Guangda Futures 0910 Gold Commentary: Goldpreis erholt sich nach dem Rückgang durch das Kräftemessen zwischen Ölpreisanstieg und schwächerem US-Dollar
Am 9. September erlebte COMEX-Gold eine leichte Erholung und schloss bei 4.447,2 US-Dollar pro Unze, ein Anstieg von 0,18 %. Der inländische SHFE-Goldnachtmarkt stürzte zunächst ab und erholte sich dann langsam, Schlusskurs bei 956,04 Yuan pro Gramm, ein Plus von 0,62 %.
Der wichtigste Impuls für das Ende des Preisrückgangs kam von der Schwäche des US-Dollars und dem gleichzeitigen Rückfluss von ETF-Mitteln. Am Mittwoch setzte sich die Schwäche des US-Dollar-Index fort, der auf ein Minimum von 98,62 fiel und bei 98,71 schloss, ein Rückgang von 0,15 %. Gleichzeitig veröffentlichte der World Gold Council am 9. einen Bericht, wonach der globale Gold-ETF-Zufluss im August 18 Milliarden US-Dollar erreichte, der zweithöchste monatliche Zufluss aller Zeiten. Die in Nordamerika und Europa notierten Fonds dominieren. Die Dollar-Schwäche und zusätzliche ETF-Käufe lieferten nach drei aufeinanderfolgenden Verlusttagen die nötige Dynamik für eine Erholung des Goldpreises. Allerdings gibt es weiterhin deutlichen Druck durch den Ölpreisanstieg auf über 100 US-Dollar. Am Tag durchbrach Brent-Rohöl zeitweise die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, mit einem Tageshoch von 100,18 US-Dollar. Am 8. zerstörte das US-Militär fünf iranische Öltanker, woraufhin der Iran Ziele des US-Militärs in Jordanien als Vergeltung angriff. Dies war seit Beginn des Krieges vor sechs Monaten die größte Angriffswelle auf Schiffe von beiden Seiten, und die weiter eskalierende Lage im Nahen Osten treibt die Ölpreise in die Höhe. Der Ölpreisanstieg verstärkt unmittelbar die Inflationserwartungen und ist der direkteste Faktor für den Druck auf den Goldpreis. Nach über den Erwartungen liegenden US-Arbeitsmarktdaten für August schätzt der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed im September bereits auf etwa 60 %, und die erwarteten höheren Zinsen verteuern das Halten von Gold spürbar.
Für den weiteren Verlauf könnten die PPI-Daten am Donnerstag und die CPI-Daten am Freitag die zentrale Variable für die kurzfristige Richtung des Goldpreises werden. Sollten die Inflationsdaten erneut die Erwartungen übertreffen, könnte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung weiter steigen und der Goldpreis könnte erneut nachgeben; sollte der Inflationsdruck nachlassen und sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung verringern, könnte der Goldpreis neuen Halt finden.
Quellen: Wind, Guangda Futures Research Institute
Autor: Shi Yueming
Berufszulassung: F03097365
Handelsberatungszulassung: Z0017563
Redakteur: Zhu Henan

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