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Die Korrektur bei Gold ist noch nicht vorbei – wird 3.500 US-Dollar zur entscheidenden Unterstützung?

Die Korrektur bei Gold ist noch nicht vorbei – wird 3.500 US-Dollar zur entscheidenden Unterstützung?

华尔街见闻华尔街见闻2026/07/20 13:13
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Von:华尔街见闻

Der Goldmarkt befindet sich in einer entscheidenden Phase des Kampfes zwischen Bullen und Bären. Technisch bleibt der Abwärtsdruck bestehen, doch die anhaltend starke Nachfrage der Zentralbanken nach Gold sorgt für eine deutliche Meinungsverschiedenheit unter den Marktteilnehmern hinsichtlich der mittelfristigen Entwicklung von Gold.

Die jüngste Analyse von BofA zeigt, dass Gold derzeit in einem Abwärtstrend verbleibt – das Signal des „Death Cross“ weist auf weiteres Abwärtspotenzial hin, während der TD-Sequential-Indikator einen möglichen Richtungswechsel signalisiert. Laut der Bank dauert die aktuelle Korrektur lediglich 24 Wochen an, verglichen mit dem vorherigen Aufwärtstrend von 121 Wochen, weshalb der Korrekturzyklus möglicherweise noch nicht abgeschlossen ist und die 3.500-Dollar-Marke als wichtige Unterstützungszone gilt.

Gleichzeitig geht Goldman Sachs davon aus, dass die Zentralbanken im Mai rund 81 Tonnen Gold gekauft haben und sieht die Zentralbankkäufe als Preisunterstützung, die den kurzfristigen Abwärtsdruck durch die restriktiven Erwartungen der Fed ausgleichen kann.

Schwache technische Signale – 3.500 US-Dollar als entscheidende Verteidigungslinie

Die aktuelle technische Analyse von BofA zeigt, dass Gold weiterhin in einem Abwärtstrend liegt und sich das „Death Cross“-Muster gebildet hat, was kurzfristig weiterhin auf Druck auf der technischen Seite hindeutet. Gleichzeitig weist die Bank darauf hin, dass der TD-Sequential-Indikator bereits ein mögliches Umkehrsignal freigesetzt hat, was bedeutet, dass Gold sich dem Fenster einer Zwischenkorrektur nähern könnte und die Bären nicht uneingeschränkt dominieren.

BofA betont, dass die Trendkanallinie seit 2000 im langfristigen Verlauf von Gold ein wichtiger technischer Knotenpunkt war. Derzeit bewegt sich der Unterstützungsbereich allmählich in den Bereich um 3.500 US-Dollar. Laut Bank ist der aktuelle Korrekturzyklus wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen. Im Vergleich zu dem vorherigen Aufwärtstrend von etwa 121 Wochen dauert die jetzige Korrektur nur rund 24 Wochen, weshalb sich die Korrekturdauer noch ausweiten könnte. Vor der Bestätigung eines mittelfristigen Bodens wird der Goldpreis vermutlich weiter volatil bleiben.

Die Korrektur bei Gold ist noch nicht vorbei – wird 3.500 US-Dollar zur entscheidenden Unterstützung? image 0Quelle: Bank of America

Zentralbankkäufe als wichtige Unterstützung

Obwohl die technische Seite schwach bleibt, werden die kontinuierlichen Käufe der Zentralbanken zunehmend zur wichtigen Stütze für den Goldmarkt. Nach dem neuesten Modell von Goldman Sachs erreichte das globale Zentralbank-Goldkaufvolumen im Mai voraussichtlich 81 Tonnen – der saisonal bereinigte Dreimonatsdurchschnitt liegt bei etwa 67 Tonnen, deutlich höher als das historische Mittel von etwa 17 Tonnen vor 2022.

Goldman Sachs stellt fest, dass die Prognose für Zentralbank-Goldkäufe zuletzt wieder angezogen hat. Aus Sicht von Goldman Sachs sorgt die Nachfrage der Zentralbanken, vor dem Hintergrund restriktiver Fed-Erwartungen, für eine bedeutende Preisunterstützung am unteren Ende des Goldpreises.

Die BNP Paribas bemerkt, dass die offiziellen Bestände im März erstmals seit 14 Monaten netto verkauft wurden. Die Bank geht jedoch davon aus, dass dieser Trend nur eine kurzfristige Anomalie und kein Umschwung im aktuellen Trend der Zentralbank-Goldkäufe darstellt.

Die Korrektur bei Gold ist noch nicht vorbei – wird 3.500 US-Dollar zur entscheidenden Unterstützung? image 1Quelle: GIR

Kapitalstimmung gespalten: Futures bullish, Optionsmarkt sucht Schutz

Die Kapitalflüsse zeigen, dass innerhalb des Goldmarktes zunehmend Meinungsverschiedenheiten entstehen.

Die Daten von BofA zeigen, dass, obwohl der Goldpreis von seinem Jahreshoch zu Beginn 2026 zurückgegangen ist, die Netto-Long-Positionen am Futures-Markt einen relativ hohen Anteil an den offenen Positionen behalten. BNP Paribas erklärt, dass Investoren während der Korrektur im Juni Gold nach Rücksetzern gekauft haben und die Netto-Spekulations-Long-Positionen anschließend wieder angestiegen sind, was darauf hindeutet, dass ein Teil des Kapitals weiterhin auf eine mittelfristige bis langfristige Aufwärtsbewegung von Gold setzt.

Der Optionsmarkt sendet jedoch vorsichtigere Signale. Die Bank betont, dass die Fonds seit März insgesamt mehr Gold-Put-Optionen kaufen, womit Investoren mit Optionsstrategien das Abwärtsrisiko absichern und zumindest kurzfristig nicht ausreichend optimistisch gegenüber weiter steigenden Preisen sind.

Die Korrektur bei Gold ist noch nicht vorbei – wird 3.500 US-Dollar zur entscheidenden Unterstützung? image 2Quelle: BNP Paribas

Nachlassende Inflationslogik – Schuldenproblematik stärkt Golds Wert für langfristige Portfolioallokation

Aus makroökonomischer Sicht beobachtet BNP Paribas, dass sich die traditionelle „Inflationsabsicherung“-Logik von Gold allmählich verändert.

Der Markt konzentriert sich derzeit stärker darauf, dass hohe Inflationserwartungen die Zinsen langfristig oben halten könnten, statt Inflation selbst als einfachen Grund für Goldkäufe zu sehen. Das erklärt auch, warum Gold unter Druck geriet, obwohl steigende Energiepreise die Inflationserwartungen anheizten und die Fed-Politik neu bewertet wurde.

Allerdings sieht BNP Paribas die US-Finanzlage als langfristige Unterstützung für Gold. Seit Juli 2025 ist die öffentliche US-Verschuldung um etwa drei Billionen US-Dollar gestiegen, und die Sorgen um die Nachhaltigkeit der US-Schulden könnten Investoren weiterhin zur Goldallokation bewegen.

Außerdem hat sich die Korrelation zwischen Gold und US-Aktien geändert. Im Großteil von 2024 bis 2025 war Gold mit US-Aktien positiv korreliert, während ab 2026 die Korrelation wieder negativ wurde und Golds Eigenschaft als „sicherer Hafen“ sich in der Portfolioallokation neu verstärkt.

Die Korrektur bei Gold ist noch nicht vorbei – wird 3.500 US-Dollar zur entscheidenden Unterstützung? image 3 Quelle: BNP Paribas

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