Das US-Finanzministerium fordert Japan zu weiteren Zinserhöhungen auf, um den Yen zu stabilisieren, und erklärt, der Yen sei „offensichtlich unterbewertet“.
Das US-Finanzministerium fordert Japan zu weiteren Zinserhöhungen auf, um den Yen zu stabilisieren, und erklärt, der Yen sei „offensichtlich unterbewertet“.
智通财经2026/07/24 00:46Original anzeigen
Von:智通财经
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1. Das US-Finanzministerium erklärte in seinem am Donnerstag veröffentlichten halbjährlichen Wechselkursbericht, dass die Schwäche des Yen weiterhin anhält, obwohl der Zinsspread zwischen den USA und Japan sich bereits verringert habe, und warnte ausdrücklich, dass übermäßige Schwankungen des Yen "von keiner Seite erwünscht" seien. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts bewegte sich der Wechselkurs Yen zu US-Dollar nahe dem 40-Jahrestief. 2. Der Bericht fordert die Bank of Japan auf, die Normalisierung der Geldpolitik weiter voranzutreiben und weist darauf hin, dass die Inflation die Kaufkraft der Haushalte unter Druck gesetzt hat, auch wenn die nominalen Löhne gestiegen sind. Das Finanzministerium erklärte: "Die Normalisierung der Geldpolitik kann dabei helfen, Inflationserwartungen zu verankern und übermäßige Wechselkursschwankungen zu reduzieren", und deutete somit auf eine Unterstützung der US-Seite für weitere Zinserhöhungen durch die Bank of Japan hin. 3. Der Bericht stellt fest, dass der Yen vom Ende 2011 bis Ende April 2026, sowohl auf Basis reales effektives Wechselkurs als auch im Vergleich zum US-Dollar, um etwa 51% abgewertet wurde, was zu einer "deutlichen Unterbewertung des Yen" führte. Besonders erwähnt wird, dass der Yen trotz abnehmender US-Japan-Zinsspreads weiterhin schwächer wird, was darauf hindeutet, dass die treibenden Faktoren für die Yen-Abwertung über reine Zinsdifferenzen hinausgehen. 4. Beim Thema Wechselkursintervention erklärte das US-Finanzministerium, auch künftig eng mit dem japanischen Finanzministerium in Bezug auf makroökonomische und Devisenfragen zusammenzuarbeiten. Diese Erklärung wird als Duldung potenzieller Eingriffe seitens der japanischen Behörden betrachtet und schafft gleichzeitig Raum für eine beidseitige Koordination in Wechselkursfragen. 5. Trotz der Tatsache, dass die Bank of Japan im Juni den Leitzins auf ein 31-Jahreshoch von 1% angehoben und weitere Zinserhöhungen signalisiert hat, verkaufen Investoren weiterhin Yen. Der Markt befürchtet allgemein, dass die eher taubenhafte Regierung von Premierminister Sanae Takaichi gegenüber weiteren Zinserhöhungen zurückhaltend sein könnte, was die langfristige Unterstützung des Yen schwächt.
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