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Wenn die US-Aktienmärkte auf historischen Höchstständen stehen, ist es für Trump leichter, Kriege zu führen", warnt das Handelsteam von Goldman Sachs: Vorsicht vor geopolitischen Risiken

Wenn die US-Aktienmärkte auf historischen Höchstständen stehen, ist es für Trump leichter, Kriege zu führen", warnt das Handelsteam von Goldman Sachs: Vorsicht vor geopolitischen Risiken

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/18 00:06
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Von:华尔街见闻

Privorotsky, Leiter des Delta-One-Handelsteams bei Goldman Sachs, warnt, dass angesichts des S&P 500 auf einem Allzeithoch und der lockersten Finanzierungsbedingungen der letzten Jahre die Disziplinierungskraft des Marktes auf Entscheidungsträger abnimmt und die Schwelle für geopolitische Konflikte tatsächlich sinkt. Obwohl sich die Lage im Nahen Osten derzeit zuspitzt, reagiert der Markt kaum und der VIX liegt lediglich bei etwa 14. Diese „Desensibilisierung“ ist das gefährlichste Signal, da geopolitische Extremrisiken systematisch unterschätzt werden.

Ein lockeres Finanzumfeld bietet dem Markt zwar Unterstützung, senkt jedoch gleichzeitig unmerklich die politischen Kosten für die Auslösung geopolitischer Konflikte.

Rich Privorotsky, Leiter der Delta-one-Handelsabteilung bei Goldman Sachs, stellte in seinem Bericht vom 17. August fest, dass bei einem Allzeithoch des S&P 500 und extrem lockeren finanziellen Bedingungen die Marktdisziplin auf die politischen Entscheidungsträger massiv abnimmt – "Wenn die Märkte boomen, wird es tatsächlich leichter, Kriege zu führen."

Diese Einschätzung zielt direkt auf das meist übersehene Tail-Risiko des aktuellen Marktes. Er betont deutlich, dass geopolitische Tail-Risiken nicht unterschätzt werden dürfen, und dass die Kosten für extreme Tail-Hedge-Instrumente derzeit historisch niedrig sind, was Investoren eine günstige Gelegenheit zum Schutz bietet.

Analysen zeigen: Die Lage im Nahen Osten heizt sich weiter auf, Schiffe werden angegriffen, doch der Markt bleibt praktisch unbeeindruckt – der S&P 500 kehrt zu seinem Hoch zurück, der VIX bleibt bei etwa 14, die Lockerheit der finanziellen Bedingungen ist so hoch wie selten zuvor. Diese "Desensibilisierung" könnte genau das Signal sein, das Privorotsky am meisten beunruhigt.

Im Rahmen der Gesamtstrategie hält Privorotsky an einer Risikoaffinität fest, empfiehlt den Besitz von Nominalwerten, das Shorten von Anleihen, den Kauf günstiger Volatilitätsschutz-Instrumente und ist optimistisch für Finanzwesen, Investitionen in Halbleiterkapital, Industrie und zyklische Sektoren.

Geopolitische Risiken werden unterschätzt, hohe Marktstände senken die Schwelle für Konflikte

Das ist der warnendste Abschnitt im Bericht von Privorotsky.

Seine Grundannahme lautet: Angesichts bevorstehender Zwischenwahlen behalten Entscheidungsträger trotz rhetorischer Aussagen eine wirtschaftliche Rationalität. Allerdings führt er einen tieferen Gedankengang aus – "Wenn die Märkte florieren, nimmt der Zwang des Marktes auf die Entscheidungsträger ab; bei Allzeithoch des S&P 500 und lockeren finanziellen Bedingungen wird es tatsächlich leichter, Kriege zu entfesseln."

Das bedeutet: Gerade in der ruhigsten Phase am Markt, in der sich Investoren am sichersten fühlen, werden geopolitische Risiken möglicherweise systematisch unterschätzt. Der Ausgang der konfliktreichen Lage im Nahen Osten bleibt unklar, die Ölbestände sind extrem niedrig, der Ölpreis ist im Bereich von 80 bis 90 Dollar vielleicht noch tragbar, aber das Aufwärtsrisiko ist nicht zu unterschätzen.

Privorotskys Fazit lautet: Wir dürfen die geopolitischen Risiken nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die gute Nachricht: Extreme Tail-Risikohedge-Instrumente sind derzeit historisch günstig, was Investoren eine extrem kostengünstige Schutzmöglichkeit bietet.

Seine Empfehlung: Risikoaffinität beibehalten, Konvexität erhöhen, Anleihen meiden oder shorten, günstigen Schutz kaufen und den Trend laufen lassen.

