Der Goldpreis kämpft um die 4000-Dollar-Marke
Quelle: Xinhua Finanz
Xinhua Finanz, Peking, 26. Juni – Am Donnerstag (25. Juni) eröffnete der internationale Goldpreis bei 3995,08 US-Dollar, erreichte ein Tageshoch von 4044,29 US-Dollar und ein Tagestief von 3962,09 US-Dollar und schloss bei 4026,18 US-Dollar. Die Tagesbandbreite lag bei 158,71 US-Dollar, der Preis stieg um 34,48 US-Dollar, was einem Plus von 0,86 % entspricht. Die Tageskerze bildet ein kleines positives Doji mit unterem Schatten.
Insgesamt betrachtet kämpften nach einer Phase fortgesetzter Rückgänge Bullen und Bären heftig um die 4000-US-Dollar-Marke. Obwohl eine technische Erholungsrallye nach Überverkauf möglich ist, ist der seit Mitte April anhaltende Abwärtstrend noch nicht durchbrochen. Ob sich der Aufwärtstrend wieder etabliert, muss erst durch mehrere Testphasen bestätigt werden; aktuell bewegt sich der Goldpreis weiterhin in einer Phase schwankender Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau.
Aus fundamentaler Sicht befindet sich der Goldpreis weiterhin in einem von Zinserhöhungserwartungen geprägten schwachen Umfeld, während der Einfluss geopolitischer Konflikte auf den Goldpreis allmählich nachlässt.
Auf der Inflationsseite verzeichnete der US-Kern-PCE-Preisindex für Mai im Jahresvergleich einen Wert von 3,4 %, entsprach damit den Erwartungen und erreichte den höchsten Stand seit Oktober 2023. Obwohl die Kerninflation auf hohem Niveau stabil bleibt, beschleunigt sich der Anstieg nicht weiter. Die Sorge des Marktes über eine zähe Inflation hat sich nicht verstärkt, es gibt aber auch keine Entlastung im Hinblick auf die Zinserwartungen, sodass der Effekt auf den Goldpreis insgesamt neutral bleibt. Nach Bekanntgabe der Daten lag die Erwartung für eine Zinserhöhung der Fed im September weiterhin bei über 70 %, und der Druck von der Zinsseite hat nicht nachgelassen.
Bezüglich der Wirtschaftsdaten legten das endgültige US-BIP für das erste Quartal und die Arbeitsmarktdaten synchron zu und verstärkten die restriktiven Erwartungen. Das endgültige, annualisierte reale BIP-Wachstum für das erste Quartal wurde deutlich auf 2,1 % nach oben korrigiert – deutlich über den Markterwartungen von 1,6 %. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 20. Juni sank auf 215.000, niedriger als der vorherige Wert von 226.000. Die BIP-Aufwärtskorrektur in Kombination mit einer Erholung am Arbeitsmarkt festigte die Widerstandsfähigkeit der wirtschaftlichen Fundamentaldaten weiter und stärkte die Erwartung für „höhere Zinsen für längere Zeit“, was den Goldpreis belastet.
In Bezug auf die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt die Gesamtsituation weiterhin entspannt, auch wenn es vereinzelt Störfeuer gibt. Solange keine unvorhergesehenen Ereignisse auftreten, nimmt der Einfluss auf den Goldpreis weiter ab.
Zusammenfassend ist nach der Entspannung in der Nahost-Region der kurzfristige Einfluss amerikanischer Wirtschaftsdaten auf die Marktrichtung tendenziell stärker geworden, jedoch mit begrenztem Potential für eine Trendwende. Der Goldpreis dürfte sich in einem schwach schwankenden Muster bewegen.
Aus technischer Sicht bewegt sich der Goldpreis seit Mitte April im dynamischen Korridor zwischen dem 5-Wochen-Durchschnitt und dem unteren Bollinger-Band und befindet sich aktuell am unteren Rand des Bollinger-Bandes. Obwohl der kurzfristige Abwärtstrend noch nicht gebrochen ist, treten mehrere technische Indikatoren in den überverkauften Bereich ein und es besteht kurzfristig weiterhin das Risiko einer möglichen Aufwärtskorrektur oder eines plötzlichen Rebounds.
Im Tageschart befindet sich der aktuelle Goldpreis in einem breiten fallenden Kanal zwischen dem Mittel- und dem unteren Bollinger-Band. Nach mehreren aufeinanderfolgenden Rückgängen erreichte der Preis das untere Bollinger-Band und stoppte an zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen an dieser unteren Marke. Besonders die leichte Erholung gestern hat den kurzfristigen Abwärtstrend etwas gemildert. Der 5-Tage-Durchschnitt und das untere Bollinger-Band liegen aktuell bei etwa 4060 US-Dollar bzw. 3940 US-Dollar und markieren den Hauptbereich für die Preisbewegung innerhalb des Tages. Aus technischer Sicht verläuft die schnelle Linie des KDJ-Indikators nach dem Rückgang nun allmählich seitwärts, was auf eine Abschwächung des Abwärtsdrucks hindeutet, aber der Preis bleibt im schwachen Bereich. Das spricht weiterhin für eine mögliche Rebound-Konsolidierung um die 4000-US-Dollar-Marke; die Aufwärtsdynamik muss jedoch noch bestätigt werden. Es ist jedoch zu beachten: „Die kurzfristige Erholung stellt noch keine Trendumkehr dar“, achten Sie daher unbedingt auf das bestehende Risiko.
Insgesamt ist zu erwarten, dass der Goldpreis an der 4000-US-Dollar-Marke weiterhin um eine Richtung kämpft und eine volatile Seitwärtsbewegung zeigen könnte.
(Der Autor ist Teil des Forscherteams am Forschungszentrum für Goldwirtschaftsentwicklung in Peking)
Redakteur: Zhu Henan
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