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Goldman Sachs: Nachlassende KI-Dynamik, europäische und japanische Bankaktien sowie Goldminenaktien und andere Hard Assets werden zur nächsten Handels-Story

Goldman Sachs: Nachlassende KI-Dynamik, europäische und japanische Bankaktien sowie Goldminenaktien und andere Hard Assets werden zur nächsten Handels-Story

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/24 02:41
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Von:华尔街见闻

Das Zeitalter des "Mühelosen Gewinns" durch KI-Handel ist vorbei. Goldman Sachs warnt, dass der Schwung im Halbleiter- und KI-Sektor von Long- auf Short-Positionen umgeschlagen ist und stattdessen Software den Markt dominiert. Im Jahr 2026 wird die Anzahl von Tagesverlusten des Momentum-Faktors von über 5 % höher sein als die gesamte Summe der letzten fünf Jahre. Laut Goldman Sachs sorgt die Kombination aus Zinssätzen und günstiger Bewertung für positive Aussichten für Bankaktien in Europa und Japan. Die Erwartung einer Dollar-Schwäche durch die Ausweitung des Rückkaufs von US-Staatsanleihen durch das US-Finanzministerium wird die nächste Anstiegswelle bei Goldminenaktien fördern. Zudem wird auf schwer unterschätzte politische Risiken in Frankreich hingewiesen.

Das goldene Zeitalter des AI-Tradings neigt sich leise dem Ende zu, und die Signale für den sektoralen Wandel werden immer deutlicher.

Die erfahrene Goldman Sachs-Traderin Natasha Tiwana warnt im neuesten Bericht, dass die Dynamikstrukturen des AI-Themas einen fundamentalen Wandel erfahren haben – in den Momentum-Faktoren sind der Halbleiter- und AI-Kompositsektor gerade von Long auf Short gewechselt, und der Softwaresektor übernimmt nun das größte Gewicht im kurzfristigen Momentum.

Gleichzeitig empfiehlt Goldman Sachs den Investoren, ihren Fokus auf zuvor vom Markt vernachlässigte Bereiche zu richten: Europäische und japanische Bankaktien, Goldminenunternehmen sowie Kupferminenaktien als Hartvermögens-Exposures und auf Hedging-Strategien im Zusammenhang mit französischer politischer Unsicherheit.

Hintergrund dieser strategischen Neuausrichtung ist das starke Deleveraging am Markt im August 2026. Das Goldman Sachs High Beta Momentum Portfolio (GSPRHIMO) fiel innerhalb einer Woche um 12%, das AI Long-Short Hedge Portfolio verlor in fünf Tagen 10%. Goldman Sachs weist darauf hin, dass es im Momentum-Faktor im Jahr 2026 bereits mehr als 5% Tagesverlust häufiger gab als in den vergangenen fünf Jahren zusammengenommen; der Markt ist dazu gezwungen, abseits der AI-Erzählung eine breitere Diversifikation zu suchen.

AI-Trading erreicht die Phase der Feinsteuerung

Goldman Sachs stellt klar, dass AI-Trading nicht beendet ist, doch seine Struktur, Dynamik und Sicherheitsmargen werden in Echtzeit neu definiert.

Im Bericht heißt es, dass sich der Streitpunkt am Markt schnell von „Wer profitiert am meisten von groß angelegten Investitionen?“ hin zu „Wer wird am meisten von der umfassenden AI-Adoption profitieren?“ wandelt, wobei der treibende Faktor die stetig sinkenden Rechenleistungskosten sind. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Goldman Sachs, die AI-Beneficiaries taktisch zu handeln – wobei Gelegenheiten mit signifikanten Divergenzen zwischen Preis und Earnings per Share (EPS) besonders zu beachten sind; insbesondere der Speicherchip-Sektor (GSTMTMEM) und der Bereich Rechenzentren (GSTMTDAT) bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Goldman Sachs: Nachlassende KI-Dynamik, europäische und japanische Bankaktien sowie Goldminenaktien und andere Hard Assets werden zur nächsten Handels-Story image 0

