Meta (META.US) zählt nun zu den größten AI-Kunden von Microsoft, doch die Nachfrage hat die Tech-Branche noch nicht übertroffen und wirft Bedenken hinsichtlich der finanziellen Zukunft von AI auf.
Meta Platforms ist zu einem der größten Kunden von Microsoft im Bereich Künstliche Intelligenz (AI) geworden, was verdeutlicht, dass die Nachfrage nach aufstrebenden AI-Technologien weiterhin stark auf die Technologiebranche konzentriert ist.
Laut der APP von Zhihui Finance hat Meta Platforms (META.US) sich zu einem der größten Kunden von Microsoft (MSFT.US) im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) entwickelt. Dies verdeutlicht, dass die Nachfrage nach neuer AI-Technologie weiterhin stark auf die Technologiebranche konzentriert ist. Einem Insider zufolge investiert Meta jährlich mehrere Hundert Millionen US-Dollar, um über den Microsoft Azure Cloud-Service Zugang zu AI-Modellen zu erhalten. Meta verwendet dabei jede Woche auf dieser Plattform mehrere Billionen Tokens – eine Maßeinheit für den Verbrauch von AI-Computing.
Ein zentraler Bestandteil von Microsofts AI-Strategie ist die Bereitstellung von Modellen verschiedener Anbieter über die Marktplattform namens Foundry. Bis Juli zählte Foundry 100.000 Kunden. In Microsofts Werbematerialien erscheinen häufig Kunden aus traditionellen Branchen wie der Industrie oder dem Transportwesen.
Jedoch geben Insider an, dass die Mehrheit der größten AI-Kunden von Microsoft derzeit weiterhin andere Technologieunternehmen sind. Ein Insider erklärt, dass weitere bedeutende Kunden Adobe (ADBE.US), das AI-Unternehmen Perplexity sowie das von OpenAI-Vorsitzenden Bret Taylor mitgegründete Startup Sierra für Kundenservice-AI sind.
Microsoft verlässt sich besonders auf wenige große Technologiekunden. Der langjährige Partner OpenAI trug im jüngsten Geschäftsjahr rund 70 % zum gesamten AI-Umsatz von Microsoft bei. Zusätzlich zu Modellzugangsdiensten bietet Microsoft auch den AI-Assistenten Copilot an und vermietet AI-relevante Rechenkapazitäten.
Laut Personen mit Kenntnis der Vorgänge investiert Meta massiv in AI, um die Softwareentwicklung zu erleichtern. Das Unternehmen kauft abhängig von Verfügbarkeit und Kosten der jeweiligen Modelle über mehrere Plattformen Zugang zu Modellen. Ein Insider berichtet, dass Meta-Entwickler über Foundry die Technologie von OpenAI nutzen konnten, um Ausgaben eigener Modelle zu evaluieren.
Andrew Bosworth, Chief Technology Officer von Meta, erklärte im Juli im „Big Technology“ Podcast, dass Meta neben der Entwicklung eigener AI-Modelle auch andere führende Modelle anmietet und diese in den eigenen Entwicklungsprozess integriert.
Gleichzeitig baut Meta ein eigenes Geschäftsfeld auf, das Kunden Zugang zu verschiedenen AI-Modellen anbieten soll. Diese sogenannten API-Dienste könnten künftig mit Foundry konkurrieren. Dies würde Meta ermöglichen, Ausgaben für externe Dienstleistungen von Microsoft und anderen Anbietern zu reduzieren.
Meta hat auch in der Vergangenheit auf Technologie von Microsoft gesetzt und diese später durch eigene Lösungen ersetzt. Ab dem späten 2000er-Jahre stellte die Suchmaschine Bing von Microsoft die Technologie für die Websuche bei Facebook bereit. Ende 2014 beendete Meta die Nutzung von Bing. In den Jahren vor dem Aufkommen von ChatGPT und dem aktuellen AI-Boom hat Microsoft Meta auch mit Rechenkapazität für AI-Entwicklung unterstützt. Inzwischen zählt Meta zu den weltweit größten Bauherren von AI-Datencentern, um die Entwicklung eigener AI-Modelle zu ermöglichen.
Bemerkenswert ist, dass Microsofts größte AI-Kunden weiterhin andere Technologieunternehmen sind, was für einige Investoren keine positive Nachricht ist. Damit AI tatsächlich die Markterwartungen erfüllt, muss diese Technologie im gesamten Wirtschaftssektor Einzug halten und darf nicht nur von technologisch fortschrittlichen Unternehmen genutzt werden. Besonders relevant ist dies, da die Konzentration der Umsätze und die zyklischen Geschäftsbeziehungen zwischen Firmen der Technologiebranche in den letzten Jahren für Herausforderungen sorgen.
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