Swift wählt Berichten zufolge Linea für mehrmonatigen Übergang des Interbanken-Nachrichtensystems aus
Swift hat sich laut einem Bericht von The Big Whale vom 26. September dafür entschieden, das von Consensys entwickelte Linea zu nutzen, um den Übergang von der traditionellen Interbankennachrichtenübermittlung zu blockchain-basierten Kommunikationssystemen zu erproben.
Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle sagte, dass das globale Bankenkonsortium nach monatelangen Verhandlungen das Ethereum Layer-2-Netzwerk ausgewählt habe, um zu testen, wie On-Chain-Nachrichtenübermittlung zwischen Banken die derzeitige zentrale Infrastruktur ersetzen kann.
Mehr als ein Dutzend Banken werden an dem Pilotprojekt teilnehmen, darunter BNP Paribas und BNY Mellon. Im Rahmen des Piloten werden sowohl der Übergang der Nachrichtenübermittlung als auch die Integration von Stablecoins untersucht.
Eine Quelle einer der teilnehmenden Banken sagte dem Bericht:
„Das Projekt wird mehrere Monate benötigen, um umgesetzt zu werden, aber es verspricht eine bedeutende technologische Transformation für die internationale Interbanken-Zahlungsbranche.“
Der Preis des nativen Tokens von Linea stieg innerhalb einer Stunde nach der Ankündigung um 10,6 % von 0,02544 $ auf 0,02814 $. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde LINEA bei 0,02806 $ gehandelt.
Die Auswahl markiert Swifts Einstieg in die Blockchain-Technologie, nachdem das Unternehmen im September 2024 eine Digital-Asset-Initiative angekündigt hatte.
In der Ankündigung wurden Pläne genannt, Multi-Ledger-Delivery-versus-Payment- und Payment-versus-Payment-Transaktionen zu testen, wobei der Fokus auf dem Markt für tokenisierte Vermögenswerte liegt, der bis 2034 voraussichtlich 30 Billionen US-Dollar erreichen wird.
Begründung für die Netzwerkauswahl
Die Quelle sagte, Swift habe sich speziell wegen der Vertraulichkeitsfunktionen bei Transaktionen, die auf fortschrittlichen kryptografischen Nachweisen basieren, für Linea entschieden.
Das Bankenkonsortium benötigte Blockchain-Lösungen, die sowohl den Datenschutz als auch die Einhaltung von Vorschriften gewährleisten und gleichzeitig höhere Geschwindigkeit, Transparenz und Programmierbarkeit als traditionelle Zahlungsabwicklungsverfahren bieten.
Linea, entwickelt von Consensys, konzentriert sich auf datenschutzfreundliche Transaktionen durch Zero-Knowledge-Proofs und adressiert damit das Bedürfnis der Banken, die Vorteile der Blockchain mit bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen zu vereinbaren.
Die Anbindung des Netzwerks an Ethereum bietet eine etablierte Infrastruktur, während Layer-2-Technologie die Transaktionskosten senkt.
Swift verbindet weltweit über 11.000 Finanzinstitute durch sein Nachrichtensystem und verarbeitet jährlich Milliarden von Zahlungsanweisungen.
Mehrere Experimente
Die aktuelle Architektur basiert auf mehreren Relais und zentralisierter Infrastruktur, was operative Abhängigkeiten schafft, die durch Blockchain-Technologie optimiert werden könnten.
Swift hat seit der Ankündigung seiner Digital-Asset-Strategie mehrere Blockchain-Experimente durchgeführt.
Die Organisation startete im Oktober 2024 Live-Tests für digitale Vermögenswerte in Nordamerika, Europa und Asien und schloss im November desselben Jahres ein Pilotprojekt zur Abwicklung tokenisierter Fonds mit UBS Asset Management und Chainlink ab.
Das Linea-Pilotprojekt baut auf Swifts umfassenderen Bemühungen zur Integration von Blockchain auf, zu denen auch die Teilnahme am Project Agora der Bank for International Settlements und die Zusammenarbeit mit Initiativen zu digitalen Zentralbankwährungen gehören.
Der Beitrag „Swift reportedly picks Linea for multi-month interbank messaging system transition“ erschien zuerst auf CryptoSlate.
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