Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA ist in der vergangenen Woche leicht auf 215.000 gesunken, die Entlassungsrate bleibt auf historischem Tiefstand.
Der US-Arbeitsmarkt zeigt weiterhin eine starke Widerstandsfähigkeit, doch die interne Struktur verändert sich. Unternehmen sind immer noch nicht bereit, ihre Mitarbeiter zu entlassen, doch das Einstellungstempo hat sich deutlich verlangsamt. „Langsame Einstellungen ohne Entlassungen“ ist das auffälligste Merkmal dieses Konjunkturzyklus.
Die neuesten Daten zeigen, dass die Zahl der erstmaligen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA in der Woche bis zum 4. Juli (einschließlich des Unabhängigkeitstags der USA) um 2.000 auf 215.000 gesunken ist, weniger als die vom Markt erwarteten 217.000, und sich weiterhin auf einem historischen Tiefstand befindet.

Allerdings ist die Zahl der fortgesetzten Arbeitslosenanträge, die die Wiedereinstellung von Arbeitslosen widerspiegelt, auf 1,81 Millionen gestiegen und hat damit einen neuen Höchststand seit März erreicht.

Wenn man die Bundesstaaten betrachtet, war der Anstieg der Erstanträge in Kalifornien und Missouri am größten, während New Jersey und Connecticut die größten Rückgänge verzeichneten.

„Langsame Einstellungen ohne Entlassungen“ werden zum Merkmal des US-Arbeitsmarktes
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bleibt weiterhin auf niedrigem Niveau und zeichnet gemeinsam mit den jüngsten Non-Farm-Daten das Bild eines US-Arbeitsmarktes mit „Entlassungsreduktion und verlangsamt Einstellungen“.
Nach mehreren Jahren mit Schwierigkeiten bei der Personalsuche tendieren Unternehmen dazu, bestehende Mitarbeiter zu behalten, wodurch die Zahl der Entlassungen begrenzt wird; gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach neuen Einstellungen deutlich. Der Non-Farm-Bericht für Juni zeigt eine Verlangsamung des Beschäftigungswachstums, eine sinkende Erwerbsquote und den Rückzug einiger Arbeitskräfte aus dem Markt, was auch die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung teilweise gedrückt hat.
Insgesamt befindet sich der US-Arbeitsmarkt in einer Phase von „langsame Einstellungen ohne Entlassungen“: Das Risiko von Entlassungen bleibt weiterhin gering, aber die Dynamik des Beschäftigungswachstums lässt nach. Für den Markt sorgen die weiterhin unter den Erwartungen liegenden Erstantragszahlen dafür, dass die Erwartung einer „sanften Landung“ der Wirtschaft gestützt wird – Unternehmen entlassen nicht in großem Maßstab, das Einkommen und die Konsumgrundlage der Bevölkerung sind stabil, und das kurzfristige Rezessionsrisiko ist begrenzt.
Allerdings weisen das Nachlassen der Einstellungsaktivitäten in Verbindung mit dem Anstieg der fortgesetzten Arbeitslosenanträge darauf hin, dass der Arbeitsmarkt allmählich schwächer wird. In den kommenden Monaten werden die Zahl neuer Non-Farm-Arbeitsplätze, die fortgesetzten Arbeitslosenanträge und die Erwerbsquote zu den Schlüsselindikatoren, um die Entwicklung des Arbeitsmarktes und den politischen Kurs der Fed zu beurteilen.
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