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Das Narrativ der „American Exceptionalism“ feiert ein Comeback: US-Dollar-Bullen verzeichnen den größten Zuwachs seit sechs Jahren

Das Narrativ der „American Exceptionalism“ feiert ein Comeback: US-Dollar-Bullen verzeichnen den größten Zuwachs seit sechs Jahren

华尔街见闻华尔街见闻2026/06/17 06:56
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Von:华尔街见闻

Weltweit strömt Kapital erneut in US-Dollar-Anlagen zurück, der „US-Exzeptionalismus“-Trade feiert dank mehrerer positiver Faktoren ein starkes Comeback und kehrt die zu Jahresbeginn vorherrschende Markt-Pessimismus völlig um.

Die neuesten Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) der USA zeigen, dassdie Long-Positionen auf US-Dollar-Futures den größten Anstieg seit 2018 verzeichneten und auf das höchste Niveau seit über einem Jahr kletterten. Diese drastische Veränderung der Kapitalflüsse signalisiert, dass Investoren erneut starkes Vertrauen in die überlegene Performance der US-Wirtschaft im Vergleich zu anderen Ländern aufbauen.

Obwohl das Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran das geopolitische Risiko im Persischen Golf entschärft hat, erlebte der US-Dollar nur eine minimale Korrektur. Die Marktfokussierung hat sich rasch von Risikoaversion hin zu den robusten US-Wirtschaftsdaten, den „hawkish“ Erwartungen an den neuen Fed-Vorsitzenden und dem Boom im Technologiesektor verschoben.

Dieser Trend bedeutet, dass die zu Jahresbeginn geteilte Erwartung von Zinssenkungen durch die Fed komplett abgelöst wurde. Angesichts der hohen Renditen auf US-Anlagen ignorieren globale Investoren inzwischen zum Teil politische Unsicherheiten und jagen weiterhin dem risikoadjustierten Ertrag von US-Dollar-Anlagen hinterher.

Long-Positionen explodieren, Zinssenkungserwartungen zerstört

Der sprunghafte Anstieg in den CFTC-Daten spiegelt eine fundamentale Umkehr der Preislogik am Devisenmarkt wider.

Analysten von JPMorgan führen diesen drastischen Anstieg der Long-Positionen auf eine neue Wette der Investoren auf den „US-Exzeptionalismus“ zurück – nämlich, dass der Boom bei künstlicher Intelligenz (AI) der weltweit größten Volkswirtschaft auch in diesem Jahr den Vorsprung sichert und die Fed zu einer restriktiven Geldpolitik zwingt.

Zu Jahresbeginn setzte die Mehrheit der Futures-Händler noch darauf, dass die Fed angesichts abflauender Inflation und einem schwächeren Arbeitsmarkt zu zwei bis drei Zinssenkungen gezwungen sein würde. Doch diese Erwartungen wurden nicht erfüllt. Angesichts massiver Zuflüsse in den US-Dollar hat sich die Marktstimmung komplett von einer defensiven Zinswette in eine offensive starke-Dollar-Strategie gewandelt.

Waffenstillstand überdeckt nicht „hawkish“-Ton, Zinserhöhung vollständig eingepreist

Das Nachlassen geopolitischer Risiken hat die Stärke des US-Dollars nicht gebrochen. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ist der US-Dollar gegenüber einem Währungskorb um mehr als 2 % gestiegen,da der Markt davon ausgeht, dass die US-Wirtschaft Energiepreisschocks besser standhalten kann als Europa oder Asien. Das kürzlich zwischen den USA und dem Iran ausgehandelte Waffenstillstandsabkommen und das Ende der Spannungen an der Straße von Hormus führten nur zu einem leichten Rückgang des Dollars, was die robuste Unterstützung durch Fundamentaldaten hervorhebt.

Beständig besser als erwartete Makrodaten haben den geldpolitischen Kurs der Fed neu definiert. Im Mai schuf die US-Wirtschaft 172.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft – deutlich mehr als an der Wall Street prognostiziert – zudem wurden die Daten der beiden Vormonate um insgesamt 93.000 nach oben revidiert, die Arbeitslosigkeit verharrte auf dem niedrigen Wert von 4,3 %. Zusammen mit steigender Kerninflation zerstreuten diese Daten nicht nur die Erwartungen an Zinssenkungen – Händler preisen inzwischen sogar eine Zinserhöhung der Fed noch in diesem Jahr vollständig ein. Dies übt Druck auf US-Staatsanleihen aus und stützt den Dollar.

Darüber hinaus geht der Markt davon aus, dass die neue Fed-Vorsitzende Walsh bei ihrer ersten Entscheidungssitzung die „lockere“ Ausrichtung aus der Forward Guidance streichen und so den Zinsvorteil des Dollars weiter festigen wird.

AI-Boom und SpaceX-IPO lösen „Sogwirkung“ für ausländisches Kapital aus

Der Boom am US-Kapitalmarkt liefert dem Dollar eine zusätzliche kräftige Stütze. Der erfolgreiche Börsengang von SpaceX und die anhaltende Euphorie rund um AI haben die Performance der US-Aktienmärkte erheblich beflügelt und so einen starken „Sogeffekt“ für Kapital ausgelöst, der umfangreiche Zuflüsse aus dem Ausland anzieht und in eine reale US-Dollar-Nachfrage übergeht.

Steven Englander, Global Head of G10 FX Research bei Standard Chartered Bank, betont, dass abgesehen von geopolitischen Faktoren, die stabile Wirtschaftsentwicklung der USA die zuvor befürchteten Arbeitsmarktprobleme als übertrieben entlarvt habe.

Er unterstreicht, dass selbst wenn ausländische Investoren kritische Ansichten zu bestimmten politischen oder administrativen Entscheidungen der USA haben, sie angesichts der äußerst attraktiven risikoadjustierten Rendite dennoch in großer Zahl investieren. Dies steht in starkem Kontrast zur Situation im vergangenen Jahr, als Trumps wechselhafte Handelspolitik das Vertrauen in den Dollar untergrub, und zeigt die langfristige Anerkennung der Ertragskraft von US-Kernanlagen durch die Kapitalmärkte.

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