Investoren und Brokerforderungen, schließen den Großteil aus. Die Chain öffnet neue Zugänge: Kein klassisches Brokerkonto mehr, keine aufwändigen Kontoeröffnungsprozeduren – Wallet und Stablecoin genügen. Diese Nachfrage verschwindet nicht durch eine fehlgeschlagene Lieferung.


Bemerkenswert ist auch die Flexibilität nach erfolgter Zuteilung. Traditionelle IPOs unterliegen oft "Anti-Flipping-Regeln": Wer sofort verkauft, riskiert Rückbuchungen, Blacklisting usw.; tokenisierte Assets haben meist keine Lock-ups, sie können sofort frei gehandelt werden. Für Kleinanleger, die sich immer fragten "ob sie überhaupt reinkommen", stellt die Freiheit auch nach Zuteilung einen echten und knappen Wert dar.


Operative Seite: Das Ganze war auch ein realistischer Stresstest für die Chain-Infrastruktur. Bei Bitget Wallet beispielsweise: Mithilfe des eigenen DEX-Aggregators und Multi-Chain-Gas-Payments wurde die Zeichnung auf 5 Chains (USDC/USDT) erweitert – User konnten auf beliebigen Mainstream-Chains mit Stablecoins teilnehmen, ohne Cross-Chain-Swaps und ohne dass fehlendes natives Gas-Token den Prozess blockiert. Das unterstützte eine On-Chain-Order von mehr als 13 Millionen Dollar innerhalb nur 30 Minuten mit robuster Technik.


Nachdem die Nichtlieferung feststand, wurde binnen rund 4 Stunden eine vollständige Erstattung (inkl. Einlage, Gebühren, Wechselkursverluste) automatisch ausgeführt. Noch wichtiger: Jede Rückzahlung, jeder Abgleich, jeder Statuswechsel ist real on-chain, öffentlich überprüfbar. Im Vergleich zu traditionellen Brokern, die auf interne Bücher und manuelle Koordination setzen, zeigt die on-chain-Infrastruktur in Sachen Transparenz und Effizienz klare Vorteile – das belegte dieser Stresstest eindrucksvoll.


3. Zwei Wege fürs Pre-IPO: Tokenisiertes IPO oder Perp?


Da tokenisierte IPOs die Angebotsstruktur im Erstmarkt vorerst nicht ändern können, sollten die Erwartungen für längere Zeit reduziert werden. Echte Genehmigungsfreiheit und unbegrenztes Angebot sind schwer zu erreichen, wahrscheinlicher ist eine praktische "Stablecoin-Optimierung" der traditionellen Anmeldeprozesse. Kommt es zu Überzeichnung, Losverfahren, anteiliger Zuteilung oder gar vollständiger Rückzahlung werden die Regel sein.


Im Gegensatz dazu rückt eine zweite Beteiligungsform ins Rampenlicht: Pre-IPO-Perpetuals (Perp).


Zwei Tools für verschiedene Nutzerpräferenzen: Tokenisierte IPO-Zeichnungen ähneln Spot-Produkten – sie werden durch reale Assets gedeckt und eignen sich für risikoarme Investoren, die keine Hebelwirkung oder Funding Fees wollen, aber eine Begrenzung beim Angebot und das Risiko von Überzeichnung oder Rückbuchung akzeptieren; Pre-IPO-Perps hingegen erfordern keine Quoten, keine Underwriter und keine physische Lieferung von Aktien, sondern ermöglichen direkten Handel – mit flexiblen, aber hochvolatilen Risiken und Hebelwirkung.


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Erwähnenswert: Pre-IPO-Perps zeigen klare Preisfindungsmechanismen. Der SPCX-Perpetual wurde ab 18. Mai auf Hyperliquid u.a. rund um die Uhr (UTC+8) gehandelt – Wochen vor dem tatsächlichen Listing am 12. Juni. Unmittelbar vor dem Listing lag der volumengewichtete Durchschnittskurs cross-platform bei etwa 155 US-Dollar, ein Aufschlag von rund 15% auf den IPO-Preis; der erste Kurs zum offiziellen Handelsstart lag bei 150 US-Dollar – dies zeigt, dass der Chain-Markt schon vor dem Listing nahezu den echten Preis erkannt hatte. Ähnlich Cerebras: Beim Listing lag der Pre-IPO Perp auf Hyperliquid nur etwa 1,3% vom Startkurs von 350 US-Dollar entfernt.


Somit kann die Chain nicht nur Pre-Listing-Preiskonsens schaffen, sondern auch die Markterwartung für den Listingpreis relativ präzise vorwegnehmen. Das geht weit über ein bloßes "IPO-Participation"-Tool hinaus.


4. Abschluss


Zurück zu jenem Auktionshaus von 2021: ConstitutionDAO scheiterte am Preis, SpaceX-Token-IPO an Vertrauen und Qualifikation – On-Chain-Kanäle kamen nicht einmal in den Raum, in dem über die Quoten entschieden wurde.


Die Ursache scheiterte nicht mehr am "zu niedrigen Gebot", sondern an der "fehlenden Zutrittsberechtigung" – das Problem liegt nun auf struktureller, nicht mehr auf operativer Ebene. Reife Blockchain-Infrastruktur öffnet nicht automatisch den Zugang zum Offline-Anbieter. Zwei verschiedene Dinge, die sich nicht simultan entwickeln.


Mit weitem Blick ist dies jedoch nicht ungewöhnlich. Jeder Wandel im Finanz-Backbone – von der Gründung von Clearinghäusern bis zum Siegeszug des elektronischen Handels – brachte ein langes Nebeneinander von altem und neuem System mit sich. Die traditionelle Finanzwelt öffnet ihre Tore nicht nach einem gescheiterten IPO-Experiment, genauso wenig wie Sotheby's wegen ConstitutionDAO die Auktionsregeln ändert. Aber jede Reibung hinterlässt Spuren: Sie wandelt das Nutzerverhalten, die Plattformkapazitäten und ganz langsam die Sicht der Institutionen auf den Krypto-Kanal.


Das Wertvollste an diesem Ereignis ist vielleicht nicht das Endergebnis, sondern etwas unbemerkter: Jeder, der an dieser Zeichnung teilnahm, ist es gewohnt, Stablecoins aus seinem Wallet für Investments zu nutzen, die zuvor nur Institutionen offenstanden. Dieses Mindset ist schwer rückgängig zu machen. Wenn sich eines Tages der Zugang öffnet, sind Nutzer- und Infrastruktur-Seite längst bereit.


Der eigentliche Wert dieser Analyse liegt vielleicht darin: Ein verschwommenes Scheitern wird zu einem klar umrissenen Problem – und nur ein klares Problem birgt das Potenzial für eine Lösung.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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