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Die geopolitische Zerrissenheit in Kombination mit Wirtschaftsdaten: Gold tritt nun in eine entscheidende Phase der Weichenstellung ein

Die geopolitische Zerrissenheit in Kombination mit Wirtschaftsdaten: Gold tritt nun in eine entscheidende Phase der Weichenstellung ein

新浪财经新浪财经2026/06/01 07:21
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Von:新浪财经

  Quelle: Xinhua Finance

  Xinhua Finance Peking, 1. Juni – Am Montag (1. Juni) während der asiatischen Handelszeit eröffnete der internationale Kassagoldmarkt leicht niedriger und erholte sich dann nach einer schnellen Schwankung, wobei er kurzfristig ein Konsolidierungsmuster auf hohem Niveau zeigte. Im Mai verzeichneten die Goldpreise aufgrund wieder anziehender Inflation und der erwarteten Zinserhöhung der Fed eine Monatskorrektur. Zu Beginn des Juni verstärken die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die Inflationsübertragung durch den Ölpreis sowie die unklare geldpolitische Ausrichtung der Fed, zusammen mit einer Flut wichtiger US-Wirtschaftsdaten, die intensive Auseinandersetzung zwischen Bullen und Bären am Goldmarkt. Der Markt steht nun an einem entscheidenden Wendepunkt.

  Konkret betrachtet bleibt das geopolitische Geschehen im Nahen Osten die zentrale Stütze für den aktuellen Goldpreis. Die Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende erbrachten keine wesentlichen Durchbrüche; grundlegende Differenzen bestehen weiterhin bei den Themen Begrenzung der iranischen Nuklearfähigkeiten, Kontrolle der Passage durch die Straße von Hormus und der Freigabe von 12 Milliarden US-Dollar Vermögen. Gleichzeitig rücken die israelischen Streitkräfte weiter in den Süden des Libanon vor, das Risiko einer Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten nimmt weiter zu, und die Risikoscheu am Markt bleibt hoch, was den Goldpreis nachhaltig von unten stützt. Solange sich die angespannte Lage im Nahen Osten nicht grundlegend entspannt, wird der Risikoaufschlag bei Gold nicht schnell verschwinden.

  Auf makroökonomischer Ebene stellt die Erholung der Ölpreise sowie der Anstieg des Inflationsdrucks den wichtigsten kurzfristigen Gegenwind für den Goldpreisanstieg dar. Am 1. Juni eröffnete das US-Rohöl höher und legte weiter kräftig zu, erneut über 90 US-Dollar pro Barrel. Die starke Erholung der Energiepreise treibt unmittelbar die weltweiten Inflationserwartungen an. Aufgrund des Nahost-Konflikts erreichte die US-Inflationsrate im April den höchsten Stand der letzten drei Jahre. Am Markt wird allgemein erwartet, dass die Fed das hohe Zinsniveau bis Herbst 2027 beibehalten wird, wodurch die Opportunitätskosten für das Halten von renditelosem Gold deutlich steigen. Der US-Dollar-Index fiel zwar kurzfristig in Folge, schwankt aber weiter im Bereich von 98-99. Die US-Wirtschaft zeigt starke Resilienz; sollten weitere Wirtschaftsdaten positiv ausfallen, könnte der Dollar wieder an Kaufkraft gewinnen und damit den Spielraum für eine Goldpreisrally zusätzlich einschränken.

  Im Laufe dieser Woche verlagert sich der Marktfokus vom Nahost-Konflikt hin zu US-Wirtschaftsdaten, wobei der Arbeitsmarktbericht der nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigung (Nonfarm Payrolls) zum entscheidenden Katalysator für die Goldrichtung wird. Am Montag erscheinen zunächst die ISM-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe, die einen ersten Einblick in die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bieten; am Mittwoch folgen die ADP-Arbeitsmarktdaten sowie der ISM-Dienstleistungs-PMI, und der am Freitag veröffentlichte Nonfarm Payrolls Report ist der wichtigste. Er enthält zentrale Indikatoren wie Beschäftigungszahl, Arbeitslosenquote und Lohnwachstum, die direkt die Zinserwartungen gegenüber der Fed beeinflussen. Fallen die Daten stark aus, dürfte dies die Entschlossenheit der Fed, an den hohen Zinssätzen festzuhalten, bekräftigen und der Goldpreis könnte die Unterstützung bei 4350 US-Dollar/Unze testen; fallen die Zahlen deutlich schwächer aus, steigen die Erwartungen einer bevorstehenden geldpolitischen Wende der Fed, was dem Goldpreis neuen Rückenwind geben könnte.

  Zusammenfassend birgt der Goldmarkt im Juni sowohl Chancen als auch Risiken. Kurzfristig wird der Goldpreis von geopolitischer Risikonachfrage und makroökonomischen Straffungserwartungen in entgegengesetzte Richtungen gezerrt, während der mittelfristige Trend weiterhin tendenziell positiv bleibt. Derzeit ist es nicht der richtige Zeitpunkt, sprunghaft zu agieren. In einem Umfeld, in dem geopolitische Unsicherheiten und makroökonomische Kräfte aufeinanderprallen, wird der Goldpreis mit hoher Wahrscheinlichkeit auf hohem Niveau volatil bleiben, tendenziell etwas stärker. Erst wenn ein klarer Impuls bei den Kernfaktoren erkennbar ist, könnte ein Trenddurchbruch folgen.

  (Autor: Wang Shenghao, Senior Analyst bei Zhongzhou Futures, Zulassungsnummer für Investmentberatung: Z0021754)

Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan

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