Paulson äußert sich selten: Gold befindet sich immer noch in der „frühen Phase“ des Bullenmarktes und ist weit von seinem Ende entfernt
Heute, am Donnerstag (23. Juli) während der asiatischen Handelszeit, notiert der internationale Spot-Goldkurs bei 4114,56 USD/Unze, mit einem leichten Tagesrückgang von 0,38%. Der Kurs setzt die Korrektur fort, nachdem er am 22. Juli ein Hoch erreicht hatte, beeinflusst durch abgekühlte Zinssenkungs-erwartungen der Federal Reserve, steigende US-Anleihenrenditen und den starken US-Dollar. Der inländische AU9999-Spotpreis beträgt 895,78 RMB/Gramm, Gold t+d schloss bei 903,69 RMB/Gramm. Die Zentralbank hält seit 20 Monaten in Folge Gold und sorgt so für eine langfristige Absicherung. Kurzfristig bestimmen jedoch Liquiditätsströme die Preisschwankungen und der Markt befindet sich in einem Fenster für das Tauziehen zwischen Bullen und Bären.
[Schlagzeilen]
Der legendäre Hedgefondsmanager John Paulson, der durch das Shorten der US-Subprime-Krise berühmt wurde, hat kürzlich erneut ein bedeutendes Bullensignal ausgegeben. Er erklärte offen, dass sich der Goldmarkt noch in der "frühen Phase" eines langfristigen Bullenmarktes befindet. Die aktuelle Aufwärtsbewegung sei noch lange nicht vorbei und mit dem ständig wachsenden Misstrauen gegenüber Fiat-Währungen werde sich die Rolle von Gold als ultimative Ersatzanlage weiter festigen.
Paulson führt den Aufstieg von Gold auf tiefgreifende "strukturelle" Veränderungen zurück und nicht auf kurzfristige Handelsvolatilität. Er betont, dass seit seiner Schwerpunktverlagerung auf Gold im Jahr 2009, der Goldpreis um etwa das Dreifache gestiegen ist und vorübergehend die Marke von 5000 USD/Unze überschritten hat. Der wichtigste Treiber dieses Trends liegt auf der Nachfrageseite: Einerseits diversifizieren Zentralbanken weltweit ihre Reserven und kaufen verstärkt Gold; andererseits steigt auch die Nachfrage nach Goldinvestitionen im privaten Sektor synchron. "Gold wird allmählich zur weltweit bevorzugten Reservewährung und ersetzt schwächelnde Fiat-Währungen", betont Paulson. "Die durch das Vertrauenverlust gegenüber Papiergeld ausgelöste Nachfrage ist langfristig und irreversibel."
Die jüngste Rückkehr des Goldpreises betrachtet Paulson als gesunde Konsolidierung innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends, nicht als Trendwende. Er hebt insbesondere Goldminenaktien hervor, vor allem Unternehmen mit großen, noch unerschlossenen Ressourcen, die im Vergleich zu physischem Gold eine höhere Hebelwirkung bieten könnten. Als Beispiel nennt er NovaGold, bei der er als Co-Vorsitzender tätig ist: Das Unternehmen verfügt über ein riesiges Ressourcenpotenzial von 40 Millionen Unzen im Donlin Gold-Projekt in Alaska, während die Marktkapitalisierung nur etwa 4,2 Milliarden USD beträgt. Dieses Missverhältnis zwischen Vermögen und Marktwert macht das Unternehmen besonders sensibel für steigende Goldpreise.
Paulsons Aussagen haben dem Markt Auftrieb gegeben und die Narrativen rund um "Entdollarisierung" und Zentralbank-Goldkäufe weiter verstärkt. Für globale Reserveverwalter, die ihre Dollar-Exponierung reduzieren wollen, könnten diese bullischen Einschätzungen von Wall-Street-Schwergewichten die Umlenkung von Kapital in Gold und entsprechende Beteiligungen beschleunigen.
[Aktuelle Goldmarktanalyse]
Technische Rückschau und Tagesausblick: Gestern zeigte Gold eine klassische dreistufige Struktur-Rally: Der Kurs stieg im frühen Handel von 4076 aufwärts, erreichte bei 4142 ein Hoch und fiel dann zurück auf 4106, wo er Unterstützung fand. Danach kletterte er erneut auf 4166, bevor er wieder unter Druck geriet und das Tages-Tief bei 4114,5 ansteuerte. Während des gesamten Verlaufs gab es keine ununterbrochenen Aufwärtsbewegungen ohne Korrektur. Nach jedem Anstieg und Rückgang von etwa 5 USD kamen Käufer hinzu, was die aktuelle Marktlage als volatil mit einer Stufenweise Erholung der Bullen bestätigt. Die heutige Kursstruktur entspricht der vorherigen Bewegung – im frühen Handel wird zunächst mit einem Rückgang und anschließendem Rebound gerechnet. Damit die letzten Rallys wiederholt werden können, muss der Kurs die Schwelle von 4180 nachhaltig überschreiten. Der vierstündige Chart zeigt einen Widerstandsbereich bei 4158, der wichtigste Support liegt im Bereich 4106-4115.
Unterstützung: 4115-4106 — bei einem nachhaltigen Durchbruch richtet sich der Blick weiter auf 4076–4060–4045;
Widerstand: Im asiatischen Handel liegt die erste Hürde bei 4158-4160; nach einem erfolgreichen Ausbruch wird das vorherige Hoch bei 4170-4180 angepeilt. Bei einem stabilen Kurs oberhalb von 4180 sind die nächsten Tages-Widerstände bei 4203-4215.
Intraday-Trading-Ansatz: Asiatischer Handel mit Fokus auf breite Range-Marktbewegung, Kerndynamik im Bereich 4117–4158, ableiten der Strategie anhand von Hoch-und-Tiefpunkten innerhalb der Range.
Nahe 4117 stabilisieren und auf Long-Positionen setzen, Absicherung bei 4112, Zielstufen 4130-40-58-4170;
Bei Rebound an 4158-41602 unter Druck Short gehen, Absicherung bei 4167, Ziel zurück auf 4120-4117;
Besonderes Augenmerk auf die Marke 4158: Bei nachhaltigem Halt werden bullishe Trades bis zum vorherigen Hoch verfolgt; fällt der Kurs unter 4115, wird die Strategie angepasst und der Bereich bei 4076 getestet. Überwindet der Kurs nachhaltig 4180, wird verstärkt auf 4215 geachtet.
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