HSBC: Die südkoreanische Zentralbank dürfte diese Woche vorsorglich den Leitzins um 25 Basispunkte anheben.
Odaily berichtet, dass der HSBC-Bank-Ökonom Jin Choi erklärt, der Markt erwarte allgemein, dass die Zentralbank Südkoreas diese Woche einen präventiven Zinsschritt um 25 Basispunkte vornehmen werde. Trotz lokaler Konflikte im Nahen Osten sei die Gesamtsituation entspannter und die internationalen Ölpreise relativ stabil. Dennoch stehe der Won weiterhin unter Abwertungsdruck, die Kerninflation bleibe hoch, und die Wachstumsprognose für die südkoreanische Wirtschaft habe sich verbessert.
Jin Choi ist der Ansicht, dass diese Faktoren ausreichend sind, um die Zentralbank Südkoreas zu einem proaktiven Zinsschritt zu bewegen, anstatt auf einen weiteren Rückgang der Ölpreise und eine damit verbundene Abkühlung der Inflation zu warten. Er weist außerdem darauf hin, dass der von Künstlicher Intelligenz getriebene Exportboom in Südkorea ein wichtiger Aspekt für die Zentralbank sei. Die durch das starke Exportwachstum erzielten Gewinne könnten sich über steigende Löhne, erhöhte Investitionen und die Fiskalpolitik auf die Inlandsnachfrage auswirken. Breitere Spillover-Effekte könnten zudem zu einer nachfragegetriebenen Inflationssteigerung führen und damit die Zentralbank Südkoreas in einen noch stärkeren Zinserhöhungszyklus drängen.
Laut HSBC wird nach der Zinserhöhung in dieser Woche im vierten Quartal eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwartet; zudem bestehe ein erhöhtes Aufwärtsrisiko für weitere Zinserhöhungen im Jahr 2027. (Golden Ten Data)
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen

Die „Chip-Inflation“ durch KI erfasst die britische Wirtschaft.
Die britische Verbraucherpreisindex (CPI) wird im Juli voraussichtlich um 2,9 % im Jahresvergleich steigen, was die erste Beschleunigung seit vier Monaten darstellt. Neben einem Anstieg der Energierechnungen durch die Anpassung der Ofgem-Preisobergrenze wird nun auch der durch KI verursachte Mangel an Speicherchips zu einem neuen Inflationstreiber – Apple-Laptops, Tablets sowie Xbox-Konsolen haben bereits Preissteigerungen angekündigt.
