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Kann die Vertrauenskrise der Federal Reserve den Goldpreis auf ein neues Allzeithoch treiben?

Kann die Vertrauenskrise der Federal Reserve den Goldpreis auf ein neues Allzeithoch treiben?

新浪财经新浪财经2026/08/28 01:35
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Quelle: China Gold Net

Gold dient als Asset zur Absicherung gegen Währungsunsicherheiten. In einem Marktumfeld, in dem die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank zuvor übertrieben gehandelt wurden, aber die Signale für eine Änderung der Geldpolitik zunehmend unscharf erscheinen, erhält Gold entsprechend Preissupport. Ob die weitere Entwicklung des Goldmarktes anhält, hängt im Kern von der Politikrichtung der US-Notenbank sowie vom Wandel im Vertrauen des Marktes gegenüber dieser Institution ab.

Das Vertrauen des Marktes in die US-Notenbank ist ein variabler, irrationaler Faktor – vergleichbar mit Veränderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Selbst kleinste Marktsignale können das Vertrauen schwächen. Aktuell steht das Vertrauen in die US-Notenbank vor einer besonders schwierigen Bewährungsprobe.

Nachdem Walsh als neuer Vorsitzender der US-Notenbank eingesetzt wurde, hielt er in zwei aufeinanderfolgenden Zinssitzungen den Leitzins im Bereich von 3,5% bis 3,75%. In öffentlichen Stellungnahmen blieb er bei einer „Null-Toleranz“ gegenüber hoher Inflation und betonte weiterhin die Unverhandelbarkeit des 2%-Inflationsziels. Doch in der praktischen Umsetzung wurde keine sofortige Zinserhöhung vorgenommen; vielmehr wurden mehrere interne Reformen gestartet: Verringerung der vorausschauenden Leitlinien, Einrichtung spezieller Arbeitsgruppen, Überprüfung des Mechanismus zur politischen Kommunikation, der Bilanzverwaltung und des Inflationspolitikrahmens. Der Kerngedanke dieser Maßnahmen besteht darin, den Markt auf die wirtschaftlichen Daten selbst zu fokussieren und das durch die Aussagen von Amtsträgern entstehende politische Rauschen zu reduzieren – gleichzeitig verschafft dies der US-Notenbank mehr Raum zur Beobachtung und Entscheidungsfindung.

Die Motivation hinter diesen Maßnahmen ist jedoch nicht rein. Der Ölpreis wird durch den Nahost-Konflikt angeheizt, und importierte Inflation wegen Zöllen sowie dem Bedarf an künstlicher Intelligenz überschreiten die schnelle Kontrollierbarkeit durch klassische geldpolitische Instrumente. Sollte die US-Notenbank aktuell eine Zinserhöhung erzwingen, könnte dies die wirtschaftlichen Schwankungen verstärken; bleibt sie untätig, leidet ihre Glaubwürdigkeit.
Hinzu kommt der bevorstehende US-Kongress Mitte November: Eine Zinserhöhung bringt unmittelbaren politischen Druck, keine Zinserhöhung schwächt das Anti-Inflations-Image. Reformen werden im Dilemma so zum effektiven Mittel zur Verzögerung: Unter dem Vorwand der Überprüfung setzt man die eigentliche Entscheidung bis Dezember aus – durch Verschieben wird das Risiko einer sofortigen Entscheidung umgangen und die Politikrichtung zur weiteren Inflationsdatenlage bestimmt.

Wird diese Motivation bestätigt, könnte die Unabhängigkeit der US-Notenbank zunehmend untergraben werden. Öffentliche politische Appelle des Präsidenten und verstärkte Rückkäufe von langfristigen Staatsanleihen durch das Finanzministerium beeinträchtigen die Reinheit der Geldpolitik und erhöhen massiv die Unsicherheit hinsichtlich des zukünftigen politischen Wegs der US-Notenbank.

Auf dieser Grundlage bleibt der internationale Goldpreis bis November weiterhin gestützt. Die Ausweitung der Rückkäufe langfristiger US-Staatsanleihen durch das US-Finanzministerium kann den Aufwärtstrend der US-Anleiherenditen von September bis November mildern. Das Ziel ist, den US-Dollar-Kurs und die langfristigen Zinssätze zu senken, um für den US-Aktienmarkt während der Zwischenwahlen ein stabiles, günstiges Umfeld zu schaffen. Ein Rückgang der US-Anleiherenditen und eine US-Dollar-Schwäche bieten Gold zusätzliche Aufwärtsdynamik; Silber profitiert ebenfalls, da es zugleich den Charakter eines Edelmetalls zur Absicherung und einer industriellen Ware besitzt, und folgt der Entwicklung des Goldmarkts.

Aus Sicht der langfristigen Goldanlage ist die erneute Erreichung eines historischen Preis-Höchststands sehr wahrscheinlich. Die Blase in US-Dollar-Assets wächst weiter, was das Risiko eines massiven Wertverlusts des Dollars in Zukunft steigert. Wenn das Vertrauen in die Währung gleichzeitig einer doppelten Prüfung aus Politik und Finanzen unterliegt, wird der Wert von Gold als ultimatives Reserve-Asset neu bewertet. Für Anleger gilt: Es ist nicht nötig, kurzfristigen Marktschwankungen hinterherzulaufen. Politische Unsicherheiten selbst bilden die solideste Basis für den Goldpreis.

Redaktion: Zhu Henan

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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