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Société Générale: KI-Boom treibt Volatilität einzelner Aktien an, aber das Gesamtrisiko am Markt ist kontrollierbar

Société Générale: KI-Boom treibt Volatilität einzelner Aktien an, aber das Gesamtrisiko am Markt ist kontrollierbar

智通财经智通财经2026/07/20 02:22
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Von:智通财经

Der Stratege der Société Générale, Jitesh Kumar, hob in einem kürzlich veröffentlichten Bericht hervor, dass der Investitionszyklus im Bereich künstliche Intelligenz zwar weiterhin die Volatilität einzelner Aktien erhöhen könnte, das makroökonomische Umfeld jedoch nach wie vor eine unterstützende Wirkung auf den Aktienmarkt ausübt.

Die App von Zhihong Financial News berichtet, dass der Strategieexperte von Société Générale, Jitesh Kumar, in seinem Bericht vom 17. Juli darauf hinweist, dass die Investitionszyklen im Bereich künstliche Intelligenz zwar weiterhin die Volatilität einzelner Aktien antreiben könnten, das makroökonomische Umfeld jedoch eine Stütze für den Aktienmarkt bleibt.

Die Bank geht davon aus, dass das Wachstum der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit, der robuste Arbeitsmarkt und die aktive Fiskalpolitik weiterhin die Abwärtsrisiken des gesamten Marktes begrenzen. Anleger differenzieren zunehmend zwischen Gewinnern und Verlierern unter den Unternehmen. Dieser Trend treibt die Volatilität einzelner Aktien nach oben und senkt gleichzeitig die Korrelation zwischen den Aktien auf ein historisches Tief.

Der Bericht empfiehlt Anlegern, dass die Marktführerschaft weiterhin bei Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz und nicht auf breiter Indexebene konzentriert bleiben dürfte. Obwohl technische Risiken wie verstärkte ETF-Leverage-Aktivitäten und gängige Positionierungen zu temporären Volatilitätsspitzen führen können, erwartet Société Générale, dass diese Schwankungen lediglich vorübergehend auftreten – außer die wirtschaftlichen Fundamentaldaten verschlechtern sich signifikant.

KI verändert das Volatilitätsmuster

Société Générale stellt fest, dass seit 2024 künstliche Intelligenz zur dominierenden Kraft für die Volatilität der Aktienmärkte geworden ist. Große Investitionen in die KI-Infrastruktur steigern die Gewinnerwartungen, erhöhen aber auch die Unsicherheit rund um zukünftige Gewinne und sorgen so für eine außergewöhnlich hohe implizite Volatilität bei einzelnen Aktien.

Die Bank stellt fest, dass die Volatilität auf Einzeltitelebene sich zunehmend von traditionellen wirtschaftlichen Faktoren entfernt und die Korrelation unter Aktien so niedrig ist wie zuletzt im Zeitalter der Dotcom-Blase. Im Bericht heißt es, die Veröffentlichung des Geschäftsberichts von Oracle (ORCL.US) im September 2025 sei ein Wendepunkt gewesen – sie habe Anleger davon überzeugt, dass KI eine weltweite fundamentale Infrastrukturrevolution darstelle und nicht nur einen einfachen Software-Trend.

Halbleiterunternehmen waren dabei das Herzstück dieses Wandels. Seit Jahresbeginn 2024 erzielte das Segment eine kumulierte Rendite von etwa 277 %, während die implizite Volatilität bei Unternehmen wie Micron Technology (MU.US) stark angestiegen ist, weil Anleger sowohl riesige Aufwärtschancen als auch signifikante Unsicherheiten einpreisen.

Der Bericht schätzt, dass Technologie-Segmente derzeit etwa 95 % der Volatilität des S&P 500 Index beitragen, obwohl sie nur etwa 57 % der Indexgewichtung ausmachen.

Volatilität bleibt kurzfristig erhöht

Société Générale geht davon aus, dass die Volatilität nicht auf normales Niveau zurückkehren wird, bevor der Investitionszyklus rund um künstliche Intelligenz abklingt.

Die Bank schätzt, dass von den rund 17,5 Prozentpunkten steigender implizierter Volatilität der Top-50-Aktien im S&P 500 seit 2016 etwa 62 % auf die natürliche Zunahme der bestehenden Indexmitglieder zurückzuführen sind, während der Rest durch höhere Konzentration und Veränderungen der Indexzusammensetzung erklärt wird.

Das Modell der Bank zeigt: Sollte der Investitionszyklus bei KI in die Reifephase eintreten, könnte die Volatilität einzelner Aktien erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 zu sinken beginnen.

Niedrige Korrelation dürfte anhalten

Der Bericht stellt außerdem fest, dass die aktuell ungewöhnlich niedrige Aktienkorrelation durch makroökonomische Bedingungen begünstigt wird.

Historisch gesehen korreliert die Aktienkorrelation negativ mit den Zinssätzen und folgt grob den Bewegungen der Kreditspreads. Da die Zinssätze auf relativ restriktivem Niveau bleiben und die Kreditspreads niedrig sind, geht die Bank davon aus, dass die Korrelation kurzfristig weiterhin schwach bleibt, obwohl sie bereits unter das durch die Fundamentaldaten implizierte Niveau gefallen ist.

Dies eröffnet Spielraum für gelegentliche Korrelationsexplosionen, aber Société Générale erwartet, dass Anleger solche Spitzen zum Verkauf nutzen, anstatt sie als Zeichen für eine nachhaltige Marktschwäche zu sehen.

Die Bank schätzt, dass die derzeit hohe Konzentration bei Large Caps den Druck auf die Gesamtkorrelation nur um etwa 3 % bis 4 % (im Vergleich zum gleichgewichteten Index) reduziert und somit zeigt, dass die Konzentration zwar Einfluss hat, aber nicht der Hauptgrund für den Korrelationseinbruch ist.

Technische Risiken müssen beobachtet werden

Obwohl makroökonomische Risiken kontrollierbar erscheinen, weist Société Générale darauf hin, dass technische Faktoren stärker beachtet werden sollten.

Seit Mai sind die Finanzierungskosten für synthetische Aktienpositionen stark gestiegen und haben Werte erreicht, die sonst nur am Jahresende auftreten. Die Bank sieht die Hauptursache hierfür in privaten Investorengeldern, die über ETF-Leverage in den Markt fließen, sowie im wachsenden Hedgefonds-Leverage bei Halbleiteraktien – weniger in traditionellen institutionellen Investoren.

Société Générale prognostiziert, dass ein Rückgang in Halbleiteraktien und eine nachlassende Geschwindigkeit der privaten Kapitalzuflüsse in ETF-Leverage im Sommer für eine Entlastung der Finanzierungskosten sorgen könnten.

Der Bericht hebt außerdem hervor, dass die asiatischen Märkte potenziell als Frühwarnsystem für Struktur-Risiken im Markt dienen könnten. Das schnelle Wachstum von ETF-Leverage, die extreme Konzentration in den Aktienmärkten von Südkorea und Japan sowie der Volatilitätsanstieg bei KI-bezogenen Aktien könnten – falls sich der KI-Zyklus weiter verstärkt – ein Vorbote dafür sein, dass ähnliche Dynamiken auch in anderen Regionen auftreten werden.

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