In vier Wochen wurden Vermögenswerte im Wert von 300 Millionen Koreanischen Won ausgelöscht – der verrückte Aktienhandel in Südkorea legt die Risiken von Margin-Krediten offen.
Odaily berichtet unter Berufung auf ausländische Medien, dass der 24-jährige südkoreanische Student Lee Seung-ho durch eine fünffache Hebelwirkung 20 Millionen Won in das Fünfzehnfache, nämlich 300 Millionen Won (etwa 202.500 US-Dollar), verwandelt hat – doch der Gewinn war innerhalb von nur vier Wochen vollkommen verloren. Der Stress war so groß, dass er eingestand: „Ich konnte kaum atmen.“ Für viele junge Südkoreaner stammt die Anziehungskraft des Hebels aus einer außerhalb des Trading-Bildschirms noch härteren Realität.
Daten zeigen, dass ein gewöhnlicher Arbeiter in Südkorea 14 Jahre eines vollen Gehalts benötigt, um in Seoul ein Haus kaufen zu können. Junge Absolventen finden es schwer, auf traditionellem Weg Vermögen anzuhäufen, weshalb hochgehebelte Aktien-Apps für sie zum einzigen Instrument wirtschaftlicher Gleichheit werden. Am vergangenen Donnerstag kündigte die südkoreanische Regierung ein Verbot neuer, an Einzelaktien gekoppelte, gehebelte Exchange Traded Funds an. Für Kleinanleger, die solche Produkte halten, ist das Risiko asymmetrisch: In einem derart volatilen Marktumfeld sorgt der Hebel dafür, dass das Verlieren bei Kursrückgängen schneller geht als das Geldverdienen beim Kursanstieg. Lee Seung-ho sagt, er verstehe diese Risiken, glaubt aber weiterhin, dass der Hebel der beste Weg nach vorn ist. (Golden Ten Data)
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