Mehrere Wall-Street-Institutionen fordern gemeinsam zum „Kaufen bei Kursrückgängen“ im Halbleitersektor auf: Die langfristigen Argumente für KI bleiben unverändert, aber Investitionen treten in eine Ära der selektiven Auswahl ein.
BlockBeats berichtete am 7. Juli, dass im Zuge der anhaltenden Korrektur im Halbleitersektor mehrere Wall-Street-Institute ihre Statements abgegeben haben. Sie sind sich weitgehend einig, dass die aktuelle Anpassung Anlegern eine Gelegenheit zum „Einstieg bei niedrigen Kursen“ bietet. Im Gegensatz zu früheren Empfehlungen einer umfassenden Allokation im Halbleitersektor, gehen die Institute nun davon aus, dass Investitionen in AI sich auf gezielte Einzelaktien konzentrieren sollten.
Goldman Sachs erklärte, dass der Handel mit AI-Chips inzwischen eine selektivere Phase erreicht habe. Sie empfehlen nicht weiterhin den „Kauf eines ganzen Halbleiterkorbs“, sondern bleiben bei den Segmenten CPU, ASIC, Speicher und Halbleiter-Ausrüstung optimistisch und nannten dabei speziell AMD und Applied Materials.
JPMorgan ist der Meinung, dass die jüngste Kurskorrektur der Halbleiteraktien ein gutes Zeitfenster für Investitionen darstellt. Die Nachfrage nach AI-Chips befindet sich weiterhin in einem langfristigen Aufwärtstrend; zusätzliche Kapazitäten werden voraussichtlich erst ab 2028 deutlich freigesetzt. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bleibt daher gesund.
Bank of America bleibt zuversichtlich hinsichtlich des langfristigen Wachstumszyklus von AI-Halbleitern und sieht die Branche aktuell in der Mitte eines acht- bis zehnjährigen Wachstumszyklus. Der globale Halbleitermarkt wird voraussichtlich weiter expandieren. Es wird empfohlen, sich besonders auf Branchengrößen wie Nvidia, Broadcom, Lam Research und KLA zu konzentrieren.
UBS betonte, dass die langfristige Investmentlogik bei AI unverändert sei. Kurzfristige Schwankungen im Halbleitersektor bieten vielmehr langfristigen Investoren die Möglichkeit, schrittweise Positionen aufzubauen. Sie empfehlen, das Marktgeschehen für den Einstieg bei Korrekturen zu nutzen.
Morgan Stanley ist der Auffassung, dass die langfristigen Perspektiven für AI-Chips weiterhin positiv sind. Mit dem starken Anstieg des Sektors werde der Markt künftig jedoch verstärkt auf die Fähigkeit zur Gewinnrealisierung achten. Es könnte zu einer Umschichtung von Kapital aus einigen Chip-Aktien hin zu Cloud-Computing und anderen Segmenten der AI-Infrastruktur kommen. Anleger sollten künftig gezielter Einzeltitel auswählen.
Insgesamt senden mehrere Wall-Street-Institute wie Goldman Sachs, JPMorgan, Bank of America und UBS derzeit ähnliche Signale: Die Korrektur im Halbleitersektor bedeutet nicht das Ende des AI-Trends, sondern bietet neue Investitionsmöglichkeiten. Allerdings befindet sich der Markt nun in der „Auswahl von Branchengrößen“-Phase und die künftige Entwicklung wird stärker von der Fähigkeit der Unternehmen zur Gewinnrealisierung sowie der kontinuierlichen Nachfrage nach AI-Infrastruktur abhängen.
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