In der Zilliqa Ledger-Anwendung besteht eine Schwachstelle bei der Zufallszahlengenerierung, wodurch Konten, die fünf oder mehr native Transaktionen signieren, kompromittiert werden könnten.
Foresight News berichtet, dass Zilliqa in einem Beitrag einen schwerwiegenden Fehler in ihrer Ledger-Anwendung bekannt gemacht hat, der die Schnorr-Signaturerstellung bei nativen (nicht EVM) Zilliqa-Transaktionen betrifft. Die Schwachstelle besteht in allen Versionen der Zilliqa Ledger-Anwendung, die von 2019 bis 2026 veröffentlicht wurden. Am 19. Juli wurden Hinweise auf eine mögliche Ausnutzung der Schwachstelle on-chain entdeckt, und am 21. Juli wurde die Ursache bestätigt. Diese Schwachstelle führt dazu, dass die beim Signiervorgang verwendete temporäre Zufallszahl (Nonce) vorhersehbar ist, wodurch ein Angreifer allein anhand der öffentlich einsehbaren On-Chain-Daten den privaten Schlüssel des Signierenden rekonstruieren kann. Zilliqa weist darauf hin, dass Nutzer, die mit einem Ledger-Gerät native Zilliqa-Transaktionen signiert haben, auf offizielle Anweisungen warten und vorerst keine eigenständigen Maßnahmen ergreifen sollten.
Die Ursache des Fehlers liegt darin, dass das Signaturprogramm beim Schreiben der Zufallszahl in den Puffer einen falschen Bytebereich kopiert hat, sodass die höchsten 64 Bits jeder generierten Zufallszahl immer auf null gesetzt bleiben und damit nur sehr wenig Entropie enthalten. Bei der Ausnutzung von fünf oder mehr betroffenen Signaturen kann ein Angreifer mittels Lattice Reduction den privaten Schlüssel innerhalb von Sekunden rekonstruieren. Da die betroffenen Transaktionen dauerhaft on-chain aufgezeichnet wurden, kann ein Update der Signaturanwendung dieses Risiko nicht rückgängig machen; die entsprechenden privaten Schlüssel müssen verworfen werden. Derzeit wurden native Transaktionen ausgesetzt, um weiteren Verlust zu verhindern, und eine koordinierte Lösung wird final bestätigt. EVM-Transaktionen sowie zilliqa-js-, gozilliqa-sdk- und pyzil-SDKs sind von diesem Problem nicht betroffen.
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