Was ist von Ethereum im Oktober 2025 zu erwarten?
Ethereum startet unter Druck in den Oktober, da das wachsende Angebot, ETF-Abflüsse und eine schwache Nachfrage drohen, den ETH-Preis unter 4.000 US-Dollar zu drücken.
Die führende Altcoin Ethereum bewegte sich Anfang September seitwärts, während der Markt versuchte, sich von der starken Korrektur im August zu erholen. Am 12. September gewannen jedoch die Bären die Oberhand und zwangen ETH seither in einen Abwärtstrend. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird ETH bei $4.113 gehandelt, was einem Rückgang von fast 15 % seitdem entspricht.
Mit einer sich verschlechternden allgemeinen Stimmung, sinkender Nutzernachfrage im Ethereum-Netzwerk und einem Rückzug institutioneller Investoren sieht sich die Coin im Oktober mit zunehmendem Gegenwind konfrontiert.
ETH-Angebot steigt, während die Nachfrage nachlässt
On-Chain-Daten zeigen, dass das zirkulierende Angebot von Ethereum im vergangenen Monat stark angestiegen ist. Laut Daten von Ultrasoundmoney wurden 76.488,71 ETH dem öffentlich verfügbaren Angebot hinzugefügt.
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ETH Circulating Supply Change. Source: Ultrasoundmoney Das zirkulierende Angebot von Ethereum steigt, wenn die Nutzeraktivität zurückgeht, da dies die Burn-Rate auf der Layer-1-Blockchain verringert.
Im Allgemeinen steigt die Burn-Rate (ein Maß für ETH-Token, die dauerhaft aus dem Umlauf entfernt werden), wenn mehr Nutzer mit Ethereum interagieren und Transaktionen durchführen, was zur deflationären Angebotsdynamik von Ether beiträgt.
Mit einem Rückgang der Nutzeraktivität im Netzwerk sinkt jedoch auch die Burn-Rate, wodurch viele Coins im Umlauf bleiben und das zirkulierende Angebot erhöht wird.
Da ETH mit einer zunehmenden bärischen Tendenz konfrontiert ist und keine entsprechende Nachfrage besteht, um das wachsende Angebot aufzunehmen, verstärkt sich der Abwärtsdruck auf ETH.
Spot-ETH-ETFs verzeichnen starke Abflüsse
Der rückläufige Appetit institutioneller Investoren auf ETH deutet ebenfalls auf einen bärischen Ausblick für den Oktober hin. Laut Sosovalue haben die Abflüsse aus ETH-fokussierten Fonds in diesem Monat $389 Millionen erreicht, was dem größten monatlichen Kapitalabfluss seit März entspricht.
Total Ethereum Spot ETF Net Inflow. Source: SosoValue Dies ist relevant, da der ETH-Preis stark mit den ETF-Zuflüssen korreliert. Wenn diese Zuflüsse sinken, signalisiert dies ein nachlassendes Vertrauen unter institutionellen Akteuren. Sollte dieser Trend ungebremst anhalten, könnte dies die Kursentwicklung der Coin in den kommenden Wochen beeinflussen.
Ein Mangel an institutionellem Interesse könnte sich auch negativ auf die Teilnahme von Privatanlegern auswirken. Ohne das Vertrauen und die Liquidität, die größere Akteure mitbringen, könnten Privatanleger sich weigern, Positionen einzugehen oder Kapital zu investieren, was die Performance von ETH in den kommenden Wochen weiter verschlechtern würde.
Schwache Spot-Nachfrage gefährdet die $4.000-Unterstützung
Die Auswertungen des ETH/USD-Tagescharts bestätigen, dass auch die Teilnahme am Spotmarkt nachlässt. Der On-Balance-Volume-(OBV)-Indikator ist seit dem 12. September rückläufig, was auf eine sinkende Käufernachfrage hindeutet.
Der OBV verfolgt das kumulierte Handelsvolumen, indem er das Volumen an Aufwärtstagen addiert und an Abwärtstagen subtrahiert. Steigt der OBV, treiben Käufer die Preise mit starker Volumenunterstützung nach oben.
Umgekehrt deutet ein rückläufiger OBV wie bei ETH darauf hin, dass der Verkaufsdruck die Kaufaktivität überwiegt. Dies verstärkt die Abwärtsrisiken für den ETH-Preis im kommenden Monat.
Wenn der Kaufdruck weiterhin nachlässt, könnte die Altcoin wieder unter $4.000 fallen und in Richtung $3.875 abrutschen.
EtH Price Analysis. Source: TradingView Andererseits könnte der ETH-Preis bei verbesserter Stimmung und steigender Nachfrage an Stärke gewinnen, den Widerstand bei $4.211 durchbrechen und auf $4.497 steigen.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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