Die Nvidia Quartalszahlen stellen den wichtigsten Trigger der jüngsten Vergangenheit dar, und die bevorstehende Konferenzsaison im September dürfte weiteren Support liefern. Im Bereich AI-Anwendungen hat die diese Woche angekündigte Kooperation von MRNA und MRK breite Aufmerksamkeit für die Gesundheits-AI ausgelöst, die Gewinnprognosen der entsprechenden Begünstigten (GSXGHDDD) wurden deutlich nach oben korrigiert – und damit steigt das Interesse der Investoren an AI-basierter Medikamentenforschung.

Momentum-Faktor: Stiller Strukturwandel, Software löst Halbleiter ab

Die strukturelle Umgestaltung der Momentum-Faktoren ist eines der auffälligsten Signale dieser Marktentwicklung.

Goldman Sachs zeigt in Daten, dass die Überlappung zwischen den Gewinnern auf 12-Monats-Basis und auf 3-Monats-Basis einen Mehrjahrestiefstand erreicht hat, während die Überlappung zwischen den 12-Monats-Gewinnern und den 3-Monats-Verlierern fast auf einem historischen Hoch liegt. Konkret hat sich der Software-Sektor zum größten Gewicht der kurzfristigen Momentum-Longs (GSXUHMO3) entwickelt, während Halbleiter und AI-Kompositsektoren ins Short-Lager (GSXULMO3) gewechselt sind.

Goldman Sachs ist der Ansicht, dass diese Neusortierung der Long-Short-Struktur eine tiefgreifende Neubewertung der Marktführerschaft durch Investoren widerspiegelt und zu anhaltender Faktorvolatilität führt. In diesem Umfeld steigt die Nachfrage nach fein abgestimmten Hedging-Tools, und gegenüber einfachen Indexstrategien greifen Investoren lieber auf Faktor-Hedging-Portfolios zurück.

Eu- und japanische Bankaktien: Zinsdividende trifft Bewertungstief

Im Sinne einer „Breiterstellung“ der Allokation listet Goldman Sachs europäische und japanische Bankaktien als Kernempfehlungen.

Im Bericht wird ausgeführt, dass der Markt in den vergangenen Monaten die Zinserwartungen der Fed zurückgenommen hat, während die Zinstrends in Europa und Japan sich von denen in den USA abkoppeln. Vor diesem Hintergrund profitieren der europäische Bankenindex (SX7E) und das japanische Banken-Portfolio (GSXAJMEB) von der Verbesserung der Nettozinsspanne (NII) in einem Umfeld von „höheren Zinsen für länger“, und die Fundamentals im Bereich der nicht-zinsbezogenen Einnahmen bleiben stark – starke Anstiege bei Gebühren, Verbesserung der Effizienzkennzahlen und hohe Potenziale für Aktionärsrenditen.

Die Daten zeigen, dass japanische Bankaktien in den vergangenen drei Monaten den Tokioter Index (TOPIX) sowie den Halbleitersektor übertroffen haben, bei geringerer Volatilität. Insgesamt handeln europäische Bankaktien rund 15% günstiger als US-Bankaktien, und das größte Value-Potenzial innerhalb Europas sieht Goldman Sachs bei griechischen Bankaktien – deren Bewertung nähert sich der von Banken im Euroraum an, weist aber noch etwa 10% Discounts sowie zusätzliches Aufwärtspotenzial durch mögliche Fusionen und Übernahmen auf. Bemerkenswert: Die aktuelle Positionierung in europäischen Bankaktien befindet sich auf einem Zwei-Jahres-Tief, das Timingfenster für antizyklische Investments öffnet sich gerade.

Goldminen und Kupferminen: Hartvermögen mit Nachholpotenzial

Goldman Sachs steht dem Hard Asset-Segment ebenfalls positiv gegenüber und liefert konkrete Bewertungsargumente.

