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Wie sieht es nach schwachen Non-Farm Payrolls mit den 10-jährigen US-Staatsanleihen aus?

Wie sieht es nach schwachen Non-Farm Payrolls mit den 10-jährigen US-Staatsanleihen aus?

BFC汇谈BFC汇谈2026/07/07 00:03
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Von:BFC汇谈


Im Juni lag der Zuwachs an neuen nicht-landwirtschaftlichen Arbeitsplätzen in den USA bei 57.000, was unter den Markterwartungen von 113.000 lag; zudem wurden die Zahlen für April und Mai zusammengerechnet um 74.000 nach unten korrigiert. Auf den ersten Blick sind dies eigentlich gute Nachrichten für US-Staatsanleihen und negative für den US-Dollar, doch das Marktverhalten zeigt ein differenzierteres Bild: Am 2. Juli sank die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen von 4,17 % auf 4,14 %, während die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen von 4,48 % auf 4,49 % stieg, und der Spread zwischen 2- und 10-jährigen Anleihen stieg von 31 Basispunkten auf 35 Basispunkte. Mit anderen Worten: Der Markt kaufte zwar das kurze Ende, aber nicht synchron das lange Ende. Die erste Bedeutung der schwachen Arbeitsmarktdaten ist, dass die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen abnimmt – es handelt sich also nicht um ein sofortiges Umschalten auf eine Rezessionsbewertung.

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Das Nachgeben am kurzen Ende ist nicht schwer zu verstehen: Der Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen hat sich deutlich verlangsamt, und die Nachkorrekturen der beiden Vormonate zeigen, dass der Arbeitsmarkt nicht überhitzt ist. Für die Rendite zweijähriger Anleihen bedeutet dies ein direkt sinkendes Tail-Risiko für weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Mit anderen Worten: Schwache Arbeitsmarktdaten drücken vor allem die Wahrscheinlichkeit für ein „sofortiges“ oder „weiteres“ Anheben der Leitzinsen.

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Diese Zahlen sind jedoch nicht schwach genug, dass der Markt unmittelbar auf eine Rezessionsbewertung umschaltet. Der Bericht ist stark von temporären Faktoren beeinflusst: Die frühzeitige Einstellung führte zu einem Rückgang der Beschäftigung im Freizeit- und Hotelgewerbe, die Partizipationsrate der 25- bis 34-Jährigen sank um 1,6 Prozentpunkte und weitere Effekte. Das Signal für die Fed ist: Sie kann weniger aggressiv agieren und mehr Geduld haben, muss aber derzeit nicht sofort auf eine expansive Geldpolitik umschwenken.

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Ein schwacher Arbeitsmarktbericht eines einzelnen Monats bedeutet lediglich eine Abschwächung des Beschäftigungszuwachses am Rand, reicht aber nicht aus, um einen schnellen Rückgang des langfristigen Wachstumspotenzials und des Realzinsniveaus zu belegen,was auch der Schlüssel dafür ist, dass die Renditen zehnjähriger Anleihen nicht deutlich gesunken sind. Gleichzeitig sorgen Staatsfinanzierung, das Angebot von Staatsanleihen sowie Kapitalausgaben für KI-Rechenzentren weiterhin für Finanzierungsbedarf. Eine schwächere Kreditvergabe im privaten Sektor bedeutet nicht zwangsläufig einen rückläufigen nationalen Finanzierungsbedarf – die Regierung und KI-Investitionen stabilisieren weiter das Renditeniveau am langen Ende.

Daher preist der Markt nach schwachen Arbeitsmarktdaten keinen breiten Rückgang der gesamten Renditekurve ein. Aufgrund rückläufiger Zinserwartungen profitiert das kurze Ende direkter, während die zehnjährigen Anleihen nur weniger Aufwärtsdruck spüren, aber noch keinen grundlegenden Abwärtstrend zeigen – das Bild bleibt volatil.

Mit Blick auf die Zukunft ist der CPI der wichtigste Datenpunkt. Sollte der Verbraucherpreisindex für Juni deutlich unter den Erwartungen liegen, könnten die zehnjährigen Renditen in Richtung 4,35 % bis 4,40 % sinken; bleibt die Kerninflation hingegen bei etwa 0,3 % oder höher, ist eine Rückkehr über 4,50 % wahrscheinlich. Mittelfristig gilt: Erst wenn sich die Abkühlung des Arbeitsmarktes stärker in Entlassungen und schwächerem Konsum zeigt und die Inflation zurückgeht, ist beim langen Ende wirklich Raum für sinkende Renditen.



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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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