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Gold-Handelswarnung: Nahost-Krieg treibt Ölpreis über 100 Dollar, US-Dollar erreicht Dreiwochenhoch, Goldpreis stürzt um 2 % ab! Haben Bullen noch eine Chance?

Gold-Handelswarnung: Nahost-Krieg treibt Ölpreis über 100 Dollar, US-Dollar erreicht Dreiwochenhoch, Goldpreis stürzt um 2 % ab! Haben Bullen noch eine Chance?

汇通财经汇通财经2026/07/23 23:47
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Von:汇通财经

Huichong Netz am 24. Juli—— Am 23. Juli fiel der Spotpreis für Gold um 2 % und schloss bei 4049,26 US-Dollar pro Unze. Die Eskalation des Nahost-Konflikts, der Angriff der Huthi-Milizen auf einen saudischen Öltanker und der Durchbruch von Brent-Rohöl über 100 US-Dollar pro Barrel verstärken die Inflationsängste und treiben den Dollar sowie die Renditen der US-Staatsanleihen nach oben. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed im September steigt auf 83 %, wodurch Gold deutlich unter Druck gerät. Kurzfristig steht der Goldpreis vor Widerständen, doch geopolitische Risiken und wirtschaftliche Unsicherheit unterstützen weiterhin seinen langfristigen Wert als sichere Anlage.



Am Donnerstag (23. Juli) fiel der Spotpreis für Gold deutlich um mehr als 2 % und brach nach Erreichen des Zweiwochenhochs am Vortag rasch zurück. Der Schlusskurs lag schließlich bei 4049,26 US-Dollar je Unze. Zeitgleich sank der US-Future-Kontrakt für August um rund 2,5 % auf 4050,20 US-Dollar. Dies ist das Ergebnis einer schnellen Eskalation der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten, stark steigender Ölpreise, die die Inflationserwartungen antreiben, sowie erhöhter Erwartungen auf eine Zinserhöhung der Fed im September und dem Dollar auf einem Dreiwochenhoch. Am Freitag (24. Juli) am Morgen der asiatischen Sitzung schwankt Spot-Gold leicht und wird aktuell bei 4048 US-Dollar pro Unze gehandelt.

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Direkter Auslöser der Goldpreiskorrektur: Doppelter Druck durch Dollar und Rendite


Der Rückgang des Goldpreises spiegelt sich zunächst im technischen und wechselkursbedingten Doppelbelastung wider. Der Dollar-Index stieg am Tag um 0,32 % auf 101,44 und verzeichnete den höchsten Tageswert seit fast einem Monat. Das Tageshoch lag bei 101,54, dem höchsten Stand seit dem 2. Juli. Dies erhöht direkt die Haltekosten von Gold, das in US-Dollar bewertet wird, für ausländische Investoren. Zugleich kletterte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit über einem Jahr, nämlich 4,697 % und zeitweise sogar 4,7135 %. Der Anstieg dieser risikolosen Rendite wirkt als Ersatz für das ertragslose Gold.

Börsenanalysten weisen darauf hin, dass der rasche Anstieg der Rohölpreise das allgemeine Renditeniveau für Anleihen nach oben treibt. Investoren gehen allgemein davon aus, dass der wieder aufflammende Inflationsdruck die Zentralbanken daran hindern wird, rasch eine lockere Geldpolitik umzusetzen. Jim Wyckoff, Marktanalyst bei American Gold Exchange, betont, dass steigende Anleiherenditen der größte Feind für die Bullen bei Gold und Silber sind, denn diese Edelmetalle werfen keine Erträge ab. In diesem Umfeld wird der Sicherheitscharakter von Gold durch seine Opportunitätskosten abgeschwächt, was dazu führt, dass Kapital vom Goldmarkt abfließt und in höher rentierende Festzinsanlagen umgeleitet wird.

Eskalation des Nahost-Konflikts: Ölpreis über 100 US-Dollar verstärkt globale Lieferängste


Die tieferen Ursachen für den Rückgang des Goldpreises liegen in der plötzlichen Verschärfung der Lage im Nahen Osten. Am 23. Juli erklärten die Huthi-Milizen aus Jemen, sie hätten zwei saudische Öltanker angegriffen, womit sich der Konflikt auf die strategisch wichtige Schifffahrtsroute im Roten Meer ausdehnt. Bereits zuvor stockte die Schifffahrt in der Straße von Hormus fast vollständig, und nun ist die Straße von Mandeb erneut bedroht, was die globale Ölversorgung doppelt unter Druck setzt.

Die Brent-Rohöl-Futures stiegen daraufhin um 7 % auf 100,69 US-Dollar pro Barrel – erstmals seit Ende Mai wieder über 100. Auch US-Rohöl legte um 6,2 % zu und notierte bei 92,19 US-Dollar. Institutionen wie Goldman Sachs warnen, dass bei anhaltender Sperrung beider Meeresengen der Ölpreis im vierten Quartal weiter auf über 120 US-Dollar steigen und der Durchschnittspreis im kommenden Jahr auf hohem Niveau bei 100 US-Dollar bleiben könnte. Der rasante Anstieg der Ölpreise überträgt sich direkt auf die Inflationserwartungen. Der Markt befürchtet, dass höhere Energiekosten weltweit die Preise antreiben, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Anzeichen für eine Rezession in der globalen Wirtschaft erkennbar sind.

