Institutionsbericht: Deutliche Divergenz zwischen Ost und West, langfristige und anhaltende Goldankäufe der Zentralbanken stützen den Bullenmarktpreis von Gold
汇通网 22. Juli —— Ein Bericht von Schroders hebt hervor, dass der Goldpreis im Juni um fast 12 % eingebrochen ist, während sich die Kapitalströme klar polarisieren: Westliche Investoren verkaufen weiterhin, während asiatische Anleger und Zentralbanken aus den Schwellenländern bei Kursrückgängen Gold kaufen. Die enorme US-Schuldenlast begrenzt den Spielraum der Federal Reserve für weitere Zinserhöhungen, sodass der Goldpreis in drei bis sechs Monaten seinen Tiefpunkt suchen könnte. Zentralbanken aus Ländern Asiens und Polen treiben die Diversifizierung der Reserven voran; der Goldkaufzyklus ist lang, und die anhaltenden Käufe der Zentralbanken werden die Hauptstütze für einen lang anhaltenden Bullenmarkt bei Gold sein.
Der monatliche Ausblick der Edelmetallanalysten von Schroders zeigt, dass der Goldpreis im Juni um fast 12 % gefallen ist und eine deutliche Spaltung der Kapitalströme zwischen Ost und West zu beobachten ist. Asiatische Investoren nutzen Kursrückgänge konsequent zum Goldkauf, während westliche Investoren ihre Positionen abbauen. Zentralbanken der Schwellenländer im Osten verfolgen eine langfristige Strategie und erhöhen ihre Goldkäufe während des Abwärtstrends. Bedingt durch die massive Schuldenlast bleibt der Spielraum der Federal Reserve für Zinserhöhungen begrenzt, sodass der Goldpreis voraussichtlich in den nächsten drei bis sechs Monaten einen Tiefpunkt erreichen wird. Die Welle der Goldkäufe seitens der Zentralbanken aus den asiatischen Großstaaten und Polen ist noch lange nicht vorbei. Anhaltende Käufe der Zentralbanken werden zu einer wesentlichen Säule für einen langfristigen Bullenmarkt bei Gold.
Kapitalstruktur polarisiert, Bullen- und Bärenlogik grundlegend unterschiedlich
Während dieser Anpassung des Goldpreises kommt es zu einem deutlichen Gegensatz zwischen Handelstrends im Osten und Westen. Die Zentralbanken der Schwellenländer im Osten sehen die Preiskorrektur als günstige Gelegenheit und kaufen im Zuge ihrer langfristigen Diversifizierungsziele Gold. Im Gegensatz dazu liquidieren westliche Investoren ihre Positionen und wetteten hauptsächlich darauf, dass die Federal Reserve eine restriktive Geldpolitik beibehält; einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass sich nach dem Amtsantritt von Kevin Walsh das Rahmenwerk der Geldpolitik der Federal Reserve verändern wird.
Zur zukünftigen Politik der Federal Reserve gibt es innerhalb der Institution unterschiedliche Meinungen. David Rees, Leiter der Wirtschaftsforschung bei Schroders, sorgt sich um eine Ausbreitung der US-Inflation und eine Überhitzung der Wirtschaft, was auf weitere Zinserhöhungen hindeutet; das Edelmetall-Team hingegen meint, dass der inflationstreibende Risikoaufschlag durch Energie sinkt, die langfristigen Inflationserwartungen stark zurückgehen und die Daten zum Arbeitsmarkt gemischt sind, wodurch kein nachhaltiger Lohninflationstrend entsteht. Die sinkende Erwerbsquote unterdrückt den Anstieg der Arbeitslosigkeit; sobald die Arbeitslosenquote 5 % überschreitet, wird sich die Markterwartung hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen schnell umkehren.
