Noch verrückter als die Dotcom-Blase? Legendärer Investor warnt schockierend: US-Aktien könnten um 70 % einbrechen – Verkaufen Sie jetzt Ihre Tech-Aktien!
Der legendäre Investor und Mitbegründer von GMO, Jeremy Grantham, der erfolgreich die Internetblase und die globale Finanzkrise von 2008 voraussagte, hat erneut eine scharfe Warnung an die Wall Street ausgesprochen.
Kürzlich erklärte Grantham im Interview mit dem Podcast „The Diary of a CEO“, dass er glaubt, dass der US-Aktienmarkt derzeit „in der größten Investmentblase der amerikanischen Geschichte“ steckt. Die AI-Technologieaktien, die in den letzten Jahren die Märkte anführten, könnten im Zuge einer zukünftigen Korrektur die größten Verluste erleiden. #AI-Boom: Von Chips bis zum Wettlauf um Kapital#
Grantham ist der Ansicht, dass die aktuellen Bewertungen am US-Aktienmarkt die historischen Normalwerte bei Weitem überschreiten.
In einem anschließenden Interview mit CNBC erklärte er weiter: „Dies ist der teuerste Aktienmarkt in der Geschichte der USA.“ Auf die Frage, welche historische Blase dem aktuellen Geschehen am nächsten komme, antwortete Grantham: „Am ähnlichsten ist es der Dotcom-Blase im Jahr 2000.“
Doch seiner Meinung nach sind die aktuellen Bewertungsniveaus sogar noch extremer als während der Tech-Blase damals.
Nach seiner Einschätzung kehrt der Markt schließlich immer zum langfristigen Trend zurück. Falls der US-Aktienmarkt wieder zum historischen Durchschnitt bewertet werde, läge der Rückgang „eher bei 70% als bei 50%“.
Als der Moderator weiter nachhakte: „Meinen Sie, dass der US-Aktienmarkt um 70% fallen sollte?“ antwortete Grantham ohne zu zögern: „Ja, das denke ich.“
AI-Technologieaktien bergen das größte Risiko
Aus Granthams Sicht verdient nicht der gesamte Markt besondere Aufmerksamkeit, sondern insbesondere die extreme Konzentration der Mittel auf wenige herausragende Technologieaktien.
In den letzten fünf Jahren ist der S&P 500 um über 70% gestiegen, und die Künstliche Intelligenz-Welle hat Unternehmen wie Nvidia und andere Technologieführer zu immer neuen Allzeithochs getrieben. Deshalb ist er überzeugt, dass gerade diese Top-Gewinner im Falle eines Bärenmarktes zu den riskantesten Vermögenswerten zählen.
„Die Aktien mit den größten Kursanstiegen – AI und andere angesagte Wachstumswerte – sind erfahrungsgemäß in einer Korrektur auch jene mit dem größten Absturzpotenzial.“
Basierend auf dieser Einschätzung gibt Grantham einen äußerst klaren Investmenttipp: „Wenn Sie viele US-Technologieaktien halten, würde ich persönlich empfehlen, alles zu verkaufen.“
Darüber hinaus fügte er an: „Halten Sie überhaupt keine US-Aktien.“
Nicht nur Grantham: Immer mehr sorgen sich an der Wall Street
Bemerkenswert ist, dass Grantham nicht der einzige erfahrene Marktteilnehmer ist, der kürzlich warnende Worte äußerte.
Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, wies ebenfalls darauf hin, dass die Bewertungen an den US-Börsen inzwischen jene der Dotcom-Blase von 2000 und der Vorkrisenzeit vor dem Börsencrash von 1929 erreicht hätten.
Obwohl ein genauer Zeitpunkt des Höchststands am Markt nicht vorhergesagt werden kann, machen sich immer mehr erfahrene Investoren Sorgen, dass die AI-getriebene Ausweitung der Bewertungen die Gewinnentwicklung der Unternehmen bereits weit übersteigt.
Wenn ein Absturz von 70% kommt, trifft das nicht nur die Wall Street
Grantham ist der Meinung, dass im Falle einer Marktkorrektur von fast 70% nicht nur institutionelle Investoren massiv betroffen wären.
Derzeit halten viele US-Haushalte Aktien über 401(k)-, IRA- und andere Altersvorsorgekonten. Bereits in der Marktkorrektur 2022, die weit geringer ausfiel als von Grantham prognostiziert, schrumpften die US-Rentenvermögen um rund 3 Billionen US-Dollar.
Sollte es in Zukunft tatsächlich zu einer von ihm erwarteten massiven Korrektur kommen, könnten das Vermögen, die Altersvorsorge und auch die Konsumkraft der US-Bevölkerung stark in Mitleidenschaft gezogen werden.
Wie reagieren? Diversifikation bleibt das Schlüsselwort
Angesichts drohender Marktrisiken betont Grantham wiederholt, dass Anleger vermeiden sollten, ihr Vermögen übermäßig auf US-Aktien zu konzentrieren – insbesondere auf hoch bewertete Technologieaktien.
Dalio hat zuvor darauf hingewiesen, dass Gold nach wie vor ein unverzichtbares Absicherungsinstrument im Portfolio sei. Er sagte einmal: „Die meisten Menschen sind in ihren Portfolios zu wenig in Gold investiert. Wenn harte Zeiten kommen, ist Gold ein äußerst effektives Diversifikationsinstrument.“
Neben Gold können auch Immobilien, alternative Anlagen und andere weniger stark mit Aktien korrelierte Vermögenswerte dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit eines Portfolios gegenüber Risiken zu erhöhen.
Marktexperten weisen jedoch auch darauf hin, dass hohe Bewertungen nicht bedeuten, dass eine Blase sofort platzen muss. Historisch gesehen hält Marktstimmung oft viel länger an, als Investoren erwarten. Für Privatanleger empfiehlt es sich daher eher, mit kontrollierter Positionsgröße, Diversifikation und langfristigem Anlagehorizont auf mögliche Marktvolatilität zu reagieren, statt den perfekten Zeitpunkt des Ausstiegs treffen zu wollen.
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