3 Monate, 60 Milliarden Dollar investiert! Anthropic unterschreibt erneut einen großen Cloud-Berechnungsvertrag in Höhe von 9,1 Milliarden Dollar und schließt einen langfristigen Vertrag mit der Bitcoin Mining Firma Riot ab.
Anthropic hat mit dem Bitcoin-Mining-Unternehmen Riot Platforms einen 20-jährigen Vertrag über Rechenleistung im Wert von 9,1 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und stellt dabei 191 Megawatt Rechenleistung zur Verfügung; bei Ausübung der Verlängerungsoption könnte der Gesamtwert bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar erreichen. Dies ist bereits das dritte bedeutende Rechenleistungsabkommen, das Anthropic in den vergangenen Monaten abgeschlossen hat, wobei die Gesamtgröße der drei Verträge nun mehr als 60 Milliarden US-Dollar beträgt. Nach der Bekanntgabe stieg der Aktienkurs von Riot nachbörslich um 25 %; das Bewertungsmodell des Unternehmens, vom „Mining zu AI“ umzusteigen, wurde vom Markt stark anerkannt.
Das KI-Einhorn Anthropic erweitert seine Rechenleistung in beispiellosem Tempo.
Laut einem Bericht von Bloomberg am Dienstag gaben mit der Angelegenheit vertraute Personen an, Anthropic habe mit dem Bitcoin-Mining-Unternehmen Riot Platforms einen langfristigen Cloud-Computing-Vertrag im Wert von 9,1 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, der über eine Laufzeit von 20 Jahren geht. Dies ist einer von mehreren großvolumigen Rechenleistungsbeschaffungsverträgen, die Anthropic in jüngster Zeit unterzeichnet hat, was den anhaltenden Druck auf der Bereitstellungsseite von Rechenkapazitäten für KI-Unternehmen widerspiegelt. Nach Bekanntgabe der Nachricht stieg der Riot-Aktienkurs nachbörslich um 25 % auf 24,40 US-Dollar.
Die Vereinbarung umfasst eine Versorgung mit 191 Megawatt Rechenleistung, was dem gleichzeitigen Strombedarf von etwa 143.000 Haushalten entspricht, bereitgestellt vom Riot-Datencenter-Campus in Rockdale, Texas. Sollten beide Parteien die im Vertrag vorgesehenen zwei Verlängerungsoptionen von jeweils fünf Jahren ausüben, kann der Gesamtwert des Vertrags auf bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar steigen und bis Juni 2048 laufen.
Anthropic erweitert massiv seine Rechenleistung und schließt in letzter Zeit zahlreiche Großverträge ab
Der Mangel an Rechenleistung ist zum wichtigsten Engpass für Anthropics Geschäftsausweitung geworden. Anthropic hat kürzlich mit mehreren Rechenleistungslieferanten große Vereinbarungen geschlossen, um der stetig wachsenden Kundennachfrage für seine Claude-KI-Tools gerecht zu werden.
Vor dem Riot-Deal schloss Anthropic erst vor Kurzem einen Cloud-Computing-Vertrag im Volumen von 10 Milliarden US-Dollar mit dem erst wenige Monate alten Infrastruktur-Startup Volta Infra Holdings ab; im Mai dieses Jahres vereinbarte Anthropic außerdem mit Elon Musks xAI die Beschaffung von Rechenressourcen im Wert von fast 45 Milliarden US-Dollar. Das Gesamtvolumen der drei Verträge übersteigt nun bereits 60 Milliarden US-Dollar und verdeutlicht die aggressive Einkaufspolitik des Claude-Entwicklers bei Rechenkapazitäten.
Riot wandelt sich zum KI-Datencenter und setzt auf den Boom der Rechenleistungsnachfrage
Die Partnerschaft von Riot Platforms markiert einen entscheidenden Schritt im strategischen Wandel vom Krypto-Mining hin zu KI-Cloud-Computing. Das Unternehmen, das ursprünglich unter dem Namen Bioptix diagnostische Geräte für die Biotech-Branche herstellte, hat sich später stark auf Bitcoin-Mining spezialisiert und schlägt nun einen neuen Kurs ein, in dem es seine Aktivitäten auf den Bereich KI-Datencenter ausweitet.
Riot hatte zuvor bereits eine gesonderte Kooperation mit Advanced Micro Devices bekanntgegeben, um gemeinsam Recheninfrastruktur zu schaffen. Im kürzlich veröffentlichten Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026 meldete Riot einen besser als erwarteten Gesamtumsatz, wobei das Datencenter-Geschäft einen wichtigen Beitrag leistete.
Riot ist kein Einzelfall. Zahlreiche Krypto-Unternehmen nutzen ihre Erfahrung in der Energiebereitstellung und beim Betrieb großer Rechenzentren, um mit Tempo in den Markt für KI-Rechenleistung vorzudringen und vom aktuellen KI-Infrastruktur-Boom zu profitieren.
Laufzeitverträge sichern Einnahmen, Neubewertung der Riot-Bewertungslogik
Die Vertragsstruktur hat für Riots finanzielle Zukunft erhebliche Bedeutung. Die garantierten Einnahmen aus dem Grundvertrag über 9,1 Milliarden US-Dollar, kombiniert mit dem möglichen zusätzlichen Umsatz durch zwei Verlängerungsoptionen, verschaffen Riot deutlich mehr Planungssicherheit bei den langfristigen Erträgen und bieten dem Markt einen Anlass, die Unternehmensbewertung neu zu justieren.
Riot lehnte eine Stellungnahme zur Kooperation ab, und auch von Anthropic gab es keine Reaktion auf Rückfragen. Die heftigen Kurssprünge nach Börsenschluss belegen jedoch, dass der Markt den Strategiewechsel positiv bewertet. Für Anleger bedeutet die Vereinbarung, dass Riots Umsatzstruktur sich von einem starken Fokus auf Mining und die damit verbundenen Preisschwankungen von Bitcoin hin zu stabileren, langfristigen Serviceverträgen mit verlässlichen Cashflows verschiebt.
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