Es brennt, alles fällt, niemand rettet den Markt.
Quelle: Wall Street Informationskreis
Das Feuer hat nicht aufgehört, sondern beginnt sich auf weitere Märkte auszubreiten. Während Aktien, Gold und Anleihen gleichzeitig unter Druck stehen, stellen Investoren fest, dass diesmal niemand kommt, um den Markt zu retten.
Nach dem Aufwachen wirkt es, als würde der globale Markt brennen, überall lodern Flammen:
- Der US-Aktienmarkt fiel auf breiter Front, der Dow Jones Index verlor 0,97 %, der S&P 500 Index fiel um 1,21 %, der Nasdaq Index sank um 2,15 %;
- Die „Big Seven Tech-Giganten“ erlebten den größten Tagesverlust seit April 2025, der Sektorindex sank um 4,8 %, und es wurden 797 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung ausgelöscht;
- Der Goldpreis fiel um fast 100 US-Dollar und steuert erneut auf einen Test der 4000-Dollar-Marke zu;
- Gleichzeitig notierte US-Rohöl über 90 US-Dollar, Brent-Öl stieg auf über 100 US-Dollar, die 10-jährige US-Anleiherendite liegt bei 4,69 %, der US-Dollar-Index steht deutlich über 101.
Überall stehen Brennpunkte im Fokus, überall gibt es Schwachstellen.
Erstens: Zwar unterscheiden sich die Eröffnungs- und Schlusskurse des US-Aktienmarktes nur wenig, aber der Rückgang des Nasdaq Index übersteigt 2 % und beträgt das Doppelte des Dow Jones. Die Eröffnung am Donnerstag war eine Warnung, der Schlusskurs eine Bestätigung.
Zweitens: Die 10-jährige US-Anleiherendite nähert sich 4,7 % – eines der wichtigsten Drucksignale am globalen Markt. Es ist kein magischer Wert, aber 4,7 % bedeutet, dass der Anleihemarkt den Nahost-Konflikt nicht mehr als reines Sicherheitsereignis betrachtet. 4,7 % drückt direkt die Bewertung des US-Aktienmarktes, besonders der Tech-Aktien, und macht es der Fed schwerer, den Markt zu beruhigen – der Markt wechselt damit von „Noch tragbar“ zu „Neu kalkulieren“.
Drittens: Brent-Öl hat die Marke von 100 durchbrochen und der Ölpreis wird zur Hauptvariable für den globalen Markt. Sobald er dauerhaft über 100 US-Dollar liegt, ist es für die Märkte schwer, zum „Inflation kühlt ab, Fed bleibt passiv, KI weiter im Aufwärtstrend“-Komfortszenario zurückzukehren. Bei früheren Preisanstiegen konnte man sich selbst beruhigen: Es sei ein Risikoaufschlag für den Nahen Osten, und mit der Wiederaufnahme der US-Iran-Verhandlungen oder wenn der Hormus-Passage verbessert wird, falle der Ölpreis wieder. Doch diesmal greift das Risiko von einer einzigen Meerenge auf mehrere Routen über. Der Angriff der Huthi-Bewegung auf saudische Öl-Tanker verschiebt das Risiko vom Persischen Golf auf das Rote Meer.
Viertens: In der Vergangenheit hat Trump bei „gefährlichen Momenten“ seine eigene Strategie geändert, um den Markt zu beeinflussen. Doch diesmal scheint er diesem Trend zuzustimmen. Als die 10-jährige US-Anleiherendite gestern Abend auf 4,7 % stieg und die US-Aktien stark fielen, sagte Trump nichts zur Beruhigung des Marktes. Stattdessen teilte er AXIOS mit, dass er erwäge, in Iran groß angelegte militärische Operationen wieder aufzunehmen. Jetzt erkennt der Markt, dass politische und marktbezogene Ziele nicht zwingend übereinstimmen.
Früher hatten die Märkte das größte Selbstvertrauen und glaubten, dass jedes Risiko letztlich gelöst wird; nun fürchtet man, dass bestimmte Risiken nicht sofort verschwinden, sondern schrittweise auf Ölpreise, Inflation, Zinssätze und schließlich auf jede Art von Vermögenswerten übertragen werden. Das ist der wahre Grund, warum die gestrigen Verluste besonders aufmerksam machen.
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