Aster-CEO erläutert ausführlich die Vision der Aster Privacy L1-Chain und gestaltet das dezentrale Handelserlebnis neu.
Aster plant die Einführung einer auf Privatsphäre fokussierten Layer-1 (L1) Public-Blockchain sowie eine detaillierte Erklärung zur Token-Utility, globalen Marktexpansion und Liquiditätsstrategie.
Originalquelle: Aster
Die dezentrale Derivate-Handelsplattform Aster veranstaltete am 10. November um 13:00 Uhr UTC eine Community-AMA mit dem Thema „Aster's Roadmap Unfolds: Milestones, Missions, And The Future“ gleichzeitig auf Discord und X (ehemals Twitter).
Die Veranstaltung wurde von Ember, Head of Partnerships bei Aster, moderiert. Leonard, CEO von Aster, war als Hauptgast anwesend. In dem einstündigen, tiefgehenden Gespräch blickte Leonard nicht nur auf die jüngsten Meilenstein-Erfolge der Plattform zurück, sondern legte der globalen Community auch ausführlich die bevorstehenden Pläne für eine auf Privatsphäre fokussierte Layer 1 (L1) Blockchain von Aster dar. Zudem fand ein offener und tiefgehender Austausch zu Kernthemen wie Token-Utility, globale Marktexpansion und Liquiditätsstrategie statt.
Von funktionaler Innovation zum Marktdurchbruch
Leonard blickte zunächst auf die technischen Iterationen und die Marktperformance von Aster in den vergangenen Monaten zurück. Als erfahrener Branchenexperte mit Hintergrund im traditionellen Finanzwesen, der sich zuvor dem Aufbau von Risiko-Engines für den Aktienhandel widmete, betonte Leonard die hohe Umsetzungskompetenz des Aster-Teams bei der Implementierung neuer Technologien.
Er erklärte, dass Aster kürzlich mehrere Kernfunktionen erfolgreich eingeführt hat, darunter Hidden Orders, ein neues Buyback-System, Spot Trading sowie Perpetual Contracts auf Aktien und Indizes (Stock & Index Perps).
Gleichzeitig hat die Plattform nicht nur das „Rocket Launch“-Pad-Programm gestartet, sondern auch die vierte Phase der Airdrop-Kampagne eingeleitet. Leonard sagte: „Jeder Schritt, den Aster macht, wird in hohem Maße von den Stimmen der Community geprägt. Wir möchten durch diese konkreten Produktlieferungen unseren Unterstützern echten Mehrwert zurückgeben.“
Aufbau einer datenschutzorientierten Hochleistungs-L1-Blockchain
Das Highlight dieser AMA war zweifellos Leonards ausführliche Darstellung der Vision für die Aster Layer 1 Blockchain. Auf die Frage der Community, warum man nicht weiterhin einfach ein DEX betreibe, sondern eine eigene L1 entwickle, antwortete Leonard: „Unsere Mission ist es, das Erlebnis zentralisierter Börsen (CEX) vollständig on-chain neu zu erschaffen.“
Leonard stellte klar, dass die aktuellen universellen Blockchains nicht für ein ultimatives Trading-Erlebnis geschaffen wurden. Aster benötige eine Blockchain, die die Orderbuch-Logik direkt auf Protokollebene integriert. Gleichzeitig warf er eine Branchenfrage auf: Ist ein vollständig transparentes On-Chain-Orderbuch (wie bei Hyperliquid) wirklich die ultimative Lösung?
Leonard verwies auf aktuelle Branchendiskussionen, wonach zu viel Transparenz bei Perp DEX dazu führt, dass Handelsstrategien unwirksam werden und Trader angreifbar sind. Er enthüllte, dass Aster nur zehn Tage nach Beginn dieser Diskussionen bereits das Hidden-Order-System eingeführt habe. Er betonte: „Privatsphäre ist ein Grundrecht. Für viele professionelle Trader und Institutionen ist es entscheidend, ihre Handelsstrategien zu schützen und nicht durch ein öffentliches Orderbuch preiszugeben.“
Das Designkonzept von Aster L1 ähnelt dem von Zcash und zielt darauf ab, die Vorteile einer leistungsstarken CLOB-Blockchain (Central Limit Order Book) mit Datenschutzoptionen zu kombinieren, um die Bedürfnisse institutioneller Trader zu erfüllen. Die interne Testphase der Aster-Blockchain soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, der Mainnet-Launch ist für das erste Quartal 2026 geplant.
Bezüglich Performance und Wirtschaftsmodell der L1 verriet Leonard, dass Aster L1 eine TPS bieten wird, die mit zentralisierten Datenbanken vergleichbar ist. Der eigentliche „Killer-Feature“ sei jedoch der Mehrwert durch die Datenschutzoptionen. Im Wirtschaftsmodell wird die L1 nahezu gebührenfreies Gas bieten und Validatoren sowie Staker durch Ökosystem-Allokationen und Protokollgebühren incentivieren, um einen sich selbst erhaltenden Wirtschaftskreislauf zu schaffen.
