Der Nichtedelmetallsektor steht vor einem makroökonomischen und industriellen Resonanzfenster; Institute: Die Kupferpreise stehen kurz vor neuen Höchstständen, der Goldpreis befindet sich weiterhin in einer günstigen Phase, und der Minensektor im upstream-Bereich verfügt über noch größere Flexibilität.
Am Morgen des 17. August legte der Sektor der Nichteisenmetalle kollektiv zu. Hunan Silver und Yunnan Germanium Industry stiegen um mehr als 5 %, während Western Mining, China National Gold und Jiangxi Copper ebenfalls Gewinne verzeichneten.
Nachrichtenlage: Am vergangenen Freitag wurde die US-CPI für Juli veröffentlicht, die im Jahresvergleich bei 3,4 % lag und damit den niedrigsten Wert seit März dieses Jahres erreichte. Der Kern-CPI lag im Jahresvergleich bei 2,5 % und setzte den Abwärtstrend fort; der PPI lag im Jahresvergleich bei 4,7 %, was unter den Markterwartungen lag. Die drei wichtigsten Inflationsindikatoren gingen gleichzeitig zurück. Die Markterwartung einer Zinserhöhung der US-Notenbank im September ist auf 35 % gefallen. Das Nachlassen des Liquiditätsdrucks ist der zentrale makroökonomische Hintergrund für die derzeitige Erholung der Nichteisenmetalle – sinkende Zinserwartungen senken direkt die Opportunitätskosten für das Halten von Rohstoffen, während ein schwächerer US-Dollar die auf Dollar lautenden Metallpreise zusätzlich stützt.
Auf der anderen Seite führt die anhaltende Störung der Angebotsseite dazu, dass der Kupferpreis an das Allzeithoch heranrückt. Am 4. August kündigte die weltweit größte unterirdische Kupfermine El Teniente in Chile die Aussetzung ihrer Ausbaupläne an; am 6. August verbot die DR Kongo offiziell den Export von Kupfer- und Kobaltkonzentrat; am 13. August wurde die Hormusstraße in den USA weiterhin blockiert und das geopolitische Risiko trieb die Gewinne noch weiter nach oben.
Auf der Nachfrageseite bieten der Bau von Rechenzentren für KI und die weltweit steigenden Investitionen in Stromnetze eine strukturelle Unterstützung für den Kupferverbrauch. Derzeit gibt es am LME-Spotmarkt eine ungewöhnlich hohe Prämie, was auf einen extrem knappen globalen Kupfervorrat hinweist. Seit August ist der Gold-Spotpreis in London um 8,56 % gestiegen, LME-Kupfer um 2,50 % und LME-Zink um 2,80 %. Industriemetalle und Edelmetalle steigen gemeinsam an.
Auch bei den Minor Metals gibt es zahlreiche Highlights. Die zweite Runde der inländischen Förderquoten für Seltene Erden wurde im Jahresvergleich gekürzt, die Importe von Birmanischen Minen schrumpfen weiter, und die Exportkontrollen werden weiter verschärft – das Muster „weniger Menge, höhere Preise“ bei Seltenen Erden setzt sich fort. Besonders bemerkenswert: Angetrieben vom Boom der KI-Rechenleistung entwickeln sich sogenannte „Rechenleistungsmetalle“ eigenständig – der Tantalpreis ist in sechs Monaten um 158 % gestiegen, der Zinnpreis um etwa 40 % und der Indiumpreis um 60 %, was diesen Bereich im Sektor der Metalle mit dem größten Potenzial macht.
Laut der Einschätzung von CITIC Securities weist der Kupfer-Spotmarkt eine selten hohe Prämie auf, was den extrem knappen Vorrat unterstreicht und einen Durchbruch des Kupferpreises auf ein neues Allzeithoch in greifbare Nähe rückt. Sowohl die Beschäftigungs- als auch die Inflationsdaten haben die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen verringert. Der Goldpreis bleibt in einer günstigen Phase; 89 % der Zentralbank-Reserveverwalter gehen davon aus, dass die Goldreserven in den nächsten zwölf Monaten weiter steigen werden.
TF Securities ist der Ansicht, dass das neue Hoch beim Kupferpreis auf eine robuste Nachfrage und das knappe Angebot gemeinsam zurückzuführen ist. Investitionen in KI-Rechenzentren und das Stromnetz steigen weiter und schaffen einen strukturellen Nachfragezuwachs bei Kupfer. Die Logik des Preisanstiegs unterscheidet sich bei den drei Rohstoffklassen klar: Kupfer wird von Angebotsbeschränkungen und struktureller Nachfrage gestützt, Ölpreis vor allem von geopolitischen Risiken, Goldpreis vom Finanzumfeld und von der Nachfrage nach sicheren Häfen.
Mit Blick auf den weiteren Verlauf befindet sich der Sektor der Nichteisenmetalle möglicherweise in einem Zeitfenster, in dem sich makroökonomische und industrielle Logik überlagern. Auf Makroebene wird der Rückgang der US-Inflation zunehmend klar und die Wahrscheinlichkeit, dass der Zinserhöhungszyklus zu Ende geht, nimmt zu – das Liquiditätsumfeld wird günstiger. Auf der Industrieseite bleibt das Angebot von Industriemetallen wie Kupfer, Aluminium und Zinn angespannt und die Lagerbestände niedrig. Mit dem allmählichen Ende der Nachfrageschwäche werden starre Bedarfe im Stromnetz und Halbleiter weitere Unterstützung für eine Preiserholung bieten.
Redakteur: Zhu Henan

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