Die SEC könnte Staking in Solana- und Ethereum-ETFs genehmigen
- Franklin und andere Emittenten haben aktualisierte Solana ETF-Formulare eingereicht, die Staking für Investoren beinhalten.
- Analysten schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung des Solana ETF bis Mitte Oktober 2025 auf 90%.
- Im Falle einer Genehmigung könnten SOL ETFs den Weg für Ethereum und andere Proof-of-Stake-Produkte ebnen.
Nate Geraci, Präsident von ETF Store, twitterte über eine Welle überarbeiteter Anmeldungen für Spot Solana ETFs, die aufgetaucht sind. Zu den Einreichern gehören Franklin, Fidelity, CoinShares, Bitwise, Grayscale, VanEck und Canary, die aktualisierte S-1-Formulare eingereicht haben. Einige dieser Einreichungen sind als „Amendment No. 4“ gekennzeichnet und beinhalten Staking-Funktionen, die es Investoren ermöglichen könnten, direkt über regulierte Fonds Belohnungen zu verdienen. Geraci postete auf X, dass Genehmigungen innerhalb von zwei Wochen eintreffen könnten, was die Erwartungen erhöht, dass Staking bald als Teil von US-börsengehandelten Fonds validiert werden könnte.
Überarbeitete Einreichungen und regulatorische Angleichung
Die überarbeiteten S-1-Formulare der Vermögensverwalter spiegeln geeignete Anpassungen wider, die den regulatorischen Anforderungen der Securities and Exchange Commission entsprechen. Diese Änderungen wurden bereits ab dem 29. August 2025 verfügbar gemacht, was auf eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Emittenten und Regulierungsbehörden hindeutet. Analysten prognostizieren mit einer Wahrscheinlichkeit von 90%, dass die Mehrheit der Anträge Mitte Oktober 2025 genehmigt wird.
Die aktualisierten Einreichungen erfolgen zudem im Rahmen der kürzlich von der SEC eingeführten „generischen Listing-Standards“. Diese Regeln verkürzen die Genehmigungsfrist für rohstoffbasierte ETFs, einschließlich solcher, die an Kryptowährungen gebunden sind, in unkomplizierten Fällen von 240 Tagen auf 75 Tage. Dieser regulatorische Wandel hat den Markteintritt für Solana ETFs beschleunigt und Hürden abgebaut, die ähnliche Einreichungen zuvor verzögerten. Solche Offenlegungen sind Teil des notwendigen Prozesses der SEC vor einer Genehmigung.
Staking als zentrales Merkmal
Das bemerkenswerteste Merkmal dieser Einreichungen ist das Staking, eine Methode, bei der Investoren Belohnungen für die Sicherung der Solana-Blockchain erhalten. Diese Belohnungen ähneln dem Ethereum-Staking-Modell, bei dem Teilnehmer durch die Teilnahme an Proof-of-Stake-Aktivitäten zusätzliches Einkommen erzielen.
Durch die Integration von Staking in die ETF-Strukturen beabsichtigen die Manager, die Attraktivität ihrer Solana-Angebote sowohl für Privatanleger als auch für institutionelle Investoren zu erhöhen. Geraci bezeichnete dies als ein „positives Zeichen“ für zukünftige Ethereum ETFs mit aktiviertem Staking und deutete darauf hin, dass die SEC gegenüber ertragsgenerierenden Elementen innerhalb des ETF-Designs aufgeschlossener sein könnte.
Der über REX-Osprey ETFs hinaus entwickelte Mechanismus soll am 25. September 2025 eingeführt werden. Diese ETFs verteilen monatliche Staking-Belohnungen. Das Ethereum Proof-of-Stake-Netzwerk hat bereits gezeigt, dass diese Belohnungen in einem regulierten Umfeld stabile Erträge liefern.
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Marktdynamik und weitreichende Implikationen
Das breitere Klima am Kryptomarkt verleiht den Einreichungen zusätzliches Gewicht. Da Solana im Jahr 2024 um 30% gestiegen ist, hat die Aussicht auf die Einführung von SOL-basierten ETFs das Interesse der Investoren weiter gesteigert. Der Anstieg der Einreichungen fällt zudem mit mehreren anderen regulatorischen Meilensteinen rund um Spot ETFs für XRP/DOGE und der Kehrtwende von Vanguard bei Krypto-ETFs zusammen.
Der Ansatz der SEC, die sich bis vor Kurzem noch gegen Staking ausgesprochen hatte, deutet auf einen Wandel der regulatorischen Haltung hin. Die Einwände der Kommission gegen Staking bezogen sich im Wesentlichen auf Aspekte wie die Zentralisierung von Validatoren, Verwahrung und Klassifizierung von Belohnungen; nun jedoch scheint die SEC etwas offener zu sein. Die Tatsache, dass der Staking-Vorschlag in die ETF-Vorschläge integriert wurde, unterstützt diese Entwicklung und zeigt ein wachsendes institutionelles Interesse.
Wenn Solana ETFs tatsächlich genehmigt werden, bedeutet dies faktisch die Anerkennung von Staking als legitimes Investmentmerkmal und setzt damit einen Präzedenzfall für die Ausweitung von Staking-fähigen ETFs auf andere Proof-of-Stake-Netzwerke. Damit eröffnet sich die Möglichkeit von Staking-fähigen ETFs für Ethereum und möglicherweise für Cardano, Polkadot oder andere Blockchain-Plattformen.
Die hohe Anzahl an Einreichungen, kombiniert mit beschleunigten Genehmigungen, deutet darauf hin, dass Krypto-ETFs in eine neue Phase eintreten. Die aktuelle Welle zeigt eine Entwicklung über die reine Preisexponierung hinaus hin zu ertragsorientierten, regulierten Instrumenten. Eine Genehmigung würde Staking als legitimen Mechanismus innerhalb von US-ETFs bestätigen und die Art und Weise verändern, wie Investoren mit Proof-of-Stake-Assets interagieren.
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