Iran erklärte, dass eine Einigung mit Oman über die Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus erzielt wurde. Der Markt achtet auf die Perspektiven einer Wiederaufnahme des Energietransports.
Iran hat mit Oman eine Einigung über eine vorgeschlagene Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus erzielt.
Wie die Zhihu Finance APP berichtet, hat der Iran mit Oman eine Einigung über eine vorgeschlagene Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus erzielt – ein bedeutender Schritt zur Wiedereröffnung dieses weltweit wichtigen Energietransportkorridors. Die Erwartungen des Marktes an eine Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus haben dadurch zugenommen, was die internationalen Ölpreise am Mittwoch stabilisierte; Brent-Rohöl lag weiterhin bei etwa 79 US-Dollar pro Barrel.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte am Mittwoch, die gemeinsame Erklärung zwischen Iran und Oman befinde sich in der abschließenden Ausarbeitung und werde derzeit geprüft. Er betonte, die Verhandlungen verlaufen „fachlich und machen stetige Fortschritte“. Sollte es „keine Behinderungen durch Dritte geben“, werde eine endgültige Einigung erzielt.
Baghaei wies darauf hin, dass die Schließung der Straße von Hormus das Resultat von Angriffen der USA und Israels sei, erwähnte in seiner Rede jedoch nicht, dass die USA an der Vereinbarung beteiligt wären.
Tatsächlich haben Iran und Oman bereits mehrere Tage über Regelungen zum Management der Straße von Hormus verhandelt. Angesichts der seit Monaten andauernden Eskalation zwischen USA und Iran ist dieser zentrale Energietransportkorridor nunmehr zum Brennpunkt beider Seiten geworden.
US-Präsident Trump erklärte am Dienstagabend in Los Angeles, dass eine Vereinbarung zur Straße von Hormus „kurz vor dem Abschluss“ stehe.
Die iranische Staatsfernsehen hingegen spielte die Ergebnisse der Verhandlungen am Mittwoch herunter. Ein Informant berichtete, selbst bei einer Einigung zwischen Iran und Oman bedeute das nicht, dass die Straße von Hormus unmittelbar wieder geöffnet werde. Ob eine Wiederöffnung erfolge, hänge vielmehr davon ab, „ob sich das Verhalten der USA ändere“.
Auf Marktebene stabilisierten sich die internationalen Ölpreise am Mittwoch, da immer mehr Anzeichen auf eine mögliche Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus hinwiesen. Händler gehen davon aus, dass im Falle einer Öffnung die durch die letzten Monate der Konflikte ausgefallenen Millionen Barrel täglicher Öllieferungen nach und nach wieder ihren Weg auf den Markt finden werden. Am europäischen Handelstag sank der Preis für Brent-Rohöl-Futures leicht auf etwa 79 US-Dollar pro Barrel.
Verschiedene aktuelle Nachrichten und Stellungnahmen zur Vereinbarung über die Straße von Hormus kommen zu einer Zeit, in der die USA und Iran in einer Pattsituation darüber verharren, wie der seit fünf Monaten andauernde Konflikt beendet werden kann. Zwar wurden größere militärische Aktionen beider Seiten derzeit eingestellt, doch zentrale Streitpunkte – etwa das iranische Atomprogramm – bleiben ungelöst und es gibt nach wie vor keine Einigung über die Aufnahme formeller Verhandlungen.
Analysten sind der Ansicht, dass die tatsächliche Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus nicht nur vom Koordinierungsfortschritt zwischen Iran und Oman abhängt, sondern vor allem auch durch die weiteren diplomatischen Entwicklungen zwischen den USA und Iran sowie durch Veränderungen der regionalen Sicherheitslage beeinflusst wird. Solange diese Unsicherheiten andauern, bleibt die Entwicklung im Nahen Osten ein zentrales Beobachtungsthema an den globalen Energiemärkten.
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