Bloomberg: Der Bullenmarkt für Speicher dürfte bis 2027 andauern, aber der st ärkste Preisanstieg ist bereits vorbei
BlockBeats News, 8. Juli – Die Wall-Street-Investmentbank Bernstein gab in ihrem globalen Speicher-Monatsbericht vom 8. Juli an, dass der DRAM-Vertragspreis im Juni weiterhin im Monatsvergleich gestiegen ist, was auf einen Anstieg von etwa 74% im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum ersten Quartal hindeutet. Die Nachfrage nach Servern und Mobilgeräten bleibt die Haupttriebkraft, wobei der Server-DRAM-Preis im zweiten Quartal voraussichtlich um etwa 60% bis 67% steigen wird und Mobile DRAM nahe 80% liegt.
Auch der Spotmarkt zeigte ein knappes Angebot. Im Juni stiegen die PC-DRAM-Spotpreise um 5,6% bis 11,5% im Monatsvergleich, und Server-DRAM stieg um 6,1% bis 26,4%. Der Bericht erwähnte, dass die Leistung von Server-DDR5 besonders stark war, wobei die Spotpreise deutlich über den Vertragspreisen lagen. Dies deutet darauf hin, dass KI- und Cloud-Service-Anbieter weiterhin zusätzliche Kapazitäten aufnehmen, die von den Lieferanten in den Serverbereich verschoben werden.
Bernstein stellte jedoch ebenfalls fest, dass das Tempo der Preisanstiege im dritten Quartal voraussichtlich deutlich abflachen wird. TrendForce prognostiziert, dass der Preisanstieg für traditionelle DRAM im dritten Quartal auf 13% bis 18% zurückgeht und damit niedriger ausfällt als der starke Anstieg im zweiten Quartal. PC-, Mobil- und Unterhaltungselektronikkunden reduzieren Konfigurationen oder passen das Beschaffungstempo an. Zwar ist die Nachfragezerstörung noch nicht vollständig eingetreten, doch der Bericht geht davon aus, dass sie letztlich eintreten wird.
Die Lage bei NAND ist gemischter. Im Juni fielen die NAND-Wafer-Spotpreise um 3% bis 4%, während die Wafer-Vertragspreise leicht um 0,3% bis 3,7% stiegen. Allerdings wird der starke Preisanstieg bei Mobile NAND und SSD voraussichtlich weiterhin den gesamten NAND-Vertragspreis im zweiten Quartal um etwa 60% steigen lassen. Bernstein erklärte, dass die Preissteigerungen bei SSD und mobilem Speicher 70% bis 80% erreichen könnten und somit die Schwäche am Wafer-Ende ausgleichen.
Die entscheidende Variable dieses Speicherzyklus bleibt KI. Cloud-Service-Anbieter und Server-Kunden priorisieren weiterhin die Sicherung ihrer Versorgung, wobei einige US-CSPs bereits langfristige Vereinbarungen ausgehandelt haben, während chinesische CSPs noch in den Verhandlungen sind. Langfristige Vereinbarungen helfen, zukünftige Preisrückgänge auszugleichen, könnten aber auch den Spielraum für manche Anbieter begrenzen, die Preise weiter zu erhöhen.
In den Anlageempfehlungen bleibt Bernstein bei einer positiven Bewertung von Samsung, SK Hynix, Micron und SanDisk, während bei Kioxia weiterhin Vorsicht geboten wird. Der Bericht legt nahe, dass Speicherpreise bis 2027 stark bleiben könnten. Ab der zweiten Hälfte 2027 bis 2028 werden jedoch mit Inkrafttreten langfristiger Vereinbarungen und neuer Kapazitäten die Preise schrittweise auf ein normales Niveau zurückkehren.
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