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Was bedeutet der „Nischenmarkt” für Gold? Goldman Sachs: Jeder Anstieg der Kaufmenge um 0,01% lässt den Goldpreis um 1,4% steigen.

Was bedeutet der „Nischenmarkt” für Gold? Goldman Sachs: Jeder Anstieg der Kaufmenge um 0,01% lässt den Goldpreis um 1,4% steigen.

新浪财经新浪财经2026/08/28 01:35
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  Quelle: Wallstreetcn

  Obwohl Gold in US-Investitionsportfolios weiterhin gering gewichtet ist, reagiert es äußerst sensibel auf zusätzliche Mittelzuflüsse. Laut Berechnungen von Goldman Sachs könnte der Goldpreis um etwa 1,4 % steigen, wenn die Goldgewichtung um 0,01 Prozentpunkte erhöht wird. Mit der zunehmenden Beliebtheit von „Währungsabwertungstrades“ und den anhaltenden US-Schuldenrisiken könnten die geringe Gewichtung und die begrenzte Liquidität von Gold die Preisreaktion auf Kapitalzuflüsse weiter verstärken.

  Obwohl der Goldmarkt sehr groß ist, bleibt Gold im Portfolio westlicher Investoren eine „Nischenanlage“ – genau diese Eigenschaft macht den Goldpreis extrem empfindlich gegenüber Mittelzuflüssen.

  Goldman Sachs-Analysen zeigen,

Im Dezember letzten Jahres machten Gold-ETFs nur 0,17 % der privaten US-Finanzinvestitionen aus – weniger als der Höchststand im Jahr 2012.
Goldman Sachs schätzt,
Jedes Mal, wenn der Goldanteil an US-Portfolios um 0,01 Prozentpunkte steigt, verteuert sich Gold um etwa 1,4 %
. Das bedeutet, dass selbst sehr moderate Zuflüsse den Goldpreis spürbar nach oben treiben können.

  Derzeit liegt Gold unter den größten monatlichen Kursanstiegen seiner Geschichte.

Die Berechnungen von JPMorgan im Mai 2025 bestätigen ebenfalls die hohe Marktsensitivität – falls ausländische Investoren 0,5 % ihrer US-Vermögenswerte in Gold umschichten würden, was etwa 70 Milliarden Dollar jährlich entspricht, könnte der Goldpreis unter damaligen Marktbedingungen um rund 18 % pro Jahr steigen.

  Trotz seiner Größe ist die tatsächliche Liquidität begrenzt

  Gold zählt insgesamt zu den größten Anlageklassen der Welt.

  Schätzungen zufolge

beträgt der aktuelle Wert des oberirdischen Goldbestandes über 30 Billionen US-Dollar, und das Handelsvolumen am Londoner Spotmarkt überstieg Anfang dieses Jahres zeitweise 1 Billion US-Dollar pro Woche.
Das tägliche Handelsvolumen bei Gold liegt weltweit regelmäßig über 300 Milliarden US-Dollar.

  Diese enormen Handelsvolumina sind jedoch größtenteils bloße Illusion.

  Laut Bloomberg besteht der Großteil dieses Volumens aus hochfrequentem Handel zwischen Banken, Market Makern, algorithmischen Fonds und Devisenhändlern – und nicht aus neuen Anlagegeldern, die tatsächlich auf physisches Gold abzielen.

  Diese strukturelle Besonderheit bedeutet, dass der Goldmarkt große Mittelumschichtungen von Anleiheinvestoren kaum aufnehmen kann, ohne starke Preiserhöhungen auszulösen. Für Investoren, die aus Sorge um die US-Staatsverschuldung nach sicheren Anlagen suchen, bildet die „Kapazitätsgrenze“ des Goldmarkts somit einen fundamentalen Treiber des Preisanstiegs.

  "Währungsabwertungstrades" gewinnen weiter an Dynamik

  

Im Fokus der aktuellen Goldpreis-Rally steht vor allem die anhaltende Aufmerksamkeit des Marktes für die langfristigen US-Finanzierungskosten.
Der sogenannte „Währungsabwertungstrade“ bedeutet, dass Investoren darauf wetten, dass die Notenbanken durch Zinssenkungen und Kaufkraftverlust des US-Dollars die Schuldenlast verringern, indem sie Gold als Absicherung kaufen.

  Laut Bloomberg würde sich dieser Anlagetrend weiter verstärken, sollte die Eindämmung der langfristigen US-Finanzierungskosten fortgesetzt werden.

  Am Freitag dieser Woche hält US-Notenbankpräsident Walsh eine Rede in Jackson Hole, Wyoming. Der Markt wird seine Aussagen genau verfolgen. Sollte Walsh ein Signal dafür geben, dass sich der fiskalische Druck zunehmend auf die Geldpolitik auswirkt, dürfte das die Attraktivität von Gold weiter stärken und einen neuen Impuls für „Währungsabwertungstrades“ geben.

  Ob der Trend anhält, hängt von der Aufmerksamkeit der Investoren ab

  Ob Gold seinen aktuellen Aufwärtstrend beibehalten kann, hängt maßgeblich davon ab, ob Investoren weiterhin das US-Staatsverschuldungsproblem in den Fokus stellen – oder ob sie ihre Aufmerksamkeit auf den Iran-Konflikt oder den aufkommenden KI-Investmenthype lenken.

  Strukturell liegt der Goldanteil in westlichen Portfolios weiterhin niedrig – besonders nachdem der US-Aktienmarkt jahrelang stark gestiegen ist, bleibt die relative Attraktivität von Gold langfristig unterdrückt. Diese Untergewichtung ist nicht nur der Grund für die Empfindlichkeit des Goldpreises gegenüber neuen Zuflüssen, sondern bedeutet auch, dass bei einer Stimmungswende unter Investoren ein beträchtliches Potenzial für Kursanstiege besteht.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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