Fiskalische Zwänge werden sichtbar, Zinserhöhungsspielraum der Federal Reserve stößt an die Decke
Mittlerweile befindet sich die Welt in einer von den Fiskalpolitiken dominierten Phase, was den Handlungsspielraum der Federal Reserve für Zinserhöhungen erheblich einschränkt. Im kommenden Jahr werden US-Staatsanleihen im Wert von 8 bis 10 Billionen USD refinanziert, kombiniert mit einer hohen Defizitfinanzierungsnachfrage, sodass der Druck zur Emission von Staatsanleihen beispiellos ist. Die schon jetzt über den Verteidigungshaushalt hinausgehenden Zinskosten werfen die zentrale Frage auf: Beeinträchtigt die hohe Verschuldung die Wirksamkeit der Geldpolitik? Zinserhöhungen erhöhen zwar die Kreditkosten, steigern aber zugleich die Erträge aus festverzinslichen Anlagen, wodurch die Wirkung restriktiver Maßnahmen deutlich abgeschwächt wird und der Federal Reserve nur begrenzter Spielraum für eine aggressive Straffung bleibt.
Die dominierende Markterwartung ist, dass mit Abbau der restriktiven Erwartungen der Goldpreis in den nächsten drei bis sechs Monaten einen temporären Tiefpunkt markiert.
Nachhaltigkeit der Goldkaufwelle der Schwellenländer-Zentralbanken
Die Zentralbanken der asiatischen Großstaaten sind weltweit die bedeutendsten staatlichen Käufer; ihre kontinuierlichen Goldkäufe bieten nicht nur direkte physische Nachfrage, sondern setzen auch starke Signalwirkungen, die die Binnennachfrage und weitere Zentralbanken anregen. Zahlen zeigen: Lag der Goldpreis über 5.000 USD, erwarben die Zentralbanken monatlich lediglich 2 Tonnen; sank der Goldpreis im Juni auf rund 4.250 USD, stieg der monatliche Durchschnitt auf 15 Tonnen – also mehr als das Siebenfache. Bei Schroders wird vermutet, dass die tatsächlichen Goldkäufe die öffentlich genannten Daten überschreiten und dass Zentralbanken in der Vergangenheit konzentriert lange verborgene Zukäufe offenlegten. Vor dem Hintergrund geopolitischer Restrukturierung ist es rational, Veränderungen der Reserven selektiv offenzulegen.
Langfristiges Potenzial für Goldkäufe, stabile Unterstützung für Gold auf Dauer
Berechnungen ergeben, dass bei einem Goldpreis von 4.200 USD der Anteil von Gold an den gesamten Devisenreserven asiatischer Großstaaten aktuell nur bei 8,3 % liegt. Um diesen Anteil auf ein Referenzniveau von 30 % zu bringen und dabei Monat für Monat 15 Tonnen Gold zu kaufen, wären 33 Jahre kontinuierlicher Kauf erforderlich. Das bedeutet, dass der Goldkaufzyklus der asiatischen Zentralbanken besonders lang ist.
Weltweit betrachtet, haben auch die Zentralbanken anderer Länder bei diesem Ziel enorme Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Goldreserven. Vor dem Hintergrund kontinuierlicher Goldallokation der Zentralbanken bleibt die grundlegende Logik für einen langfristigen Goldaufwärtstrend unangetastet.
Fazit
Zusammengefasst: Kurzfristig drücken die anhaltenden Abflüsse westlicher Kapitalströme den Goldpreis, wohingegen asiatisches Kapital und die Zentralbanken die Kursrückgänge aufgreifen und damit gegensteuern. Die hohe Bundesverschuldung engt den Spielraum der Federal Reserve für Zinserhöhungen ein und negative Erwartungen werden letztlich abgebaut. Entscheidender ist jedoch, dass sich der Trend zur Diversifizierung der Devisenreserven durch globale Zentralbanken – angeführt von asiatischen Großstaaten und Polen – langfristig fortsetzt, was Gold eine stabile Basis für einen langfristigen Aufwärtstrend schafft. Kurzfristige Preisschwankungen können den großen Zyklus nicht drehen; mittel- und langfristig bleibt Gold ein attraktives Asset.
Wochenchart Spotgold Quelle: EasyExchange
UTC+8, 22. Juli, 12:00 Uhr: Spotgold notiert bei 4.130,10 USD/Unze
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