Ist das „Überangebot an Rechenleistung“, das den Aktienmarkt belastet, ein Scheinproblem? Analysten: Es handelt sich nicht um ein „generelles Überangebot an Rechenleistung“, sondern um eine strukturelle Unterauslastung.
Gelonghui, 2. Juli – Meta hat gestern Abend eine „tiefgreifende Bombe“ platzen lassen und plant den branchenübergreifenden Einstieg in Cloud-Infrastruktur-Dienstleistungen sowie den externen Verkauf überschüssiger KI-Rechenressourcen. Diese Nachricht löste bei US-Aktien im Bereich Speicherchips und optische Kommunikation massive Kurseinbrüche aus und riss am Morgen auch den südkoreanischen Aktienmarkt mit nach unten. Innerhalb kürzester Zeit wandelten sich die Markterwartungen von einem „hemmungslosen Aufkauf“ zu einer „Überkapazität an Rechenleistung“.
Allerdings weisen einige Analysten darauf hin, dass Metas Vorgehen kein Zeichen für eine flächendeckende Überproduktion von Rechenleistung ist, sondern einen strukturellen Leerlauf widerspiegelt. Warum handelt es sich definitiv nicht um eine generelle Überkapazität? Zwei eindeutige Beweise:
1) Meta kauft weiterhin unermüdlich Rechenkapazitäten ein. Während das Unternehmen plant, ältere Karten zu vermieten, beschafft es parallel große Mengen an Rechenleistungen von Drittanbieter-Cloud-Anbietern und baut eigene AI-Rechenzentren neu auf. Die Kapitalausgabenprognose für das gesamte Jahr 2026 liegt bei 125–145 Milliarden US-Dollar, wobei Unmengen an High-End-GPUs für das Training nächster Ultra-Large-Scale-Modelle eingeplant sind. Bei einer generellen Überkapazität würde Meta keine milliardenschweren Infrastrukturinvestitionen fortsetzen.
2) Externe Unternehmen bieten proaktiv Aufpreise für die Anmietung von Rechenressourcen. Bei der Aktionärsversammlung betonte Zuckerberg deutlich: Jede Woche wenden sich Unternehmen an Meta und sind bereit, zu höheren Preisen als den eigenen Kosten Rechenleistung zu mieten. Der Gesamtmarkt für AI-Rechenleistung bleibt weiterhin knapp – eine Branchenüberfüllung liegt nicht vor.
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