Web3: Bitcoin ist fast um die Hälfte von seinem Höchststand gefallen, doch die Miner haben sich noch nicht massenhaft zurückgezogen.
Bitcoin ist seit dem Hoch im Oktober 2025 um fast die Hälfte gefallen, doch es kam nicht zu einem massenhaften Ausstieg der Miner. Analyst Axel Adler Jr. stellt fest, dass trotz fast vollständig verschwundener Gebühreneinnahmen und unter Druck stehenden Miner-Gewinnen die Gesamt-Hashrate von Bitcoin weiterhin auf einem hohen Niveau bleibt. Dies zeigt, dass das Mining eher einer langsamen Anpassung unterliegt als einem ungeordneten Abstieg.
Der Rückgang des Preises ist größer als der Rückgang der Hashrate
Daten zeigen, dass der Bitcoin-Preis von rund 124.700 US-Dollar Anfang Oktober 2025 auf etwa 63.400 US-Dollar am 12. August 2026 gefallen ist, ein Rückgang von etwa 49 %. Im gleichen Zeitraum sank die 7-Tage-Durchschnitts-Hashrate von etwa 1150 EH/s auf 886 EH/s, ein Rückgang von rund 23 %.
Das bedeutet, dass trotz des deutlichen Preisrückgangs die Mining-Infrastruktur nicht im selben Ausmaß geschrumpft ist. Für Miner mit geringer Effizienz führt der Rückgang der Einnahmen in US-Dollar direkt zu einer geringeren Profitabilität, doch die Gesamt-Hashrate hat keinen schnellen Einbruch gezeigt.
Gebührenertrag auf niedrigem Niveau
Derzeit machen die Transaktionsgebühren bei Bitcoin nur 0,71 % der Miner-Einnahmen aus. Dieses Niveau liegt nahe an den 0,69 % von Dezember 2015. Seit Mitte 2025 bleibt der Anteil der Gebühreneinnahmen meistens bei 1 % oder darunter.
Niedrige Gebühren bedeuten in der Regel eine schwache Nachfrage nach On-Chain-Block-Space. Die aktuellen Miner-Einnahmen hängen weiterhin hauptsächlich von Blocksubsidien ab und nicht von Transaktionsgebühren. Allerdings reflektiert diese Vergleichbarkeit hauptsächlich die Ähnlichkeit in der Einkommensstruktur und bedeutet nicht, dass das aktuelle Mining-Umfeld exakt dem von 2015 entspricht.
- Im Jahr 2015 lag die Blockbelohnung bei 25 BTC pro Block
- Aktuell beträgt die Blockbelohnung 3,125 BTC pro Block
- Daher ist der Background der Belastung für Miner nicht identisch mit damals
Miner passen vermutlich eher ihre Betriebsabläufe an
Der Artikel argumentiert: Wenn Miner massenhaft aussteigen würden, würde die Hashrate typischerweise schneller sinken. Doch zuletzt schwankt die Gesamt-Hashrate weiterhin um 900 EH/s und steigt nach Rückgängen gelegentlich wieder an, was darauf hindeutet, dass Miner sich eher schrittweise durch Optimierung von Geräten und Betriebsabläufen anpassen, statt den Sektor rasch zu verlassen.
Zukünftig können zwei Signale beobachtet werden: Erstens, ob die Hashrate weiterhin deutlich zurückgeht – dies würde darauf hinweisen, dass ineffiziente Mining-Geräte vermehrt abgeschaltet werden müssen. Zweitens, ob die Gebühreneinnahmen nachhaltig wieder über 1 % steigen – dies wäre ein Zeichen für eine verbesserte Nachfrage nach On-Chain-Transaktionen und einer verbesserten Struktur der Miner-Einnahmen.
Insgesamt bleibt das Bitcoin-Mining angesichts des Preisrückgangs vom Hoch um etwa die Hälfte und eines Gebührenertrags unter 1 % aktuell in einer Phase der belasteten Anpassung und zeigt keine Anzeichen für eine vollständige Aufgabe.
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