4.180 Dollar als entscheidende Schwelle: Dem Gold fehlt zum Gegenangriff nur noch ein kleiner Schritt
Huifang-Netz, 8. Juli—— Am Mittwoch, dem 8. Juli, zeigte der Spot-Goldpreis nach dem Rückgang des vorherigen Handelstages eine leichte Erholung und liegt derzeit über 4100 US-Dollar. Der Tageszuwachs beträgt etwa 0,5 %, allerdings fiel der Preis in den vergangenen Monat immer noch etwa 3,08 %. Dies bedeutet, dass die aktuelle Entwicklung nicht ausschließlich durch sichere Anlagepräferenzen getrieben wird, sondern durch drei Kräfte gleichzeitig: „Konfliktprämie, Rohölpreiserholung und Neupreisung der Zinserwartungen“. Gleichzeitig werden die Sitzungsprotokolle der Federal Reserve vom Juni am Donnerstag um 2 Uhr früh veröffentlicht, der Markt wartet auf weitere Signale bezüglich des künftigen Zinswegs.
Am Mittwoch, dem 8. Juli, zeigte der Spot-Goldpreis nach dem Rückgang des vorherigen Handelstages eine leichte Erholung und liegt derzeit über 4100 US-Dollar. Der Tageszuwachs beträgt etwa 0,5 %, allerdings fiel der Preis in den vergangenen Monat immer noch etwa 3,08 %. Dies bedeutet, dass die aktuelle Entwicklung nicht ausschließlich durch sichere Anlagepräferenzen getrieben wird, sondern durch drei Kräfte gleichzeitig: „Konfliktprämie, Rohölpreiserholung und Neupreisung der Zinserwartungen“. Gleichzeitig werden die Sitzungsprotokolle der Federal Reserve vom Juni am Donnerstag um 2 Uhr früh veröffentlicht, der Markt wartet auf weitere Signale bezüglich des künftigen Zinswegs.
Gold-Rally schwach, Hauptdruck kommt von realen Zinserwartungen
Aus der Chartstruktur betrachtet bleibt der Spot-Goldpreis kurzfristig über 4100 US-Dollar, jedoch ist der Aufwärtsimpuls nicht stark. Im Tageschart ist ersichtlich, dass der Preis zuvor von ca. 4595 US-Dollar bis auf das Tief von 3943 US-Dollar gefallen ist und danach auf rund 4130 US-Dollar zurückgeprallt ist. Der Mittelwert des Bollinger-Bandes liegt nahe 4182 US-Dollar und zeigt, dass der Goldpreis das mittelfristige Widerstandsniveau noch nicht zurückerobert hat. Solange der Kurs den Mittelwert nicht effektiv zurückgewinnt, handelt es sich eher um eine technische Erholung als um eine Trendwende.
Das Problem des Goldes besteht darin, dass es einerseits von den Unsicherheiten durch Konflikte profitiert, andererseits aber durch die Zinserwartungen unter Druck steht. Bei steigenden Konflikten steigt normalerweise die Nachfrage nach sicheren Anlagen, doch steigende Rohölpreise schüren erneut Inflationsängste, sodass der Markt darauf setzt, dass die Federal Reserve die restriktive Geldpolitik beibehält. Für nicht verzinsliche Vermögenswerte bedeutet eine Erhöhung des nominalen und realen Zinssatzes direkt höhere Haltekosten. So sieht es kurzfristig aus, als würde Gold von der Flucht in Sicherheit profitieren, in Wirklichkeit steht das Zinsumfeld einer weiteren Preissteigerung entgegen.
Rohölpreis-Rally verändert die Inflationserwartungen des Marktes
Die aktuelle Rally des Goldpreises bleibt schwach, entscheidender Faktor ist der Rohölpreis. Brent-Öl steigt derzeit auf 76 US-Dollar pro Barrel (UTC+8), West Texas Intermediate auf 72 US-Dollar pro Barrel (UTC+8). Die Risiken rund um die Straße von Hormus nehmen wieder zu, wodurch Sorgen um die Energieversorgung erneut für Händler relevant werden – jener Kanal ist für etwa ein Fünftel des weltweiten Rohölflusses verantwortlich.
