Gnosis Chain plant die Umwandlung in ein ZK Rollup der Ethereum-Wirtschaftszone
Foresight News berichtet, dass laut dem GnosisDAO GIP-153 Governance-Vorschlag die Gnosis Chain aktuell nach Gemeinschaftskonsens für die Umwandlung von einer eigenständigen Layer 1 zu einer Ethereum Economic Zone (EEZ) ZK Rollup sucht. Der Vorschlag wurde gemeinsam von Friederike Ernst und anderen verfasst und befindet sich derzeit in der ersten Phase. Im Vorschlag wird klar ausgeführt, dass die Positionierung der Gnosis Chain als eigenständige L1 gescheitert ist. Das ursprüngliche Wertversprechen als „vertrauenswürdige Neutralität“ überschneidet sich stark mit Ethereum, jedoch fehlt der Gnosis Chain die Skalenvorteile und die Liquidität von Ethereum. Die Einnahmen aus den Transaktionsgebühren reichen bei weitem nicht aus, um die Sicherheitskosten zu decken. Die Sicherheitsausgaben sind langfristig von Subventionen aus dem DAO-Treasury abhängig, und die jährliche Verwässerung für Nicht-Staker beträgt etwa 2,3%.
Nach der Umwandlung wird die Gnosis Chain Blöcke mit einer Blockzeit von 2 Sekunden generieren. Für jeden Ethereum-Block wird ein Statusnachweis erstellt und auf Ethereum Layer 1 abgerechnet, was eine synchronisierte Composability mit dem Ethereum-Mainnet ermöglicht. Nutzer können mit einer einzigen Transaktion über Chain hinweg Ethereum-Contracts aufrufen, was mehr als 100 existierende L2s derzeit nicht bieten können. Nutzeradressen, Guthaben und Contract-Status bleiben fortlaufend erhalten, xDAI bleibt als Gas-Token bestehen.
Aktuell sind etwa 350.000 GNO gestaked (ca. 27% des Umlaufvolumens), diese werden freigegeben. Der große unabhängige Validator-Pool scheidet aus, die Sortierrechte werden zentral von Gnosis Ltd verwaltet, und die bisherigen Cross-Chain-Validatoren werden als Prover-Knoten neu eingesetzt. Die Staking-Anreize für GNO werden durch Gebühren ersetzt, die aus echten Netzwerkaktivitäten entstehen; das konkrete Tokenomics-Modell wird in einem zukünftigen GIP vorgestellt.
Gemäß Roadmap ist die GIP-Abstimmung voraussichtlich für August bis September geplant, der Genesis-Block soll im Januar 2027 starten, zu diesem Zeitpunkt scheiden die Gnosis Chain Validatoren offiziell aus. Die vollständige Einführung der bilateralen synchronisierten Composability und anderer EEZ-Standards wird für das Jahr 2027 erwartet. Der Vorschlag beinhaltet keine zusätzlichen Finanzierungsanträge und strebt ausschließlich einen Richtungsentscheid an.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
