In Kanada wüten Waldbrände, Trump droht, Umweltverschmutzungskosten in Zölle einzubeziehen
Der durch Waldbrände in Kanada verursachte Rauch breitet sich weiterhin auf mehrere US-Städte aus und veranlasst Trump dazu, damit zu drohen, die Kosten der Verschmutzung in die Zölle einzubeziehen.
Am 17. Juli beschuldigte US-Präsident Trump in den sozialen Medien Kanada einer schlechten Waldbewirtschaftung und erklärte, dass die kanadischen Waldbrände die Luftqualität in den USA beeinträchtigen. Solche Situationen ereignen sich jedes Jahr und verursachen Schäden in Höhe von „Milliarden von Dollar“ für die USA.
Er teilte mit, dass er diesbezüglich am selben Tag den kanadischen Premierminister anrufen wird und drohte, dass die Verluste der USA den von Kanada zu zahlenden Zöllen zugerechnet werden müssen. Nach dieser Meldung stagnierte der Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem kanadischen Dollar und wurde vorübergehend bei 1,4010 gehandelt.

Der kanadische Aktienindex weitete im Tagesverlauf seinen Rückgang zeitweise auf 0,6 % aus.

Die Schwankungen des kanadischen Dollars und des kanadischen Aktienmarkts bleiben derzeit moderat, doch Analysten erwarten, dass das Ergebnis des Gesprächs und die anschließenden politischen Reaktionen zum nächsten wichtigen Beobachtungspunkt werden.
Alarmierende Luftqualität: Mehrere US-Städte gehören zu den schlechtesten weltweit
Laut dem landesweiten Waldbrand-Briefing der kanadischen Regierung brannten bis Freitagnachmittag etwa 900 Brandherde in Kanada, von denen 122 als „außer Kontrolle“ galten, was bedeutet, dass sich das Feuer voraussichtlich weiter ausbreitet.
In dieser Woche zog der Rauch der Waldbrände in Kanada massiv nach Süden und bedeckte weite Teile des Nordostens und Mittleren Westens der USA. In mehreren Städten verschlechterte sich der Luftqualitätsindex (AQI) dramatisch.
In Toledo, Milwaukee und Detroit lag der AQI am Donnerstag jeweils über 500, weit über der „Gefahren“-Marke von 300.
Bis Freitagnachmittag führte Detroit die Rangliste der Städte mit der schlechtesten Luftqualität weltweit an, Chicago und Washington D.C. belegten den vierten bzw. fünften Platz, New York den vierzehnten.
Jonathan M. Tan, Abteilungsleiter für allgemeine Anästhesie am Children's Hospital Philadelphia, erklärte:
Wenn der AQI an einem Tag dauerhaft über 150 liegt, entspricht die Schädigung etwa dem Konsum von sieben bis neun Zigaretten.
Lokale Beamte und medizinische Experten raten den Einwohnern, möglichst in Innenräumen zu bleiben, anstrengende Aktivitäten zu vermeiden und beim Verlassen des Hauses eine N95-Maske zu tragen.
Laut der Prognose des Nationalen Wetterdienstes der USA wird das Problem der Luftverschmutzung auch am Wochenende anhalten, da die Luftströmung aus nordwestlicher Richtung weiterhin Rauch von den kanadischen Waldbränden in den Nordosten der USA transportiert.
Der AQI von Toledo wird voraussichtlich am Samstag im Bereich von 100 bis 200 liegen (UTC+8), was weiterhin als „ungesund“ bis „sehr ungesund“ gilt. Die schlechte Luftqualität in den genannten drei Städten könnte bis Montag andauern.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Studie der Europäischen Zentralbank: Selbst wenn KI die Erwartungen erfüllt, könnten US-Technologieaktien korrigieren und die Eurozone gefährden
Die Ökonomen der Europäischen Zentralbank warnen: Selbst wenn KI alle Versprechen hält, könnte eine Korrektur bei US-Technologieaktien dennoch unvermeidlich sein. Der zentrale Gedanke ist, dass technischer Erfolg die Risiken von Unternehmensebene auf die Gesamtwirtschaft verlagert und damit die nicht absicherbare systemische Risikoprämie erhöht und die Bewertungen drückt. Auch der Euroraum ist hiervon kaum ausgenommen, während der derzeitige politische Handlungsspielraum weit weniger großzügig ist als beim Platzen der Dotcom-Blase.

Von der technischen Geschichte zur Kapitalgeschichte: Das nächste Hauptkampffeld des KI-Entwicklungszyklus
Die großen US-Cloud-Anbieter haben ihre Investitionspläne deutlich erhöht. Der öffentliche und private Kreditmarkt beschleunigt die Finanzierung von AI-Infrastruktur; die Finanzierungsstruktur entwickelt sich rasch weiter und erstreckt sich immer tiefer entlang der Wertschöpfungskette – all dies geschieht innerhalb weniger Monate, mit einer Geschwindigkeit, Reichweite und Innovationskraft, die die Erwartungen des Marktes übertreffen. Morgan Stanley ist der Ansicht, dass AI zu einer Geschichte auf den Kapitalmärkten wird, und das Verständnis der Kapitalflüsse ist ebenso wichtig wie das Verständnis technologischer Innovation selbst.
"Wie verrückt!" Koreanische Privatanleger wechseln von Seoul nach Wall Street: Sie kaufen SK Hynix ADRs und setzen auf dreifach gehebelte ETFs
Daten zeigen, dass südkoreanische Privatanleger im Juli netto etwa 4,5 Milliarden US-Dollar in US-Aktien investiert haben. Davon flossen 840 Millionen US-Dollar in die SK Hynix ADR, obwohl diese mit etwa 10 % Aufschlag gehandelt wurde. Der dreifach gehebelte Halbleiter-ETF SOXL steht bei koreanischen Anlegern an erster Stelle; insgesamt machen gehebelte Produkte vier der zehn meistgekauften Anlagen aus. Analysten betonen, dass koreanische Privatanleger zwar den Schauplatz wechseln, aber nicht ihre Wetten, und weiterhin stark auf das KI-Thema setzen. Die Verbreitung von ADR-Aufschlägen und gehebelten Produkten ist ein Signal für übermäßige Spekulation und könnte zu erhöhter lokaler Marktvolatilität führen.
