Du kannst den Narrativen oder sogar den Daten nicht trauen, aber der Markt ist ehrlich: Er preist Stagflation ein.
McDonald's hat im ersten Quartal 2026 ein solides Ergebnis vorgelegt. Der Gewinn pro Aktie lag bei 2,83 US-Dollar und damit über den erwarteten 2,74 US-Dollar; der Umsatz belief sich auf 6,52 Milliarden US-Dollar, rund 50 Millionen US-Dollar mehr als der Konsens; der weltweite flächenbereinigte Umsatz stieg um 3,8 %, in den USA um 3,9 %. CEO Kempczinski sagte: "In diesem Quartal hat McDonald's geliefert", wobei sein Tonfall eine gewisse Erleichterung verriet.
Doch dann fiel der Aktienkurs auf ein 52-Wochen-Tief:
Am 29. Mai lag der Schlusskurs bei etwa 280 US-Dollar, fast 18 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 341 US-Dollar am 2. März, seit Jahresbeginn sank die Aktie etwa um 10 %. Ein Unternehmen mit einer Gewinnmarge von 46 %, einem Free Cash Flow von 7,2 Milliarden US-Dollar und rund 45.400 Filialen weltweit – das Geschäft läuft gut, aber die Aktie fällt dennoch.
Wenn Sie denken, es handele sich nur um ein Problem von McDonald's, liegen Sie falsch. Domino's ist seit Jahresbeginn um etwa 11 % gefallen, im Verlauf der letzten 52 Wochen um etwa 23 %. Procter & Gamble hat in den vergangenen 12 Monaten eine Gesamtrendite von -10 %. Colgate-Palmolive -6,8 %. Yum! hat nach dem Q1-Bericht ebenfalls rund 6 % eingebüßt. Diese Unternehmen haben ein gemeinsames Merkmal: hohe Dividenden, hohe Aktienrückkäufe, lange Duration – der Markt nennt sie "Bond-Ersatz". Das gesamte "Bond-Ersatz"-Segment wird derzeit neu bewertet.
Es liegt also nicht an einzelnen Unternehmen, sondern daran, dass diese gesamte Art von Vermögenswerten unter den aktuellen Erwartungen nicht gefragt ist.
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