Token-Utility
Zum Thema $ASTER Token-Utility, das die Community besonders interessiert, gab Leonard in der AMA einen klaren Zeitplan und Anwendungsfälle bekannt. Er versprach, dass sich das Team in den kommenden zwei Quartalen auf die konkrete Umsetzung der Token-Utility konzentrieren werde.
Derzeit sind Gebührenrabatte, Airdrop-Rechte und VIP-Level bereits verfügbar. Mit dem Launch der L1 werden Staking und Governance zu den zentralen Anwendungsfällen des Tokens. Leonard erläuterte, dass die Staking-Funktion voraussichtlich zeitgleich mit der L1 eingeführt wird. Validatoren werden die Netzwerksicherheit gewährleisten und Belohnungen verdienen, während Token-Inhaber durch Delegation am Staking teilnehmen, Belohnungen teilen und an der Community-Governance mitwirken können.
Darüber hinaus arbeitet Aster daran, bereits vor dem L1-Launch Mehrwert zu bieten, indem Partnerschaften mit Lending-Protokollen wie Lista und Venus geprüft werden, um durch das „Trade & Earn“-Modell zusätzliche Erträge für ASTER-Token-Inhaber zu schaffen. Leonard betonte: „Diese Utilities sind unabhängig vom Chain-Launch und sollen langfristigen Inhabern kontinuierliche Wertschöpfung ermöglichen.“
Konkurrenz zu CEX
Beim Thema Liquidität und institutionelle Kapitalzuflüsse zeigte Leonard seine makroökonomische Perspektive als ehemaliger TradFi-Experte. Er ist der Ansicht, dass Asters Konkurrenten nicht andere Perp DEX sind, sondern weiterhin die dominierenden zentralisierten Börsen.
„Institutionen übernehmen neue Technologien nur langsam und stellen Sicherheit und Risikomanagement an erste Stelle. Nach dem FTX-Vorfall ist jedoch jedem klar geworden, dass Self-Custody das Gegenparteirisiko grundlegend senken kann“, analysierte Leonard. Aster ermöglicht durch das äußerst kapitaleffiziente „Trade & Earn“-Design (z.B. Unterstützung von USDF als Collateral), dass Institutionen bei großvolumigen Transaktionen attraktive Zusatzerträge erzielen können.
Zur Liquiditätsentwicklung erklärte Leonard, dass Aster durch das Market Maker Program die Tiefe der wichtigsten Assets wie BTC, ETH und SOL deutlich verbessert hat. Der nächste Schritt ist, die Anreize auf Long-Tail-Assets zu verlagern, um das Trading-Erlebnis für kleinere Coins zu verbessern und weitere Liquiditätsanbieter zu gewinnen.
Ökosystem-Expansion
Zur globalen Expansion verriet Leonard, dass Aster in Asien bereits eine solide Basis aufgebaut hat und die erfolgreiche Zusammenarbeit im koreanischen Markt als replizierbares Modell dient. Das Team expandiert nun aktiv nach Westeuropa und Nordamerika, veranstaltet gemeinsam mit Partnern wie BNB Chain Offline-Events in New York und rekrutiert lokale Talente, die mit den regionalen Gepflogenheiten vertraut sind, um maßgeschneiderte Trading-Produkte zu entwickeln.
Auf Asset-Ebene hat Aster das „Rocket Launch“-Pad eingeführt, das speziell für Projekte in der Pre-TGE-Phase Liquiditätsunterstützung bietet. Für Post-TGE-Projekte werden maßgeschneiderte Trading-Aktivitäten zur Steuerung der Liquidität eingesetzt. Leonard betonte: „Wir sind nicht nur eine Handelsplattform, sondern auch Entdecker und Förderer hochwertiger Early-Stage-Assets.“
Q&A-Runde
Im abschließenden Q&A-Teil der AMA beantwortete Leonard konkrete technische Fragen aus der Community im Schnellformat:
Zur Multi-Asset-Margin-Mode: Leonard stellte klar, dass der Fokus weiterhin auf USDT-basierten und Multi-Asset-Cross-Margin-Modellen liegt. Inverse Contracts (Coin/Inverse Margin) stehen zwar auf der Roadmap, werden aber erst nach Optimierung des aktuellen Systems eingeführt.
Zum genauen Zeitplan für L1: Das Team hat sich ambitionierte Ziele gesetzt und plant, das Testnet bis Ende 2025 oder Anfang 2026 bereitzustellen. Das Mainnet soll im ersten Quartal 2026 starten.
Zum Buyback- und Burn-Mechanismus: Aster führt derzeit Buybacks am offenen Markt durch, um Transparenz zu gewährleisten. Zukünftig wird dieser Mechanismus auf Aster L1 migriert, sodass jede Transaktion – Größe, Preis und Account – on-chain nachvollziehbar ist. So werden Front-Running-Risiken ausgeschlossen und der Mechanismus entwickelt sich schrittweise zu einem programmatischen, stabilen System.
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