Nach Steuervergünstigungen erreichen die Käufe indischer Anleihen durch ausländische Investoren ein Rekordniveau.
Laut Golden Ten Data am 1. Juli hat die indische Regierung nach der Abschaffung der Steuer auf ausländische Investoren einen Rekordanstieg von Kapitalzuflüssen in indische Anleihen verzeichnet, die weltweit ohne Beschränkungen erworben werden können. Nach Angaben der Clearing Corporation of India kauften ausländische Investoren im vergangenen Monat über den sogenannten „Fully Accessible Route“ Anleihen im Wert von 418 Milliarden Rupien (etwa 4,4 Milliarden US-Dollar), nahezu doppelt so viel wie der bisherige Rekord von 239 Milliarden Rupien im August 2024. Der anhaltende Kapitalzufluss dürfte die Finanzierungskosten der Regierung senken und den Kurs der indischen Rupie angesichts eines stärkeren Dollar stützen. Dhiraj Nim, Ökonom der Australia and New Zealand Banking Group, erklärte: „Verschiedene Faktoren wie die Steuersenkung, die Wechselkursstabilität, die nach hinten verschobene Zinserhöhungserwartung sowie das gesunkene fiskalische Risiko könnten ausländischen Investoren ausreichend Gründe liefern, indische Anleihen zu kaufen.“ Er wies jedoch auch darauf hin, dass diese Kapitalzuflüsse möglicherweise nicht anhalten, falls sich die globalen Finanzbedingungen weiter verschärfen und die US-Leitzinsen hoch bleiben. Dieser Zustrom kennzeichnet eine Erholung des südasiatischen Marktes nach mehreren Monaten der Schwäche. Weitere Marktsignale bestätigen diesen Trend: Der indische Aktienmarkt übertraf im Juni andere Schwellenmärkte, und die Rupie wurde im gleichen Zeitraum zur zweitstärksten asiatischen Währung.
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