US-Präsident Trump reagierte darauf sehr entschieden. Auf Truth Social stellte er klar, dass die Huthi-Milizen bei weiteren Angriffen Iran zur Rechenschaft ziehen würden und drohte mit „verheerenden militärischen Maßnahmen“. Darüber hinaus erwog Trump, eingefrorene iranische Vermögenswerte zur Entschädigung der betroffenen Schiffe und Güter zu verwenden. Dieses entschiedene Auftreten verstärkt den geopolitischen Risikoaufschlag, hält die Ölpreise hoch und drückt indirekt die Nachfrage nach Gold als sichere Anlage. Denn im aktuellen Umfeld glaubt man eher, dass hohe Ölpreise die Fed zu stärkeren Maßnahmen zwingen – und weniger an die traditionelle Logik von Gold als sicherem Hafen.

Unsicherheit der Fed-Politik: Deutlich steigende Zinserwartungen


Die Investoren verfolgen aufmerksam die zweitägige Sitzung der Federal Reserve, die nächste Woche beginnt. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 68 % auf etwa 83 % gestiegen ist; auch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli beträgt mittlerweile rund 36 %. Die Aussagen des neuen Fed-Vorsitzenden Woshh zeigen wenig Voraussicht, was die Unsicherheit bei der Politik weiter verstärkt.

Gennadiy Goldberg, US-Zinsspezialist bei TD Securities, analysiert, dass die aktuellen Zinsschwankungen die Sorge vor zwei Dingen widerspiegeln: erstens einem erneuten Anstieg der Inflation und zweitens relativ robustem Wirtschaftswachstum. Die jüngsten US-Arbeitslosenzahlen waren besser als erwartet und stützen die Einschätzung der Konjunkturfestigkeit. In diesem Umfeld hat sich die Erwartung, dass die Fed die hohen Zinsen länger beibehalten und gar weiter anheben wird, deutlich verstärkt. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen stieg auf 4,358 %, die Rendite der 30-jährigen Anleihen liegt seit Tagen bei über 5 % – ein Rekord seit Jahren –, was eine Kombination aus langfristigen Haushalts- und Inflationssorgen signalisiert.

Breitere Marktauswirkungen: Neue Zollpolitik und starker Dollar


Neben dem Nahost-Konflikt und der Fed-Politik verdient auch die neu angekündigte Zollrunde der US-Regierung Beachtung. Diese betrifft 60 wichtige Handelspartner und erhebt Zölle von 10 % bis 12,5 %, um Zwangsarbeit zu bekämpfen und basiert auf rechtlich gefestigten Paragrafen 301. Die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Politik sind begrenzt, erwartet wird jedoch, dass Unternehmens- und Verbraucherkosten steigen und damit der Inflationsdruck weiter wächst sowie der Dollar gestärkt wird.

Die Stärke des Dollars zeigt sich nicht nur darin, Gold unter Druck zu setzen, sondern auch darin, dass die US-Wirtschaft im Vergleich zu Europa und Japan besser gegen Energiepreisschocks gewappnet ist. Insgesamt stehen Risikoanlagen vor mehreren Prüfungen, und Gold spielt in dieser Runde nicht die klassische Rolle als Fluchtwährung.

Ausblick: Gold kurzfristig unter Druck, langfristig weiterhin wertvoll für Portfolio


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der aktuelle Goldpreisrückgang das Ergebnis einer Kombination aus geopolitischen Konflikten, steigenden Energiekosten, steigenden Inflationserwartungen, einem starken Dollar und einer zunehmend hawkischen Fed-Politik ist. Die weitere Entwicklung im Nahen Osten – einschließlich militärischer Reaktionen der Trump-Regierung, der Maßnahmen der Huthi-Milizen und der tatsächlichen Dauer von Schifffahrtsunterbrechungen – wird entscheidend für die kurzfristige Goldpreisentwicklung sein.

Kurzfristig könnte Gold weiter unter Druck stehen, insbesondere wenn die Marktstimmung vor der Fed-Sitzung vorsichtig bleibt; dabei ist der Bereich um 4000 US-Dollar als Unterstützung zu beachten. Mittel- und langfristig sorgen fortbestehende geopolitische Risiken, globale wirtschaftliche Unsicherheiten und potenzieller systemischer Finanzdruck weiterhin für eine starke Grundlage für Gold. Investoren sollten die Dynamik der Ölpreise, das Wording der Fed sowie die neuesten Entwicklungen im Nahen Osten genau verfolgen und im Rahmen der Schwankungen einen geeigneten Einstiegszeitpunkt suchen.

Gold-Handelswarnung: Nahost-Krieg treibt Ölpreis über 100 Dollar, US-Dollar erreicht Dreiwochenhoch, Goldpreis stürzt um 2 % ab! Haben Bullen noch eine Chance? image 1
(Gold Spot Tageschart, Quelle: EasyHuichong)

Ost-8-Zone 07:15, Spot-Gold aktuell bei 4048,58 US-Dollar pro Unze.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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