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Australischer Dollar: Die zweite Hälfte des König der Rohstoffe

Australischer Dollar: Die zweite Hälfte des König der Rohstoffe

早安汇市早安汇市2026/08/28 00:05
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Morning FX

Seit Beginn dieses Jahres führt der Australische Dollar (AUD) den Devisenmarkt an. Seit Jahresbeginn hat der AUD gegenüber dem US-Dollar um 7,5 % zugelegt, davon 3,7 % seit der zweiten Jahreshälfte. Der Australische Dollar ist außerdem eine der wenigen Währungen am Devisenmarkt, die in diesem Jahr den Renminbi outperformt haben.

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Warum ist der Australische Dollar so stark? Dafür gibt es mehrere Gründe:

Erstens ist der offensichtlichste Grund: Rohstoffe befinden sich in einem Bullenmarkt. Aufgrund des US-amerikanischen „Monroeismus“, geopolitischer Spaltung und rigider Angebotsbedingungen befinden sich Rohstoffe klar im Aufwärtstrend. Seit Juli setzt der Nanhua Commodity Index seinen Anstieg fort, die Preise für Kupfer, Gold und Erdgas steigen und es gibt Anzeichen, dass sich dies auf Agrarrohstoffe ausweitet… Als Exporteur vieler Rohstoffe profitiert Australien (und der AUD) natürlich vom Rohstoffboom.

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Neben dem Rohstoffaspekt hat der Australische Dollar noch ein entscheidendes Merkmal – die Inflation in Australien ist sehr hartnäckig. Im internationalen Vergleich der G7 ist Australien das Land mit der zähesten Inflation. Nach den aktuellsten Zahlen liegt die Kerninflation bei 3,6 % und die Wohnungs-Inflation bei 5,0 %, beide Werte gehören zur ersten Gruppe innerhalb der G7. Die zweite Gruppe bilden Großbritannien, die USA und die Eurozone, die dritte Gruppe sind die übrigen Länder…

Eine hohe Inflationspersistenz bedeutet, dass Australien wenig wahrscheinlich die Zinsen senken wird. Das ist besonders wichtig für eine Hochzinswährung (Leitzins für den Australischen Dollar: 4,35 %).

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Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren die Zinserwartungen für den Australischen Dollar sehr hoch; danach gab es jedoch eine Phase der Konsolidierung und Korrektur. Derzeit sind die Zinserwartungen für den AUD innerhalb der G7 nicht besonders aggressiv. Wie unten zu sehen ist, gemessen am Unterschied zwischen der 2-jährigen Staatsanleihenrendite und dem Leitzins, liegt der Australische Dollar beim Zinserwartungsranking unter den G7 hinten, nur knapp über dem Schweizer Franken. Aus meiner Sicht ist die Tatsache, dass die AUD-Zinserwartungen nicht aggressiv sind, ein Vorteil, da der Australische Dollar somit flexibel agieren kann – offensiv wie defensiv.

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Warum ist das so? Länder mit besonders aggressiven Zinserwartungen laufen eher Gefahr, diese nicht erfüllen zu können… An der Wall Street wird bereits ein Szenario diskutiert: kurzfristige Zinserhöhung + langfristige Zinssenkung. So zeigt zum Beispiel der neueste Zinsstrategie-Report von Goldman Sachs, dass für 2027 in den USA und in der Eurozone Zinssenkungen um 50 Basispunkte erwartet werden, was einen deutlichen Gegensatz zu den aktuellen Markterwartungen darstellt.

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Gibt es Risiken für den Australischen Dollar? Als Währung mit hoher Risikobereitschaft waren die Schwankungen des AUD stets erheblich. Im Hinblick auf das Fenster der zweiten Jahreshälfte sollte man erstens auf Volatilitätsrisiken an den globalen Aktienmärkten achten. Vor und nach den US-Zwischenwahlen (Oktober–November) könnte es an den US-Börsen zu starken Schwankungen kommen, sollte die Demokratische Partei gewinnen, könnte dies Aktienmärkte durch fiskalpolitische Beschränkung und KI-Regulierung beeinträchtigen; zweitens auf die Arbeitsmarktdaten achten. Eine Arbeitslosenquote von 4,5 %–4,8 % ist für die Zentralbank von Australien komfortabel, ein Überschreiten von 4,8 % könnte Zinssenkungserwartungen auslösen…

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Zusammenfassung der heutigen Analyse:

1. Der Australische Dollar bleibt in der zweiten Jahreshälfte stark. Der AUD ist eine der wenigen Währungen, die in diesem Jahr den Renminbi outperformen konnten. Erstens: Rohstoffe befinden sich klar im Bullenmarkt; zweitens: Die australische Inflation ist sehr hartnäckig.

2. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren die Zinserwartungen für den AUD sehr hoch, danach kam es jedoch zur Korrektur. Derzeit sind die Zinserwartungen für den AUD innerhalb der G7 nicht besonders aggressiv. Aus meiner Sicht ist ein nicht aggressives Zinserwartungsumfeld für den AUD eher günstig und ermöglicht flexible Strategien.

3. Als Währung mit hoher Risikobereitschaft zeigt der AUD traditionell starke Schwankungen. Für die zweite Jahreshälfte gilt: Erstens das Volatilitätsrisiko an den globalen Aktienmärkten im Blick behalten (insbesondere rund um die Zwischenwahlen in den USA); zweitens die australischen Arbeitsmarktdaten beobachten. Natürlich bieten diese Schwankungen auch oft Gelegenheiten für Positionsaufbau.


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