BIS ernennt IMF-Digitalgeld-Experten Tommaso Mancini-Griffoli ab 2026 zum Leiter des Innovation Hub
Schnelle Übersicht
- BIS ernennt den Digitalgeld-Experten Tommaso Mancini-Griffoli ab März 2026 zum Leiter des Innovation Hub.
- Sein Mandat wird sich auf CBDCs, tokenisierte Vermögenswerte und die nächste Generation der Finanzinfrastruktur konzentrieren.
- Die Ernennung signalisiert eine Hinwendung zu regulierten Digitalwährungsmodellen anstelle unregulierter Stablecoins.
BIS ernennt Mancini-Griffoli vom IWF zum nächsten Leiter des Innovation Hub
Die Bank for International Settlements (BIS) hat Tommaso Mancini-Griffoli, einen der weltweit einflussreichsten Vordenker im Bereich Digitalwährungen, zum nächsten Leiter des BIS Innovation Hub ernannt. Seine Amtszeit beginnt im März 2026.
Tommaso Mancini-Griffoli wurde für eine fünfjährige Amtszeit ab dem 1. März 2026 zum Leiter des #BISInnovationHub ernannt. Weitere Details hier: pic.twitter.com/LEkn4obq1y
— Bank for International Settlements (@BIS_org) 25. November 2025
Die am Dienstag bekannt gegebene Ernennung positioniert ihn als Leiter der wichtigsten Technologie- und Digitalgeld-Experimente der Zentralbanken. Sein Aufgabenbereich wird voraussichtlich laufende Initiativen zu Central Bank Digital Currencies (CBDCs), tokenisierten Finanzinstrumenten und modernisierter Marktinfrastruktur umfassen.
Mancini-Griffoli ist derzeit stellvertretender Direktor der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte beim IWF, wo er die Arbeit zu Zahlungsverkehr, Digitalwährungen und Finanzstabilität leitet. Er hat sich seit Langem für öffentlich gestützte Digitalgeld-Modelle eingesetzt und wiederholt gewarnt, dass unregulierte Stablecoins systemische Risiken darstellen.
Langjähriger Befürworter öffentlich gestützter Digitalwährungen
In verschiedenen globalen Politikforen hat Mancini-Griffoli Modelle gefördert, die Innovationen des Privatsektors mit der Aufsicht des öffentlichen Sektors verbinden.
Er ist weithin bekannt für die Förderung synthetischer CBDCs – ein Modell, bei dem private Unternehmen Digitalgeld ausgeben, das vollständig durch Zentralbankreserven gedeckt ist. Seiner Ansicht nach bietet dieses Hybridmodell Innovation, ohne Sicherheit oder endgültige Abwicklung zu opfern.
In jüngsten Kommentaren argumentierte er, dass Stablecoins, die durch risikoreiche Vermögenswerte gedeckt sind oder ohne strenge Aufsicht betrieben werden, Nutzer Liquiditätsengpässen, Wertinstabilität und potenziellen Runs aussetzen – Risiken, die Zentralbanken nicht ignorieren dürfen.
Innovation Hub bereit für wirkungsstarke Digitalwährungsprojekte
Sein Amtsantritt fällt in eine Phase, in der die BIS einige ihrer ambitioniertesten Digital-Asset-Experimente vorantreibt. Zu den wichtigsten laufenden Projekten gehören das grenzüberschreitende CBDC-Abwicklungsnetzwerk mBridge, die tokenisierte Einlageninfrastruktur Agora sowie Echtzeit-Zahlungen und interoperable CBDC-Schienen namens Project Nexus.
Diese Initiativen spiegeln das Bestreben der BIS wider, das traditionelle Finanzwesen mit Blockchain-inspirierten Konzepten neu zu gestalten. Unter der Leitung von Mancini-Griffoli wird erwartet, dass der Innovation Hub seine Arbeit an tokenisierten Einlagen, globaler CBDC-Interoperabilität und grenzüberschreitenden digitalen Abwicklungssystemen beschleunigt.
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