US-Staatsanleihen steigen zu Beginn einer entscheidenden Woche: Die Märkte beobachten genau Besents „Finanzmaßnahmen“ und Walshs Debüt in Jackson Hole.
Zu Beginn dieser Woche verzeichnete der US-Staatsanleihenmarkt einen leichten Anstieg. Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich auf die bevorstehenden Reden von US-Finanzminister Scott Besant und Fed-Präsident Kevin Walsh. Ihre Äußerungen könnten zum entscheidenden Indikator für die künftige Entwicklung der Anleiherenditen werden.
Laut Informationen von Zhihui Finance APP stieg der US-Staatsanleihenmarkt zu Beginn dieser Woche leicht an, während der Fokus der Märkte auf die bevorstehenden Reden von US-Finanzminister Scott Bassent und dem Vorsitzenden der US-Notenbank Kevin Walsh gerichtet ist. Ihre Aussagen könnten zum entscheidenden Indikator für die nächste Entwicklung der Anleiherenditen werden.
Am Montag sanken die Renditen von US-Staatsanleihen mit unterschiedlicher Laufzeit durchweg. In der Vorwoche waren die Märkte heftig schwankend: Die Kreditkosten für 30-jährige US-Anleihen erreichten beinahe den höchsten Stand seit rund zwanzig Jahren, woraufhin das US-Finanzministerium seine Rückkäufe erhöhte und die Marktstimmung sich etwas entspannte. Bis zum Redaktionsschluss gab die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen um 3 Basispunkte nach und lag bei 4,71%; die Rendite 30-jähriger Papiere verringerte sich in ähnlichem Maße auf 5,24%.
Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren steht nun das nächste Vorgehen von Finanzminister Bassent. In der vergangenen Woche überraschte er die Märkte mit der Ankündigung, das Rückkaufvolumen für langfristige Staatsanleihen zu erhöhen. Nun warten die Anleihehalter gespannt auf die konkreten Details zu den zuvor von ihm erwähnten „finanzpolitischen Maßnahmen“ – ein Plan, den Bassent als eines der wichtigsten Instrumente zur Bewältigung des enormen Haushaltsdefizits der USA betrachtet.

Gleichzeitig steht auch Walsh im Mittelpunkt des Marktinteresses. Am Freitag wird er auf dem von der Kansas City Fed veranstalteten jährlichen Symposium in Jackson Hole die Keynote halten. Es wird allgemein erwartet, dass er sich einem heiklen Thema stellen muss: Wie die Notenbank angesichts weiterhin deutlich über dem Zielwert liegender Inflation ihre Politik mit den Interventionen Bassents zur Senkung der langfristigen Kreditkosten abstimmen will.
„In dieser Woche dürfte sich am Markt alles um die erste Rede von Kevin Walsh als Fed-Präsident in Jackson Hole drehen“, betont Geoff Yu, Senior Market Stratege bei BNY Mellon. „In einer Phase, in der langfristige Staatsanleihen weiterhin sehr sensibel reagieren, benötigen Investoren dringend eine klare Aussage, wie die Fed auf die Maßnahmen des Finanzministeriums reagieren wird.“
Yu wies zudem darauf hin, dass die am Mittwoch anstehenden Juli-Zahlen zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) die angespannte Stimmung der Woche voraussichtlich weiter verschärfen werden. Laut Einschätzungen befragter Ökonomen dürfte das PCE-Wachstum im Jahresvergleich im Juli leicht auf 3,6% zurückgehen (Vormonat: 3,7%), während der Kern-PCE voraussichtlich unverändert bei 3,3% liegt.
Seit seinem Amtsantritt im Mai hat Walsh bislang wenig vorausschauende Hinweise geliefert. Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt nach der jüngsten Sitzung der Notenbank hatte er jedoch heftige Marktverkäufe ausgelöst – ein Zeichen für die hohe Sensibilität gegenüber seiner anstehenden Rede am Freitag.
Obwohl die Renditen am Montag leicht nachgaben, bewegen sie sich noch immer nahe den Niveaus, die das Finanzministerium zur jüngsten Intervention bewogen – was von den Märkten als Zeichen dafür gewertet wird, dass das Ministerium zunehmend besorgt über die aktuellen Kreditkosten ist. Eine der Hauptaufgaben Bassents nach seiner Ernennung durch Trump war es, die Renditen zu drücken – vor dem Hintergrund, dass die US-Zinsausgaben pro Jahr bereits weit über eine Billion US-Dollar liegen.
Doch wie Berichte von Marc Seidner, Chief Investment Officer für unkonventionelle Strategien, und Pramol Dhawan, Leiter für Schwellenländer-Investments bei PIMCO, zeigen, erwägt das Unternehmen, bei weiter steigenden Renditen zusätzliche Anleihen zu kaufen.
„Aus unserer Sicht werden die aktuellen Renditen im historischen Vergleich zunehmend attraktiver und bieten langfristigen Investoren eine wertvolle Einstiegsmöglichkeit“, heißt es im Bericht. „Wir bleiben vom Wert der Anleihenallokation überzeugt.“
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