Das Goldminenportfolio (GSXGOLDM) stieg im Monat bereits um 32%, liegt aber etwa 12% unter dem bisherigen Allzeithoch; mit einem aktuellen Forward-KGV von nur 11, also etwa 20% Discount zum Fünf-Jahres-Durchschnitt. Goldman Sachs sieht den nächsten Aufschwung der Goldminenaktien durch die erwartete Dollarschwäche im Zuge der US-Finanzministerium-Ausweitung des Anleiherückkaufprogramms getrieben. Derivate-Analysten von Goldman Sachs beobachten auch ein wachsendes Interesse am Gold als Absicherungsinstrument zum Jahresende – eine bis Dezember 2026 laufende Doppeloption mit mehr als 5% Gewinn bei Goldminen und einem S&P 500 unter 4% notiert bei etwa 6% (Mid Price 4,25%).

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Beim Kupferminen-Segment: Der Kupferpreis erreichte diese Woche ein Rekordhoch, doch das Kupferminen-Portfolio (GSXGCOPP) blieb seit Februar sowohl gegenüber dem Rohstoff als auch gegenüber den soliden Gewinnsstrukturen im Rückstand – die Hauptbelastung stammt aus der Stimmungsübertragung durch die Eskalation im Nahen Osten und Abverkäufen im AI-Sektor. Goldman Sachs meint, dass die mikrostrukturelle Angebotsknappheit stützt, und sobald die Fed auf einen dovish Kurs umschwenkt, profitiert das Exposure bei Industriemetallen direkt.

Französische politische Risiken: Unterschätztes Tail-Risk

Goldman Sachs weist auch explizit auf das politisches Risiko in Frankreich als potenziellen Marktstörfaktor hin, der bislang übersehen wird.

Der Spread zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen (OAT-Bund Spread) hat sich seit Anfang Juni ausgeweitet und liegt aktuell mit etwa 85 Basispunkten auf einem temporären Hoch, aber das Portfolio französischer Lokalaktien (GSXEFRDO) wurde bisher kaum beeinflusst. Goldman Sachs warnt, dass diese Ruhe wohl nicht von Dauer ist; die Bewertungen französischer Lokalaktien liegen auf dem 90%-Perzentil der letzten fünf Jahre und spiegeln praktisch keinerlei Wahlunsicherheit wider.

Goldman Sachs betont, dass angesichts einer dichten politischen Agenda (unter anderem das Sommermeeting der französischen Arbeitgeberverbände am 27. August und das Sommermeeting von Justizminister Darmanin am 30. August), entsprechende Schlagzeilen-Risiken bereits kommende Woche steigen könnten. Aus historischen Daten geht hervor, dass in Zeiten politischer Unsicherheit die Sensitivität französischer Lokalaktien gegenüber Kredit-Spreads deutlich ansteigt und ihr Bezug zu lokalen Risiken weit stärker ist als beim CAC.

September ist das entscheidende Fenster für die Nachhaltigkeit der Rotation

Goldman Sachs fasst zusammen, dass alle Signale in dieselbe Richtung weisen: Der Markt wird dazu gezwungen, das AI-Narrativ hinter sich zu lassen und breiter zu diversifizieren.

Die stille Rotation der Momentum-Faktoren hin zu Software, die strukturellen Käufe bei EU- und japanischen Banken (insbesondere den verbleibenden Discount griechischer Banken), nach wie vor unterbewertete Goldminen, stagnierende Kupferminen und das massiv unterschätzte politische Risiko Frankreichs – all das zeichnet das Bild eines Marktes im tiefgreifenden Umbruch.

Goldman Sachs unterstreicht, dass das "easy win" beim AI-Trading vorbei ist, und dass das einzige verbleibende Alpha in selektiven taktischen Käufen von Aktien mit starker Divergenz zwischen Preis und EPS liegt. Die Earnings-Saison und der Konferenzkalender im September werden darüber entscheiden, ob diese Anpassung lediglich ein gesundes Positions-Cleaning ist oder der Beginn eines nachhaltigen Wandels im Marktstil.

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