WTI testet erneut die 100-Dollar-Marke, während die Gewinnserie sich mit dem Krieg im Nahen Osten fortsetzt
West Texas Intermediate (WTI) – der US-Öl-Benchmark – erlebt am Montag in den frühen Handelsstunden einen erneuten Anstieg und setzt damit seine Gewinnserie am vierten Handelstag in Folge fort.
Der unaufhaltsame Anstieg des schwarzen Goldes an diesem Montag ist hauptsächlich auf eine potenzielle Bedrohung der Schifffahrt im Roten Meer durch die vom Iran unterstützte jemenitische Miliz Houthis zurückzuführen.
Die Houthis starteten am Samstag ihre ersten Angriffe auf Israel seit Beginn des Konflikts, was eine geografische Ausweitung des Nahost-Krieges bedeutet, der am 28. Februar begann, nachdem die USA und Israel den Iran angegriffen hatten.
Die drohenden Risiken für den Welthandel durch das Rote Meer in Kombination mit der bestehenden Blockade der Straße von Hormus verstärken die Sorgen über Unterbrechungen der Energieversorgung und treiben die Ölpreiserholung weiter an.
WTI überschreitet erneut die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel und steuert auf einen weiteren Versuch in Richtung des Drei-Jahres-Hochs von 113,28 US-Dollar zu.
Derzeit richten sich alle Blicke auf weitere Angriffe der Houthis auf Israel, eine mögliche US-Bodenoffensive im Iran und auf Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, die frische Impulse für die Ölpreisentwicklung geben könnten.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Signale aus den Quartalsberichten der Chiphersteller: Die Nachfrage ist stärker als vor drei Monaten, der Preisanstieg beginnt sich „auszubreiten“.
JPMorgan ist der Ansicht, dass die weltweiten Halbjahresberichte der Halbleiterbranche ein klares bullisches Signal aussenden: Erstens übertrifft die Nachfrage die Erwartungen, und große Foundries wie TSMC erhöhen umfassend ihre Investitionsausgaben, um die Produktion zu beschleunigen; zweitens wirkt sich der Preiseffekt nun substanziell positiv auf den Ausrüstungs- und Materialbereich aus, sodass Ausrüstungshersteller durch Preiserhöhungen ihre Bruttomarge steigern können; drittens sichern sich große Speicherhersteller durch langfristige Verträge und hohe Vorauszahlungen bereits jetzt eine sehr hohe Gewinnuntergrenze für die kommenden Jahre.

Die japanische Wirtschaft tritt unerwartet auf die Bremse! Das BIP wächst im zweiten Quartal nur um 1,1 %, aber die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe steigt auf den höchsten Stand seit 30 Jahren.
Das Wirtschaftswachstum Japans hat sich in den drei Monaten bis Juni unerwartet verlangsamt, was die geldpolitische Kommunikation der Bank of Japan bei der Abwägung des Zeitpunkts für die nächste Zinserhöhung zusätzlich erschweren könnte.

