Serenity: Automobil- und Robotik-Lieferketten konvergieren, Deutschlands Schaeffler steht vor Neubewertung der Preisgestaltung
BlockBeats News, 28. Juni, Serenity veröffentlichte eine Analyse zur „Integration der Automobil- und Roboterversorgungskette“ und nahm das deutsche Unternehmen Schaeffler (Marktwert etwa €74,7 Milliarden) als typisches Beispiel. Schaeffler arbeitet mit 45 Unternehmen für humanoide Roboter zusammen; die Produkte decken Kernkomponenten wie Lager, Getriebe, Sensoren/ECUs, Aktuatoren und Leistungselektronik ab. Geschätzt machen diese etwa 50% der Materialkosten eines humanoiden Roboters aus, mit dem Ziel, einen Marktanteil von 10% in diesem Bereich zu sichern. Allerdings prognostiziert das Unternehmen für robotbezogene Umsätze bis 2030 lediglich einen Betrag im Bereich einiger Milliarden Euro, was deutlich unter Musks optimistischer Markterwartung liegt. Serenity hält dies für einen klassischen Fall von „Sandbagging-Prognose“, der erheblich unterschätzt ist. Serenity verwies zudem auf weitere interessante Ziele, wie Nabtesco mit Fokus auf Getriebereduzierer und Sany Intelligent Control, das Teile an Teslas Optimus liefert.
Bezüglich der Investmentlogik ist Serenity der Meinung, dass diese traditionellen Automobilzulieferer derzeit aufgrund des schleppenden Automobilgeschäfts unterbewertet sind. Humanoide Roboter und KI im Automobilbereich werden zu bedeutenden Wachstumstreibern, wobei der Chairman von TSMC kürzlich KI im Auto als neuen Wachstumsmotor genannt hat. Voraussetzung ist jedoch, dass bahnbrechende Anwendungen und Marktführer wie ChatGPT oder Anthropic entstehen müssen, um das gesamte Ökosystem der vorgelagerten Lieferkette wirklich anzutreiben. Aktuell macht das Robotergeschäft nur rund 1% des Gesamtumsatzes dieser Unternehmen aus, und der Markt konzentriert sich kurzfristig weiterhin auf aktuelle Engpässe wie Speicher und MLCC.
Serenity prognostiziert, dass sich mit der Entwicklung humanoider Roboter entlang verschiedener Architekturpfade in Zukunft „überraschende Versorgungskettenengpässe“ ähnlich wie bei HBM oder MLCC ergeben werden, wodurch früh positionierte Unternehmen Preissetzungsmacht und Neubewertungschancen erhalten. Ab 2027 könnte dies zu einem wichtigen Katalysator werden.
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