Das ist für Gold nicht nur vorteilhaft. Während steigende Ölpreise zunächst die Flucht in Sicherheit auslösen, führen sie auch zu dauerhaften Inflationserwartungen. Wenn der Markt glaubt, dass die Energiepreise die Inflation erneut antreiben, werden US-Staatsanleihen und der US-Dollar meist unterstützt, wodurch die Schutzfunktion des Goldes durch den Zinsdruck teilweise ausgeglichen wird. Deshalb hat der Goldpreis trotz Konfliktmeldungen keinen direkten Ausbruch erlebt, sondern bleibt im Bereich über 4100 US-Dollar in einer Zwickmühle.
Fed-Protokoll wird zur kurzfristigen Preisschwelle
Laut der Fed-Erklärung vom Juni bleibt die Zielspanne für den Federal Funds Rate zwischen 3,50 % und 3,75 %, wobei betont wird, dass die Inflation weiterhin über dem 2 %-Ziel liegt und einige Preisdruckfaktoren – darunter Energie – auf Angebotschocks zurückzuführen sind. Offiziell werden die Protokolle während der nordamerikanischen Handelszeit veröffentlicht, das Interesse der Händler liegt nicht auf der Frage „ob die Zinserhöhung schon erfolgt ist“, sondern auf der internen Abwägung des Ausschusses bezüglich Energieschocks, sich abschwächender Beschäftigung und Inflationsträgheit.
Die jüngsten Daten sind nicht eindeutig. Im Juni stieg die Zahl der Beschäftigten nur um 57.000 (UTC+8), die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 % (UTC+8) und die Beschäftigungszahlen für April und Mai wurden insgesamt um 74.000 nach unten korrigiert, was eine Verlangsamung des Arbeitsmarktausbaus anzeigt. Gleichzeitig lag der PMI für den Dienstleistungssektor im Juni bei 54,0 (UTC+8) – weiterhin im Expansionsbereich, aber unter dem Wert von 54,5 aus Mai (UTC+8). Sowohl Neuaufträge als auch Geschäftsaktivitäten kühlten ab, der Preisindex fiel auf 67,7 (UTC+8), bleibt aber auf hohem Niveau.
Diese Datenkombination macht die Lage für Gold besonders komplex. Eine Verlangsamung am Arbeitsmarkt sollte eigentlich die Zinserwartungen schwächen, aber die Erholung der Energiepreise bringt die Inflationsrisiken zurück ins Spiel. Laut der Preisbildung am Zinsfuturesmarkt stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von etwa 57 % (UTC+8) am Vortag auf über 63 % (UTC+8), was zeigt, dass der Markt Konflikt- und Ölpreisrisiken mit einer höheren Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen neu bewertet.
Technische Erholung ersichtlich, für Trendwende braucht es entscheidenden Ausbruch
Im Tageschart verbessern sich die technischen Signale für Gold, aber sie sind noch nicht stark genug. Der MACD-Histogrammwert ist wieder positiv, was zeigt, dass der Abwärtsdruck nachlässt. Allerdings liegen DIFF und DEA noch unterhalb der Nulllinie, was bedeutet, dass der mittelfristige Trend noch nicht vollständig repariert ist. Der Preis hält sich kurzfristig stabil um 4100 US-Dollar, dies zeigt lediglich, dass es darunter Kaufinteresse gibt, allerdings ist der Bereich von 4180 bis 4200 US-Dollar der wichtigere Widerstandsgürtel.
Falls das Protokoll stärkere Inflationsbekämpfung signalisiert, könnte Gold weiter unter Zinsdruck stehen und die Stabilität rund um 4100 US-Dollar erneut geprüft werden. Falls die Fed dem schwachen Arbeitsmarkt mehr Gewicht einräumt, könnte der Markt die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen senken und Gold hätte mehr Argumente, das Level bei über 4180 US-Dollar herauszufordern. Das aktuelle Handelsmuster basiert nicht einfach auf dem Konflikt selbst, sondern darauf, ob sich der Konflikt über höhere Ölpreise in steigende Inflation und dadurch in sinkende Goldpreise durch höhere Zinserwartungen auswirkt.
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