Der Markt kehrt auf Allzeithoch zurück, Entschuldung im Juli weitgehend abgeschlossen

Privorotsky stellt im Bericht fest, dass der im Juli allgemein akzeptierte Prozess des Positionsabbaus und der Entschuldung am Markt weitgehend abgeschlossen ist. Das aktuelle Gesamthebel- und Nettohebelniveau am Markt ist deutlich gesünder, die Systemhebelkrise hat sichtbar abgenommen.

In Bezug auf die Marktperformance: Der S&P 500 ist fast wieder auf seinem Höchststand angelangt, der VIX bleibt bei etwa 14, die finanziellen Bedingungen sind so locker wie selten in den letzten Jahren. Kurz vor dem Optionsverfall in dieser Woche steht der Markt fast am Hoch, die meisten Covered-Call-Strikes wurden überschritten und das aktuelle Positionsniveau liegt immer noch unter dem historischen Normalwert – was bedeutet, dass Investoren im September gezwungen sein könnten, Kursanstiege nachzuholen.

Wenn die US-Aktienmärkte auf historischen Höchstständen stehen, ist es für Trump leichter, Kriege zu führen

Privorotsky ist der Meinung, dass kurzfristiges Aufwärts-Tail-Risiko weiterhin günstig bleibt, die Volatilität des EuroStoxx Index liegt im einstelligen Bereich, der VIX bleibt bei 14, und empfiehlt kurzfristig einen Long-Options-Exposure auf Aufwärtsbewegungen.

AI bleibt Einbahnstraße, aber der freie Cashflow ist der finale Prüfstein

Im Bereich künstliche Intelligenz ist Privorotskys Einschätzung: AI kommt dem gesamten Markt zugute und nicht nur einzelnen Unternehmen. Er sieht den Markt auf einem Einbahnweg – die Kosten pro Recheneinheit sinken kontinuierlich, der Nutzwert pro Dollar steigt immer weiter, dieser Trend wird letztlich fast allen Branchen und Unternehmen zugutekommen und die meisten Geschäftsmodelle profitabler machen.

Er unterstreicht, dass die eigentlichen Gewinner diejenigen Unternehmen sein könnten, die am günstigsten die Vorteile von AI nutzen, nicht jene, die am meisten investieren. Die starke Performance in der aktuellen Berichtssaison hat pessimistische Erwartungen im Markt zerstreut.

Privorotsky bleibt jedoch bezüglich der Perspektiven von hyperskalierbaren Cloud-Anbietern vorsichtig und verschiebt die Debatte. Er stellt klar: Er hält eisern an der "Cuba Gooding Jr.-Regel" fest – wenn der freie Cashflow fehlt, kauft er nicht.

Langfristige Zinssätze geraten unter Druck, die Federal Reserve könnte zu Zinserhöhungen gezwungen werden

Zum Thema Zinssätze bezeichnet Privorotsky dies als das "einzige echte Problem" des Marktes. Er erklärt, dass die Schwäche der langfristigen US-Renditen nicht auf einzelne politische Entscheidungen zurückzuführen ist, sondern auf strukturellen Angebotsdruck – bei einem Haushaltsdefizit von 6 % bis 7 % ist das Emissionsvolumen von US-Staatsanleihen und Investmentgrade-Bonds kontinuierlich enorm, der Crowding-Out-Effekt ist real, die Laufzeitprämie steigt und die Realrenditen befinden sich auf einem sehr hohen Niveau.

Er bringt zudem eine ungewöhnliche Meinung: Wenn die Federal Reserve langfristig ihr Inflationsziel nicht erreicht, riskiert sie letztlich ihre Glaubwürdigkeit. Er hat beobachtet, dass Hammack, Logan und Kashkari im Juli bereits für Zinserhöhungen gestimmt haben, und das dauerhafte Steigen der Langfrist-Zinsen könnte die Federal Reserve letztlich zu Maßnahmen zwingen.

Wenn die US-Aktienmärkte auf historischen Höchstständen stehen, ist es für Trump leichter, Kriege zu führen

"Möglicherweise wird die Federal Reserve letztlich zur Zinserhöhung gezwungen, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen", schreibt er. "Das vordere Ende ist politisch verankert, aber das lange Ende nicht. Eine flachere Kurve könnte sich sogar als hilfreich erweisen."

Im Rahmen der Gesamtstrategie empfiehlt Privorotsky Nominalwerte zu halten – S&P 500, Gold, Anleihen shorten – und im Portfolio günstige VIX-Calls oder Spread-Strategien zu konfigurieren. Er favorisiert Finanzen, Halbleiterkapital-Investitionen, Industrie und weit gefasste zyklische Sektoren, meidet aber Bonds-Substituten ohne Preisgestaltungsmacht wie Basiskonsum, Telekommunikation und REITs und ist geneigt, die Short-Positionen mit Longs im Gesundheitswesen zu kombinieren.

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