BIS: KI könnte langfristig vier Entwicklungspfade einschlagen, unzureichende Nachfrage könnte ein entscheidender Wachstumshemmnis sein
BlockBeats berichtet, dass laut einer aktuellen Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) vom 29. Juni KI das Potenzial hat, das traditionelle Muster technologischer Revolutionen, die lediglich die Arbeitsproduktivität erhöhen, zu durchbrechen, indem sie die Fähigkeit zur Wissensschaffung verbessert und somit den Pfad des langfristigen Wirtschaftswachstums verändert.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich für die Zukunft der KI vier Szenarien abzeichnen: Aufrechterhaltung des Status quo, begrenzte Produktivitätssteigerung, Nachfragelücke sowie transformative KI. Sollte die KI in der Lage sein, ihre Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern, könnten sowohl das Wirtschaftswachstum als auch der natürliche Zinssatz deutlich über dem historischen Niveau liegen.
Die Entwicklung der KI wird sich jedoch nicht zwangsläufig unbegrenzt beschleunigen. Mit fortschreitender Automatisierung und der verstärkten Ersetzung menschlicher Arbeit könnte der Anteil der Arbeitseinkommen sinken, wobei die Konsumnachfrage kaum mit der stetig steigenden Produktionskapazität Schritt halten dürfte. Sollten Unternehmen eine unzureichende künftige Marktnachfrage erwarten, könnten sie ihre Investitionen in KI-Innovationen und Automatisierung verringern, sodass der technische Fortschritt eher von der Nachfrage als von der Technologie selbst begrenzt wird.
Die BIS ist der Ansicht, dass in einem solchen „Nachfragelücke“-Szenario eine ungenügende Endnachfrage zur maßgeblichen Einschränkung des langfristigen Wirtschaftswachstums werden könnte, während die langfristigen Auswirkungen von KI weiterhin von mehreren Faktoren wie technischen Durchbrüchen, Einkommensverteilung und der Entwicklung der Nachfrage abhängen.
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